Neue Maßnahmen kommen

Peter Tschentscher: „Schwierige Monate“ – Corona-Herbst schockt Hamburg mit neuen Toten

  • Enno Eidens
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Bundesweites Coronavirus-Bußgeld, weitere Regeln sollen kommen. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher warnt vor Coronavirus-Krise im Herbst.

  • Bund und Länder einigen sich auf verschärfte Coronavirus-Maßnahmen.
  • 50 Euro Bußgeld Mindestbußgeld für Maskenmuffel.
  • Peter Tschentscher* in Sorge vor Corona-Herbst in Hamburg.

Hamburg – Gerade hat sich Hamburg auf 40 Euro Bußgeld für Maskenmuffel* geeinigt, da machen Bund und Länder 50 Euro draus. Peter Tschentscher, Angela Merkel und die anderen Ministerpräsidenten haben sich zudem über weitere Coronavirus-Maßnahmen für den Herbst in Deutschland verständigt, um die steigenden Infektionen zu bekämpfen. Tschentscher warnt vor einen harten Corona-Herbst in Hamburg* und Deutschland.

Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher
Geboren:20. Januar 1966 (Alter 54 Jahre), Bremen
Ehepartnerin:Eva-Maria Tschentscher (verh. 1998)
Partei:Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Amt:Bürgermeister von Hamburg seit 2018
Ausbildung:Universität Hamburg (1995), Universität Hamburg

Peter Tschentscher: Hamburgs Bürgermeister sieht „schwierige Monate“ im Coronavirus-Herbst kommen

Maskenpflicht, Verbote von Großveranstaltungen, Kontaktbeschränkungen, Ladenschließungen und vieles mehr – das Coronavirus* hat Hamburg und ganz Deutschland ordentlich gelähmt. Nach den großen Infektionswellen von März und April hat sich das Infektionsgeschehen dann beruhigt, die Maßnahmen wirkten und das öffentliche Bewusstsein war voll beim Thema. So kam es zu einer entspannten Phase vom Mai bis Mitte Juli. Doch wegen Schulferien, Reisen und der stetigen Öffnung des öffentlichen Lebens stiegen die Infektionen wieder. Nun kommt der Herbst, die Menschen rücken näher zusammen und unternehmen weniger an der frischen Luft. Ein Fest für das Coronavirus!

Angela Merkel hat sich deshalb am Donnerstag, 27. August mit den Länderchefs getroffen, um die steigenden Infektionszahlen zu besprechen und für den Corona-Herbst in Deutschland zu planen. Dabei haben sich die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin auf die Verschärfung der Coronavirus-Maßnahmen geeinigt. Besonders prominent ist dabei die Einigung auf ein bundesweites Mindestbußgeld bei Verstößen gegen die Maskenpflicht: 50 Euro werden fällig. Peter Tschentscher, Hamburgs Erster Bürgermeister, steht hinter den Maßnahmen und richtet warnende Worte an die Bevölkerung.

Peter Tschentscher warnt vorm Coronavirus-Herbst in Hamburg. (24hamburg.de-Montage)

Peter Tschentscher betont „stabile Lage“ in Deutschland und warnt dennoch vor Coronavirus-Herbst

Nach der Konferenz am Donnerstag kommentierte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher die besprochenen Ergebnisse: „Wir sind uns alle sehr einig, dass wir zwar noch in einer stabilen Lage in Deutschland sind, aber sehr schwierige Monate vor uns haben, auf die wir uns möglichst gut und einheitlich vorbereiten müssen.“ Deshalb seien einheitliches Mindestbußgeld für Verstöße gegen die Maskenpflicht notwendig – genauso wie einheitliche Maßstäbe für das Vorgehen in Schulen. „Wir wissen, dass wir auch im öffentlichen Personen-Nah- und Fernverkehr möglichst einheitlich in Deutschland auf die Einhaltung der Maskenpflicht achten werden“, sagte Tschentscher weiter.

Seit Montag kostet das Fahren ohne Coronavirus-Maske in Bussen, Bahnen und Fähren des Hamburger Verkehrsbundes (HVV) satte 40 Euro. Die Strafe wird nun bald auf die bundesweiten 50 Euro angehoben, wobei die Erhöhung laut DPA-Informationen noch bis zur zweiten Septemberwoche kann. Die Hamburger Verkehrsbehörde müsse das Thema erst mit diversen Partnern besprechen. Bis dahin kümmert sich Peter Tschentscher bestimmt um die Hamburger Bäume* – Öko-Peter hat ein gutes Herbst-Hobby gefunden. Oder er besucht eine Sauna in Hamburg*, denn die dürfen trotz Verschärfung wieder öffnen.

Coronavirus-Fälle in Tschentschers Hamburg – drei Tote seit Montag, Zahlen steigen wieder

Seit Montag, 24. August meldet der Senat drei neue am Coronavirus-Verstorbene. Auch die täglich Infektionen in Hamburg steigen wieder. Am Freitag, 28. August meldet die Stadt 26 Neuinfektionen. Insgesamt beläuft sich die Zahl der bisher erfassten Corona-Fälle in Hamburg auf 6.192, davon geht man bei 5.500 von einer Genesung aus. 19 Menschen werden stationär versorgt, acht auf einer Intensivstation. In Hamburg sind laut Angaben des Instituts für Rechtsmedizin 235 Menschen am Coronavirus gestorben. Weitere Corona-Zahlen für Deutschland und weltweit, Stand 28. August:

HamburgDeutschlandWeltweit
6.192 (+26)240.56124.466.482

Bund und Länder warnen vor Reise in Risikogebiete – Großveranstaltungen bleiben verboten

Bund und Länder haben am Donnerstag, 27. August gesagt, dass vor allem Gemeinschaftsunterbringungen, Veranstaltungen, Feiern und Urlaubsreisen der Deutschen für die aktuell starke Ausbreitung des Coronavirus verantwortlich sind. Deshalb rief Kanzlerin Angela Merkel dazu auf, auf Reisen in Coronavirus-Risikogebiete zu verzichten. Zudem soll der Anspruch auf Einkommensausfälle gestrichen werden, wenn dieser durch Quarantäne nach einer Risiko-Reise entsteht. Das gilt nur, wenn dies vor der Ausreise als ein solches ausgezeichnet war.

Ab Oktober werden die Regelungen für Corona-Tests von Rückkehrern aus Risikogebieten leicht verändert werden. Die Quarantäne darf dann erst verlassen werden, wenn der Reisende den Test fünf Tage nach seiner Ankunft gemacht hat. So sollen Ansteckungen besser erkannt werden. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher forderte bereits eine Anpassung dieser Regeln und kritisierte die Corona-Tests am Hamburger Flughafen* Auch Großveranstaltungen werden bis Ende des Jahres in Deutschland verboten bleiben. * 24hamburg.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Axel Heimken/Michele Tantussi/Reuters/Pool/dpa/picture alliance

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