Corona-Leugner auf dem Kieker

Polizei-Razzia in Hamburg: Ärzte wegen falscher Masken-Atteste am Pranger

Flatterband der Polizei und ein Mensch in weißem Kittel mit Stetoskop als Symbol für die Durchsuchung von Arztpraxen in Hamburg.
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Symbolbild: Hamburger Polizei führt Razzien bei Ärzten wegen falscher Corona-Masken-Atteste durch. (24hamburg.de-Montage)
  • Vivienne Goizet
    vonVivienne Goizet
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Am Dienstagmorgen, 16. Februar 2021, durchsucht die Polizei zwei Praxen von Hamburger Ärzten. Der Verdacht: Falsche Atteste gegen die Corona-Maskenpflicht.

Hamburg – Die Beamten des LKA (Landeskriminalamt) durchsuchen am Dienstag, 16. Februar 2021 gegen 8:30 Uhr die Praxen von zwei Hamburger Ärzten. Sie stehen unter dem Verdacht Corona-Leugner zu sein, was generell keine Straftat ist. Doch als Arzt falsche Atteste auszustellen, um Menschen von der unter Covidioten unbeliebten Maskenpflicht zu befreien – das gilt als sogenanntes „Gefälligkeitsattest“ und ist ein Verstoß gegen Paragraf 278 des Strafgesetzbuches. Der Paragraf besagt, dass Ärzte, die ein falsches Zeugnis über den Gesundheitszustand eines Menschen zur Verwendung bei einer Behörde oder Versicherungsgesellschaft wider besseres Wissens ausstellen, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden können. Eine Praxis soll sich in der Hamburger City-Nord befinden, die andere im Grindelviertel. Einer der Ärzte wird namentlich im YouTube-Kanal „Klardenker“ genannt, welcher der Querdenker-Bewegung zugeordnet werden kann. Einer der Ärzte befindet sich mit 77 Jahren bereits im Rentenalter. Der andere soll 57 Jahre alt sein. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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