Blutiges Wochenende

Mordfall im Hamburger Osten: Vergewaltigt und getötet?

  • Fabian Raddatz
    vonFabian Raddatz
    schließen

Tote Frau in Küche. Kanufahrer findet Leiche. Und in Hamburg-Bergedorf wird eine Frau vermutlich erst vergewaltigt und dann ermordet. Alles an einem Wochenende.

  • Am Wochenende kamen in Hamburg mehrere Menschen gewaltsam ums Leben.
  • Einsatzkräfte fanden eine Frau tot in ihrer Küche, Kanufahrer entdeckten eine Leiche.
  • Ein Sexual-Mord im Hamburg-Bergedorf schockiert.

Hamburg –Mehrere Personen kamen in der Hansestadt an nur einem Wochenende gewaltsam ums Leben. Die Meldungen über Tote beginnen Samstagvormittag, 9. Januar 2021, als Anwohner in Hamburg-Altona die Feuerwehr alarmieren. Aus einer Wohnung im vierten Stock dringt Rauch. Die Einsatzkräfte konnten den Brand schnell löschen, doch als sie die Wohnung betreten, liegt eine ältere Frau tot auf dem Boden. Die Retter können nichts mehr ausrichten, auch Wiederbelebungsmaßnahmen bleiben erfolglos.

Landesbehörde: Polizei Hamburg
Gründung: 26. Mai 1814
Bedienstete: 10.358 (1. Februar 2018)
Leitung: Ralf Martin Meyer, Polizeipräsident
Aufsichtsbehörde: Inneres und Sport der Freien Hansestadt Hamburg

Die Hamburger Polizei vermutet, dass die Frau gerade dabei war, sich Essen zu kochen. Auch sei die Seniorin nicht am Brandrauch gestorben. Ermittler gehen zurzeit davon aus, dass es sich um einen medizinischen Notfall handelte. Weitere Untersuchungen sollen das jetzt klären.

Hamburger Polizei: Kanufahrer machen grausigen Fund

Der nächste Tote dann Sonntagvormittag, 10. Januar 2021: Kanufahrer auf der Alster machten einen grausigen Fund: Eine Leiche trieb im Wasser – in Höhe der Wilhelm-Metzger-Straße und Alsterdorfer Damm. Die Paddler reagierten schnell und alarmierten die Polizei, die mit einem Leichenspürhund anrückte.

Mord im Hamburg-Bergedorf: Beamte der Hamburger Polizei sichern den Tatort. (24hamburg.de-Montage)

Offenbar lag die tote Person bereits längere Zeit im Wasser, die Leichenstarre war eingetreten. Die Identität des Toten: bislang unklar. Die Leiche wurde der Rechtsmedizin des UKE übergeben. Nach Polizeiinformationen könnte es sich um eine vermisste Person handeln. Um Hilfe bei der Suche nach einem Vermissten, der Opfer eines Verbrechens geworden sein könnte, bittet die Polize auch in einem aktuellen Fall.

Hamburg: Mann stürzt in die Elbe, muss wiederbelebt werden

Erst am Samstag stürzte ein Mann in die Elbe, nachdem er auf dem Hamburger Fischmarkt gestanden hatte. Wie Blauchlicht-News.de berichtet, beobachteten mehrere Passanten die Szene. Diese versuchten dem Ertrinkenden zu helfen, einer probierte es mit einem Holzstück. Doch vergeblich: Der Mann trieb in den kalten Elbefluten ab und verschwand unter Wasser.

Mit Booten und Hubschrauber wurde der Mann gesucht, doch: keine Spur. Erst Taucher konnten ihn nach 20 Minuten finden, zogen ihn leblos aus dem Wasser. Helfer versuchten den Mann noch vor Ort und auf dem Weg ins Krankenhaus zu reanimieren. Aktuellen Informationen zufolge schwebt er weiter in Lebensgefahr. Warum der Mann plötzlich in die Elbe stürzte, ist bislang unklar.

Hamburg: Tödliches Sexualvebrechen in Neuallermöhe

Sonntagnachmittag rückten Kräfte der Hamburger Polizei im Stadtteil Neuallermöhe, Hamburg-Bergedorf an, nachdem ein Notruf einging. Im Keller eines Mehrfamilienhauses am Rahel-Varnhagen-Weg fanden die Beamten eine Frauenleiche mit sichtbaren Verletzungen. Offenbar wurde die 20-jährige Opfer eines Sexualdelikts, wie Blaulicht-News.de erfuhr.

Die Hamburger Polizei leitete eine Großfahndung ein, durchsuchte mit mehreren Streifenwagen das Wohngebiet. Wenig später wurden sie fündig: Versteckt in einem Carport fanden sie einen Mann. Der Verdächtige wurde festgenommen. Nach Anwohner-Hinweisen kam es am späten Sonntagnachmittag zu einer weiteren Festnahme – ebenfalls in Neuallermöhe. Zu den Tathintergründen konnte die Polizei zum Zeitpunkt noch keine Angaben machen. Die Mordkommission ermittelt.  

Auch ging der Polizei nun ein mutmaßlicher Frauenmörder ins Netz. Dem 40-Jährigen wird vorgeworfen, mehrere Frauen getötet zu haben. Und: Ebenfalls an einem Wochenende sorgten mehrere Gewaltverbrechen auf der Hamburger Reeperbahn für Aufsehen: Zwei Menschen wurden getötet, unter anderem erstach ein Sohn seine Mutter. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Blaulicht-News.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare