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Stau ohne Ende: Hamburg bleibt laut Tjarks jahrzehntelang eine Dauerbaustelle

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Von: Tomasz Gralla

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Hamburg muss sich nach Verkehrssenator Anjes Tjarks auf noch mehr Baustellen und damit einhergehende Staus einstellen – und das für die kommenden Jahrzehnte.

Hamburg – Die Elbmetropole wird langsam zu einer einzigen Dauerbaustelle. Wer gehofft hat, dass es in Hamburg mit dem Verkehr demnächst vorangeht, der wurde spätestens am Mittwochabend des 27. Oktober 2021 zurück auf den Boden der Stau-Tatsachen geholt.

Der Grünen-Politiker und Hamburger Verkehrssenator Anjes Tjarks kündigte bei einer Rede im Überseeclub an, dass umfangreiche Baustellen und Staus das Stadtbild der Hansestadt für die kommenden Jahre bestimmen werden. Dabei handelt es sich nicht wirklich um eine Überraschung, stimmte der 40-Jährige doch erst vor Kurzem die Hamburger auf ein Baustellen-Chaos bis mindestens 2030 ein.

Name:Anjes Tjarks
Geburtstag:12. März 1981 (40 Jahre)
Partei:Bündnis 90/Die Grünen
Senator für:Verkehr und Mobilitätswende

Neue Baustellen und Staus in Hamburg für die nächsten 20 Jahre

Dass in Hamburg gebaut, saniert und modernisiert wird, ist objektiv betrachtet eine gute Sache. Weniger gut, aber fast unausweichlich ist, dass dadurch Staus entstehen. Die Autofahrer in Hamburg haben sich notgedrungen mit den zahlreichen Verkehrsbehinderungen arrangiert – und werden in naher Zukunft auch noch weiter mit diesen leben müssen.

Mindestens 20 Jahre lang würden die geplanten Brückensanierungen in der Millionenstadt laut Tjarks dauern. Diese seien aber absolut notwendig, wie zum Beispiel die Erneuerung der Sternbrücke in Altona. Die Sanierung der Freihafenelbbrücke muss verschoben werden, weil die Deutsche Bahn prüft, ob es nicht sinnvoller wäre, eine neue Elbbrücke zu bauen. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Cremonbrücke abgerissen werden soll, was eine Sperrung der Willy-Brandt-Straße zur Folge hat.

Anjes Tjarks (Bündnis 90/Die Grünen) vor einer Baustelle auf der Autobahn A7 bei Hamburg
Hamburg: Verkehrssenator Anjes Tjarks (Bündnis 90/Die Grünen) prophezeit jahrelang Staus auf den Autobahnen. (24hamburg.de-Montage) © Daniel Bockwoldt/Daniel Reinhardt/dpa

Parallel zu den Brückenarbeiten, die allein schon für Komplikationen im Straßenverkehr sorgen, kündigt der Verkehrssenator auch einen Bahn- sowie Radverkehrsausbau an. Auf lange Sicht sicherlich eine gute Sache, doch auf kurze (wobei 20 Jahre wohl nur aus relativer Sicht als kurz bezeichnet werden können) insbesondere für Autofahrer strapazierend.

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Verkehr in Hamburg massiv beeinträchtigt: Baustellen nicht nur auf der A7 sorgen für Staugefahr

Natürlich darf auch eine neue Baustelle auf der A7 nicht fehlen, der Dauerbaustellenautobahn bei Hamburg. Noch Anfang Oktober gab es auf der A7 aufgrund neuer Sperrungen massive Einschränkungen, die sich nicht selten in einem Stau manifestierten. Doch nicht nur die Autobahn 7 bei Hamburg ist regelmäßig von Stau betroffen, auch die A25 zwischen Hamburg und Geesthacht wird zur Dauerbaustelle und sorgt für das obligatorische Verkehrschaos.

In Harburg drohen – natürlich auch wegen Bauarbeiten – ebenfalls massive Staus, Sperrungen und Umleitungen. Für besonderen Unmut sorgt eine geplante Monster-Baustelle in Wellingsbütteler Weg und Wellingsbütteler Landstaße. Die Straßenarbeiten, so zumindest der aktuelle Plan, sorgen für eine sage und schreibe fünfjährige Dauersperrung. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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