Polizei greift ein

Dealer-Schlägerei im Schanzenpark – Händler verteidigen „ihr Revier“

  • Johanna Ristau
    vonJohanna Ristau
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Dealer-Banden im Hamburger Schanzenpark sind sich am Samstag, 24. Oktober 2020, offenbar in die Quere gekommen. Es folgte eine Schlägerei.

Hamburg – Mega-Aufruhr im Schanzenpark. Die Hamburger Grünanlage im Herzen des Schanzenviertels ist als Drogen-Treffpunkt bekannt. Wer an Marihuana, Koks und Co. kommen will, kommt herbei, um von den Dealern, die sich Tag und Nacht im Park aufhalten, Stoff zu kaufen.

Park in Hamburg:Schanzenpark
Adresse: Schröderstiftstraße, 20357 Hamburg
Öffnungszeiten: Rund um die Uhr geöffnet
Telefon: 040 428280

Einigen Drogenhändlern scheint die Dealerei jedoch zu Kopf gestiegen sein. Sie verteidigen „ihr Areal“ als hätten sie es gepachtet. Und so kommt es am Samstagnachmittag, 24. Oktober 2020, gegen 16:30 Uhr zum Zoff zwischen zwei rivalisierenden Gruppierungen.

Beamte der Hamburger Polizei vernehmen zwei Dealer, die sich kurz zuvor im Schanzenpark mit acht weiteren gekloppt hatten.

Etwa zehn Dealer gehen plötzlich aufeinander los und kloppen wie wild aufeinander ein. 24hamburg.de berichtet auch über die Schießerei wie im Wilden Westen in Harburg. Die Polizei hält Hamburger übrigens auch auf Twitter über ihre Einsätze auf dem Laufenden.

Hamburg: Dealer-Banden kloppen sich im Schanzenpark – Passanten wählen 110

Wie 24hamburg.de von Blaulicht-News.de erfuhr, werden Passanten Zeugen der Schlägerei und alarmieren umgehend die Polizei. Mit acht Streifenwagen rasen die Beamten zum Schanzenpark und treffen die beteiligten Schläger an. Die Ordnungshüter trennen die Streithähne zunächst, um dann in Ruhe ihre Personalien aufzunehmen. Die Hamburger Polizei ermittelt auch in einem Fall, bei dem eine 16-jährige Hamburgerin einen qualvollen Ecstasy-Tod in Winterhude starb.

Auffällig: Bei nur einem der zehn Männer werden Drogen in der Jackentasche gefunden. Dabei handelt es sich um eine kleine Menge, die als Eigenbedarf gewertet werden kann. Der Dealer-Trick: Drogenhändler verstecken den Großteil ihres Rauschgiftes in Bunkern wie Mülleimern, Schächten, Baumhöhlen oder unter der Erde. Am Mann haben die Verkäufer meistens nur eine kleine Menge Stoff, die als Eigenbedarf durchgeht und strafrechtlich nicht verfolgt wird.

Hamburg: Dealer kloppen sich im Schanzenpark – kaum Konsequenzen

Dennoch hat der junge Mann, bei dem die Beamten eine kleine Menge Rauschgift fanden, nun eine Anzeige an der Backe. Doch nach einer Stunde werden alle wieder entlassen und das Spiel beginnt von vorne. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

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