Zeichen für Toleranz

Hamburg in Regenbogenfarben: Wo es in der Hansestadt wunderschön war

  • Christian Einfeldt
    VonChristian Einfeldt
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Hamburg antwortet auf die Ereignisse in Ungarn und lässt die Hansestadt in Regenbogenfarben erstrahlen. Statement für offene Gesellschaft und mehr Toleranz.

Hamburg – Die Berichterstattung rund um das Fußballspiel zwischen Deutschland gegen Ungarn schlug in den vergangenen Tagen große Wellen. Doch nicht das EM-Spiel an sich, bei dem Leon Goretzka ein Zeichen gegen ungarische Homophobie setzte*, bestimmt den medialen Diskurs. Vielmehr sorgt die UEFA, die sich gegen die geplante Aktion aussprach, die Münchner Allianz Arena in Regenbogenfarben aufleuchten zu lassen, für Schlagzeilen. Das Vorhaben sollte eine Solidarität für die LGBTQ-Community sein, doch der EM-Austragungsort blieb blass. In Hamburg wurde es dafür umso bunter.

Regenbogenfarben in Hamburg: Zeichen für Solidarität mit der LGBTQ-Bewegung

Dass Fußball und Politik nicht voneinander getrennt werden können, zeigte der Diskurs der vergangenen Tage eindrucksvoll. Es sollte ein Zeichen für die Solidarität mit der LGBTQ+-Bewegung sein, die sich im Zuge des derzeitigen Pride Months weltweit mit Millionen von Menschen für einen selbstbewussten Umgang der eigenen sexuellen Identität einsetzen. Eine ähnliche klare Botschaft soll auch der CSD 2021 in Hamburg* darstellen.

Gegen Deutschlands EM-Gegner Ungarn, deren Parlament ein Gesetz gegen die mediale Darstellung von Homosexualität und Transsexualität beschloss, sollte die Allianz Arena zur EM 2021 als Protest gegen Orbáns Ungarn in Regenbogenfarben aufleuchten.

Barclaycard-Arena, HafenCity, Elbphilharmonie: Hamburg leuchtet bunt

Doch während die UEFA das Vorhaben verboten hatte, leuchteten am Mittwoch, dem 23. Juni, dennoch vielen deutschen Städten bunter auf. So etwa auch in der Hansestadt Hamburg. Hier gab es gleich zahlreiche Gebäude, die die Hansestadt in Regenbogenfarben erstrahlen ließen. Vor der Barclaycard-Arena hing etwa eine große Regenbogenfahne, die U-Bahn-Station HafenCity Universität leuchtete bunt auf und auch der Skywalk der Hamburger Messehallen symbolisierte ein Zeichen für Weltoffenheit.

Zeichen für Toleranz: Am 23. Juni erstrahlte Hamburg in Regenbogenfarben. (24hamburg.de-Montage)

Bereits am Dienstag, dem 22. Juni, zeigte sich auch das Konzerthaus der Hamburger Elbphilharmonie solidarisch mit der LGBTQ-Community. „Wir sind kein Fußballstadion. Aber Farbe bekennen können wir. Heute erst recht“, heißt es etwa auf der Facebook-Seite der Elbphilharmonie, die am Tag des Fußballspiels ihre Foyers erneut zum Leuchten brachte.

HSV und St. Pauli: Hamburgs Fußballclubs zeigen „gesellschaftliche Verantwortung“

Mit dieser Aktion reihten sich auch die Fußballstadien von Hamburgs Traditionsvereinen HSV und FC St. Pauli ein. Während im Volksparkstadion, der Spielstätte des Hamburger Sportvereins, der nun den Terodde-Nachfolger gefunden hat, insgesamt sechs große Regenbogenfarben auf die Aktion hingewiesen hatten, wehten in St. Paulis Millerntor-Stadion drei bunte Farben.

Starke Worte zur Aktion fand der Fußballclub darüber hinaus auf der Social-Media-Plattform Twitter. Dort sprach sich St. Pauli etwa für eine „gesellschaftlichen Verantwortung“ des Fußballs aus, der für Werte einstehen muss, dass „jeder Mensch lieben kann, wen er will“. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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