Die Hamburger Wasserschutzpolizei

Wasserschutzpolizei Hamburg: Schutz und Ausbildung auf Elbe und Alster – alle Infos zur WaPo

  • Johannes Rosenburg
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Die Wasserschutzpolizei Hamburg wacht über Hafen und Frachtschiffe und kontrolliert Containerschiffe, Kreuzer und Yachten. Sie bietet viele Möglichkeiten für eine Ausbildung, ein Studium oder ein Praktikum. Bekannt ist die Behörde aus Film und Fernsehen.

  • Die Wasserschutzpolizei kontrolliert den Schiffsverkehr in Hamburg.
  • Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem Umweltschutz- und Gefahrgut-Kontrollen.
  • Sie ermittelt auch bei Unfällen auf dem Wasser.

Hamburg - Die Wasserschutzpolizei Hamburg hat als Revier den Hamburger Hafen sowie die Elbe und die Alster zu betreuen. Für diesen Dienst betreibt sie mehrere Dienststellen, die über das ganze Stadtgebiet verteilt sind. Direkt im Hafen befinden sich das Wasserschutzpolizeikommissariat 1 und 2 sowie die Hafenpolizeiwache Nummer 2. Der zentrale Sitz der Behörde ist im Hamburger Norden, am Bruno-Georges-Platz, nahe dem Polizeipräsidium Hamburg. Weitere Dienststellen befinden sich in Harburg, nahe der Süderelbe.

Im Vergleich zur Wasserschutzpolizei Berlin hat die Hamburger Hafenpolizei ein wesentlich größeres Gelände mit mehr Schiffsverkehr zu beaufsichtigen. Wer ein Praktikum oder eine Ausbildung anstrebt, kann sich bei der Wasserschutzpolizeischule Hamburg bewerben. Sie befindet sich mitten im Hafen am Veddeler Damm 48 und lässt sich bequem mit der Buslinie 256 erreichen.

Wasserschutzpolizei Hamburg – wichtige Aufgaben im Alltag

Die Wasserschutzpolizei Hamburg kontrolliert und regelt den Schiffsverkehr, der im Hafen besonders intensiv ist. Frachtschiffe, Containerschiffe, Kreuzer und Yachten laufen täglich den Hafen in Hamburg an. Sie müssen entsprechend ihrer Größe und Funktion eingewiesen werden. Anlegestellen, Docks und Reede werden von der Hamburger Wasserschutzpolizei betreut und mit Beschilderungen ausgestattet.

Sie kontrollieren die Fahrrinnen und die Höhe der Brücken, den Wasserstand und geben Warnungen bei Unwetter heraus. Neben den Aufgaben der Verkehrsregelung auf dem Wasser nimmt die Behörde auch die Verfolgung und Vereitelung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten vor. Sie führt vorbeugende polizeiliche Maßnahmen durch, die für die Sicherheit auf und am Wasser nötig sind. Bei Schiffsunfällen ermittelt sie die Ursachen.

Zum Aufgabengebiet der Wasserschutzpolizei gehören Kontrollen in folgenden Bereichen:

  • Schiffssicherheit

  • maritimen Umweltvorschriften

  • grenzüberschreitender Verkehr

  • Umschlag und Transport von Gefahrgut im Schiffs- und Straßenverkehr

Wasserschutzpolizei Hamburg – Einblick in die Arbeitsweise

Wer sich für ein Schülerpraktikum oder eine Ausbildung bei der Wasserschutzpolizei Hamburg interessiert, kann seine Bewerbung direkt an die Personalabteilung der Behörde senden. Auf der Internetseite sind außerdem aktuelle Stellenangebote, Ausschreibungen für Studienarbeiten und wissenschaftliche Arbeiten vorhanden. Passend zu einem Studium der Rechts-, Politik-, Geschichts- oder Erziehungswissenschaften bietet die Wasserschutzpolizei Hamburg ein Studentenpraktikum an. Es kann über eine Zeit von vier Wochen beantragt werden und gewährt einen interessanten Einblick in den Alltag der Behörde. Im Zusammenhang mit diesem Praktikum ist die Erstellung einer Bachelorarbeit oder einer Semesterarbeit denkbar. Für eine Bewerbung sind folgende Unterlagen nötig:

  • Anschreiben mit Darstellung der Motivation
  • kurzer Lebenslauf
  • Immatrikulationsbescheinigung oder Nachweis der aktuellen Schule bzw. Universität oder Hochschule
  • Kopie des Personaldokumentes

Wasserschutzpolizei Hamburg – Karrieremöglichkeiten und Ausbildung

Wer eine Ausbildung bei der Wasserschutzpolizeischule Hamburg anstrebt, kann sich rechtzeitig vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres dort bewerben. Diese Einrichtung ist eine gemeinsame Bildungsstätte für alle Bundesländer, die eine Wasserschutzpolizei unterhalten. Es werden einzelne Lehrgänge und komplette Berufsausbildungen angeboten. Die Bewerbung erfolgt über die örtlichen Dienststellen der Länder. Neben der Ausbildung für die Wasserschutzpolizei Hamburg sind Lehrgänge für andere Einsatzkräfte wie die Feuerwehr oder das Technische Hilfswerk im Programm enthalten.

Immer im Einsatz: Auch am Vatertag ist die Wasserschutzpolizei unterwegs um für Sicherheit zu sorgen.

Wasserschutzpolizei Hamburg – Auftritte in Film und Fernsehen

Der Dienst der Hamburger Wasserschutzpolizei ist aufregend und interessant. Viele Fälle bieten Inspirationen für Filme, Kriminalromane oder Serien. Bei der ZDF-Serie Notruf Hafenkante werden die spannenden Fälle kurzweilig verfilmt. Hier geht es um kleine und große Delikte, Raub, Mord oder Erpressung.

Auch der Umweltschutz spielt in den sensiblen Umgebungen am Meer eine große Rolle. Die ZDF-Produktion Notruf Hafenkante berichtet vom Alltag des Polizeireviers und wird vorzugsweise im Revier WSPF 22 nahe der Kehrwieder-Insel gedreht. Im wahren Leben ist dieses Revier für die Hafensicherheit und Gefahrgüter zuständig. Figuren wie Melanie Hansen, Kris Freiberg oder Martin Berger verkörpern die Wachhabenden, Untersuchungskommissare und Revierleiter.

Wasserschutzpolizei Hamburg – die Einsatzorte und Videos im Netz

Wer die Wasserschutzpolizei Hamburg im Einsatz beobachten möchte, wird entlang Elbe und Alster sowie im Hafen Hamburg die blau-weißen Boote oft entdecken. Sie fahren die Strecken zur Kontrolle ab und patrouillieren im Hafengelände. Bei Hafenfesten und anderen Feierlichkeiten sogen die Einsatzkräfte für Ordnung und regeln den Schiffsverkehr. Ihre Arbeit wird im Polizeireport Hamburg dokumentiert.

Die Presse informiert über Aktivitäten und News der Einsatzabteilung und stellt entsprechende Videos und Fotos sowie Unfallmeldungen ins Netz. Außerdem können sich Interessierte bei der Hamburger Polizei per Twitter, Facebook oder Instagram über die aktuellen Aktivitäten der Behörde informieren.

Wasserschutzpolizei Hamburg – gute Vorbereitung für eine erfolgreiche Karriere

Bewerber für den Polizeidienst bei der Wasserschutzpolizei Hamburg sollten eine gute körperliche Verfassung und eine gute Auffassungsgabe mitbringen. Zu den Aufnahmeprüfungen gehören ein Sporttest sowie weitere Prüfungen für Deutsch und Naturwissenschaften. Hilfreich ist es, über eine stabile Psyche zu verfügen. Teamfähigkeit wird bei der Wasserschutzpolizei Hamburg großgeschrieben. Die Kollegen unterstützen sich bei ihren Einsätzen und arbeiten außerdem eng mit anderen Behörden, den Unternehmen am Hafen, Ärzten und Wissenschaftlern zusammen.

Die Wasserschutzpolizei hat sehr viele Außeneinsätze zu bewältigen. Im Sommer ist es angenehm, auf dem Wasser der Elbe oder im Hafen mit dem Boot unterwegs zu sein. Anders sieht die Situation im Winter oder im Herbst aus. Dann kann es kalt, windig und sehr ungemütlich werden. Trotzdem müssen die Boote klargemacht und zum jeweiligen Einsatzort gebracht werden. Mit entsprechender Ausrüstung und Technik lässt sich ein Teil der Wetterunbilden abfedern.

BehördeWasserschutzpolizei Hamburg
Anzahl der Mitarbeiterca. 520
Leiter der BehördePolizeidirektor Karsten Witt
KommissariateWaltershof, Steinwerder, Harburg

Wasserschutzpolizei Hamburg – die Karriereleiter weiter aufsteigen

Je nach Eignung sind im Laufe der Ausbildung und Beschäftigung verschiedene Dienstgrade möglich. Im Vorbereitungsdienst steigen erfolgreiche Beamte als Polizeimeisteranwärter oder Polizeikommissar-Anwärter ein. Stufenweise sind weitere Dienstgrade möglich, die an der Uniform durch Sterne markiert werden. Diese sind mit bestimmten Lehrgängen und Prüfungen verbunden und werden auch nach einer bestimmten Dienstzeit verliehen. Wichtig ist auch die Entscheidung, in einer Einsatzabteilung oder im Bürodienst im Revier angestellt zu sein. Das Gehalt in der Ausbildung bei der Wasserschutzpolizei Hamburg orientiert sich an den Vereinbarungen für den Tarif im Öffentlichen Dienst und wird durch die einstellenden Länder vereinbart.

Wasserschutzpolizei Hamburg – was tun bei einem Unfall?

Wer einen Unfall melden oder eine Straftat anzeigen möchte, kann dies direkt in den Revieren bei der Troplowitzstraße oder in den Stadtbezirken Uhlenhorst und Schnelsen erledigen. Die Telefonnummern der Reviere finden Betroffene auf der zentralen Seite der Wasserschutzpolizei Hamburg und im Telefonbuch. Hier kann auch eine Ruhestörung gemeldet werden oder Anfragen zu Genehmigungen für Veranstaltungen gestellt werden.

 Bei einer Unfallmeldung ist es wichtig, die entsprechenden Daten kurz und deutlich zu vermitteln:

  • Was ist passiert?
  • Wo befindet sich der Unfallort?
  • Wer ist am Unfall beteiligt?
  • Gibt es Verletzte und wie schwer sind diese verletzt?
  • Wer meldet den Unfall?
  • Sind Umweltschäden zu befürchten?

Die Beamten werden außerdem entsprechende Fragen stellen, um alle wichtigen Daten im Blick zu behalten. Sie können mit sachdienlichen und präzisen Angaben schnell und kompetent Hilfe leisten.

Quelle: 24hamburg.de

Rubriklistenbild: © Axel Heimken/dpa/picture alliance

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