Bluttat in Hamburg-Eilbek

Zwei Messer-Attacken vor Bäckerei in sechs Stunden - Journalist stellt Angreifer

  • Carolina Baldin
    vonCarolina Baldin
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Im Hamburger Stadtteil Eilbek ereignete sich am Freitagmorgen gegen 9:48 Uhr eine schreckliche Bluttat. Vor der Alster Bäckerei in der Lübecker Straße wurde ein 17-jähriger Mann mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Nur sechs Stunden später kam es erneut zur Messer-Attacke.

  • Junger Mann ging mit Messer im Rücken in Hamburg-Eilbek zum Bäcker und bestellte Donut mit Guss.
  • Stunden später wird in der Wandsbeker Chaussee wieder ein Mann mit einem Messer angegriffen.
  • Verdacht gegen den Festgenommenen hat sich nicht erhärtet - er wurde am nächsten Tag wieder laufen gelassen.

Update vom 20. Mai, 9:30 Uhr: Hamburg – Am Freitag berichteten wir von einer blutigen Messer-Attacke vor einer Bäckerei im Hamburger Stadtteil Eilbek. Das Opfer hatte den Angriff nicht signalisiert und bestellte mit der Klinge im Rücken noch einen Donut. Passanten mussten ihn auf das Messer aufmerksam machen. Der junge Mann kam ins Krankenhaus und wurde notoperiert.

Nach einer Großfahndung der Hamburger Polizei in Eilbek und Hohenfelde konnte der mutmaßliche Täter wenig später festgenommen werden - es war der Falsche, wie sich später herausstellt. Am Freitagnachmittag kam es gegen 16 Uhr erneut zu einer Bluttat. Wieder in der Nähe des U-Bahnhofs Wartenau.

StadtteilEilbek
OrtHamburg
BundeslandHamburg
BezirkWandsbek
Fläche 170 ha
Einwohner22.276 (Stand: 31. Dezember 2019)

Hamburger Journalist half den Messer-Mann von Eilbek zu fassen

Ein Bild-Reporter hatte den Vorfall beobachtet und half den Messer-Mann zu stellen. Als der Angreifer von der Wandsbeker Chaussee in die U-Bahnstation Wartenau flüchtete, rief der Journalist die Polizei und gab laufend den Standort durch.

Am Freitagnachmittag kam es gegen 16 Uhr erneut zu einer Messer-Attacke in Hamburg-Eilbek. (Symbolbild)

Als die Polizei anrückte, ging alles ganz schnell: „Mehrere Streifenwagen stoppten. Polizisten sprangen mit gezogenen Waffen raus. Der Mann wurde auf den Boden gedrückt und festgenommen“, so der Reporter. Der 33-jährige Täter soll auch derjenige sein, der am Morgen dem Bäckerei-Kunden das Messer in den Rücken rammte.

Warum es zu den beiden Messer-Attacken kam, sei nach wie vor unklar, erklärte ein Polizeisprecher. Die Hamburger Mordkommission ermittelt in beiden Fällen. Es war jedenfalls nicht die einzige Gewalttat in Hamburg in der jüngsten Vergangeheit.

Mann vor Bäckerei in Hamburg-Eilbek niedergestochen

Erstmeldung vom 15. Mai, 14:13 Uhr: Hamburg-Eilbek – Vor einer Bäckerei in der Wandsbeker Chaussee hat ein Mann am Freitagmorgen einem anderen Mann ein Messer in den Rücken gerammt. Das Opfer und der mutmaßliche Täter sollen sich angeblich gekannt haben. Offenbar habe es vor der Bluttat einen Streit zwischen den beiden Vietnamesen gegeben, ließ Polizeisprecherin Evi Theodoridou gegenüber dem Hamburger Abendblatt verlauten.

Am Freitagmorgen wurde ein Mann vor einer Bäckerei in Hamburg-Eilbek niedergestochen. (Symbolbild)

Messerattacke vor Bäckerei in Hamburg-Eilbek: Auseinandersetzung eskalierte

Nach ersten Erkenntnissen eskalierte die Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern gegen 9.45 Uhr. Der Täter soll vor einer Bäckerei in der Nähe der U-Bahn-Station Wartenau seinen Landsmann angegriffen haben.

Laut Bild.de bemerkte das Opfer die Attacke als solche aber gar nicht. Vermutlich stand er unter Schock. Nach dem Streit bestellte der Mann mit einem Messer im Rücken Milchbrötchen in seiner Stamm-Bäckerei. Passanten reagierten sofort und schlugen Alarm. Erst daraufhin sei dem Opfer seine Situation klar geworden.

Als die Rettungskräfte eintrafen, steckte das Messer immer noch im Rücken des Niedergestochenen. Er wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wo er derzeit operiert wird. Ob die Verletzung lebensgefährlich seien, konnte die Polizeisprecherin zunächst nicht bestätigen. Dennoch sei dies nicht ausgeschlossen.

Polizei Hamburg leitete Großfahndung nach dem mutmaßlichen Täter ein

Nach der Tat flüchtete der Messerstecher, konnte aber durch eine schnell eingeleitete Großfahndung der Polizei in Eilbek und Hohenfelde noch in Tatortnähe festgenommen werden.

Hintergründe zur Messerattacke in Hamburg-Eilbek

Weitere Hintergründe zur Tat sind noch nicht bekannt. Die Mordkommission der Hamburger Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Auch tz.de berichtet über diese Wahnsinnstat in Hamburg-Eilbek*.

Quelle: 24hamburg.de

* tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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