Wandsbek, St. Pauli, Farmsen-Berne

Blutiges Wochenende in Hamburg: Zwei Menschen erstochen

  • Vivienne Goizet
    vonVivienne Goizet
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Die Stadt Hamburg erlebt ein tödliches Wochenende. Ein Sohn ersticht scheinbar die eigene Mutter, ein anderer sticht vermutlich seinen Vater nieder.

  • Tötungsdelikt im Hamburger Stadtteil St. Pauli: 32-Jähriger erstochen.
  • Mutter in Wandsbek mit mehreren Messerstichen vermutlich von ihrem Sohn getötet.
  • Mordkommission Hamburg ermittelt in beiden Fällen.

Hamburg ‒ Erneuter Angriff am Sonntag, 20. Dezemember 2020. Ein 20-Jähriger sticht auf seinen Vater (44) ein in einem Reihenhaus in Hamburger Stadtteil Farmsen-Berne. Der Verwundete rief trotz lebensgefährlicher Verletzungen selbstständig den Notruf. Sein Sohn wurde ohne Widerstände nur in Unterhose festgenommen und mit abgeführt laut Berichten der Mopo. Warum der junge Mann seinen eigenen Papa attackierte ist nicht bekannt.

Tödliches Wochenende in Hamburg: Mutter erstochen und Mann auf Kiez stirbt nach Messerstecherei

Erstmeldung vom 20. Dezember 2020, 15:00 Uhr:

Hamburg ‒ Es ist ein dramatisches Wochenende in der Hansestadt Hamburg. Nachdem bereits am Samstagabend, 19. Dezember 2020, ein Sohn in Hamburg-Wandsbek mit mehreren Messerstichen auf seine eigene Mutter losgegangen ist, stirbt am Sonntagvormittag, 20. Dezember 2020, ein 32 Jahre alter Mann nach einer Messerstecherei im Krankenhaus an seinen Verletzungen.

Bis auf eine ähnliche Tatwaffe könnten die Geschehnisse unterschiedlicher nicht sein. In beiden Fällen ermittelt die Mordkommission Hamburg, zu den Tatmotiven ist noch nicht viel bekannt.

Hamburg: Stadt in Deutschland
Fläche: 755,2 km²
Bevölkerung: 1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Vorwahl: 040
Bürgermeister: Peter Tschentscher

Tödliche Messerstiche in Hamburg-Wandsbek

Laut Angaben der Polizei Hamburg steht der 49-jährige Sohn im Verdacht, seine eigene Mutter (79) erstochen zu haben. Warum, ist noch unklar. Er rief nach seiner mutmaßlichen Tat selbst die Polizei in die Ahrensburger Straße in Hamburg-Wandsbek ‒ den mutmaßlichen Tatort.

Die Tatsachen:

  • Die Beamten trafen den Mann in der Wohnung seiner Mutter an.
  • Die dort angetroffene Frau hatte mehrere Stichverletzungen.
  • Die Rettungskräfte versuchten noch vor Ort, sie zu reanimieren, doch die Frau verstarb.

Blaulicht-News.de berichtet zudem, dass es sich um eine Erdgeschosswohnung in einem Mehrfamilienhaus handelte. Zudem solle der Sohn am Telefon aufgelöst geklungen haben, als er die Rettungskräfte alarmierte. Er wurde von der Polizei festgenommen und abgeführt. Noch bis spät in die Nacht sicherte die Mordkommission Spuren. Der Tatverdächtige selbst wohnte nicht mehr in der Wohnung.

Auseinandersetzung in Hamburg-St. Pauli endet tödlich

Auch in der Bleicherstraße in St. Pauli ist ein Mensch tödlich mit einem Messer verletzt worden. Sonst haben die Taten nichts gemeinsam. Im Hamburger Rotlichtbezirk ging es um eine Auseinandersetzung zwischen zwei Männern (32 und 52).

Polizist entfernt Blutspur vor dem Tatort auf dem Hamburger Kiez, nachdem dort ein Mann erstochen wurde. (24hamburg.de-Montage)

Nach bisherigem Ermittlungsstand der Polizei gab es zwischen den beiden Herren einen geschäftlichen Streit, den sie beilegen wollten. Sie verabredeten sich auf dem Gehweg in der Bleicherstraße am frühen Morgen des vierten Advents. Doch das Meeting eskalierte. Angeblich ging der Jüngere mit einem Baseball-Schläger auf seinen Kontrahenten los. Dieser wehrte sich mit einem Messer.

Nach Angaben von Blaulicht-News.de bot sich den Beamten beim Eintreffen ein grausamer Anblick: Der Bürgersteig war mit Blut übergossen. Ein Mann hatte mehrere Stichverletzungen am Oberkörper. Die Einsatzkräfte konnten ihn für den Transport in ein Hamburger Krankenhaus stabilisieren.

Beide Kontrahenten mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Doch der 52-Jährige überlebte seine Kopfverletzung und schwebte nicht einmal in Lebensgefahr. Sein Gegner hingegen erlag den Stichverletzungen. Die Ermittlungen laufen und es wird geprüft, ob es sich um eine Notwehrsituation handelte.

Polizei-Pressesprecher Holger Vehren bestätigte gegenüber Blaulicht-News.de, dass der 52-Jährige nach rettungsdienstlicher Versorgung und polizeilicher Befragung mangels Haftgründen wieder freigelassen wurde.

Im Fall des vermissten 27-Jährigen, der ein Familienmitglied überfallen haben soll, bittet die Polizei Hamburg weiterhin um Mithilfe. Er benötigt ärztliche Hilfe und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass er bewaffnet ist. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Blaulicht-News.de

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