Drama in Hamburg-Neuenfelde

Familienstreit endet im Blutbad: Eisenstangen und Messer als Waffe

  • Christian Domke Seidel
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In Hamburg-Neuenfelde eskaliert ein Streit. Angehörige zweier Familien gehen mit Eisenstangen und Messern aufeinander los. 32-jähriger Mann in Lebensgefahr, zwei Täter auf der Flucht.

  • Polizei Hamburg fahndet nach zwei Eisenstangen-Schlägern.
  • Teenager töten beinahe 32-jährigen Mann mit Messer.
  • Familienstreit in Hamburg-Neuenfelde eskaliert.

Hamburg – Mit Messern und Eisenstangen gehen die Angehörigen zweier Familien in Hamburg aufeinander los. Es ist die totale Eskalation eines Familienstreits in Hamburg-Neuenfelde. Ein Mann schwebt in Lebensgefahr. Die Täter flüchten und es kommt in der Nacht auf Sonntag, 27. September 2020, zu einem Großeinsatz der Polizei Hamburg.

Stadtteil von HamburgNeuenfelde
Fläche15,5 km²
BezirkHarburg
Vorwahl 040
Einwohner4927 (31. Dez. 2019)

Familienstreit eskaliert: Eisenstangen und Messser eingesetzt – Mann in Lebensgefahr, zwei Flüchtige

Seit mehreren Tagen sollen sich die Angehörigen zweier Familien in Hamburg-Neuenfelde schon streiten, berichtet die Polizei Hamburg. Am frühen Sonntagmorgen sei der Streit dann neu entflammt und endgültig eskaliert. Mehrere Männer gehen plötzlich mit Eisenstangen auf einen 43-jährigen Familienvater los und verletzen ihn schwer am Jochbein.

Mit einem Messer haben drei Teenager wegen eines Familienstreits beinahe einen Mann getötet.

Doch diese Attacke ruft die drei Söhne des Mannes auf den Plan. Die Söhne sind nur 14, 16 und 19 Jahre alt. Trotzdem schnappen sie sich Messer und wollen damit die Angreifer in die Flucht schlagen. Immer wieder stechen und schlagen sie zu. Dabei erwischen sie einen 32-jährigen Mann mit mehreren Messerstichen im Oberkörper und verletzen ihn lebensgefährlich.

Notoperation nach mehreren Messserstichen in die Brust: Angreifer überlebt nur knapp

Dann bricht Chaos aus in Hamburg-Neuenfelde. Polizei und Rettungskräfte sind alarmiert. Nur durch eine Notoperation überlebt der 32-jährige Angreifer. Mittlerweile schwebt er nicht mehr in Lebensgefahr. Mehrere Polizeikommissariate machen sich umgehend auf die Suche nach den geflüchteten Männern. Die Dienststellen in Neugraben, Bahrenfeld und die Wasserschutzpolizei* nehmen die Verfolgung auf. Doch die Fahndung bleibt erfolglos.

Zunächst ermittelt der Kriminaldauerdienst (LKA). Doch in einem solchen Fall ist die Mordkommission zuständig. Die hat vor allem die drei Söhne des 43-jährigen Familienvaters im Visier. Schließlich hätten sie beinahe mit einem Messer einen Mann getötet. Sie werden vorläufig festgenommen, doch schnell wieder aus der aus dem Polizeigewahrsam entlassen – mangels Haftgründen. Sie wollten ihren Vater verteidigen, der von drei Männern mit Eisenstangen traktiert wurde. Es wird derzeit geprüft, ob die drei Jungs nicht in Notwehr gehandelt haben.

Hintergründe für Familienstreit in Hamburg Neuenfelde unklar: Messerangriff vielleicht nur Notwehr

Die beiden Angreifer, die noch vor dem Eintreffen der ersten Funkstreife fliehen konnten, sind immer noch auf der Flucht. Gegen sie wird wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung ermittelt. Außerdem kann sich die Polizei Hamburg von ihnen neue Hinweise zu dem Fall erhoffen. Denn die Hintergründe des Streits sind für die Beamten noch immer ein Mysterium. Selbst die Identität der Angreifer konnte noch nicht festgestellt werden. Auch nach einer Schießerei vor einer Shisha-Bar fahndet die Polizei Hamburg noch nach dem Täter*.

Es scheint, als habe das Wochenende am Samstag, 26. September 2020, und Sonntag, 27. September 2020, unter keinem guten Stern gestanden. Für die Einsatzkräfte in Hamburg kam es gleich zu mehreren teils spektakulären Rettungsaktionen, wie 24hamburg.de/hamburg berichtet. In Hamburg-Winterhude brach ein regelrechtes Mega-Feuer aus und auch in Hamburg-Billbrook musste ein Großaufgebot der Feuerwehr anrücken*. Auf der Reeperbahn machten Polizisten derweil Jagd auf Corona-Egoisten. Brutal geht es auch in Schleswig-Holstein zu. AfD-Anhänger sollen mit einem Auto Demonstranten umgefahren haben*. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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