Zahlen steigen

Coronavirus in Hamburg: Stadt sucht Ärzte für Impfzentrum Messehallen

  • Laura-Marie Löwen
    vonLaura-Marie Löwen
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Infektionszahlen für Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Fälle steigen an. Hamburg sucht Personal für das Impfzentrum Messehallen.

  • Übersicht: Coronavirus*-Neuinfektionen in Hamburg*, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.
  • Corona-Ausbruch in einem Flüchtlingswohnheim Hamburg-Norderstedt.
  • Infektionszahlen in der Hansestadt weiter auf hohem Niveau – Personal für Impfzentrum Messehallen gesucht.

Update vom 24. November 2020, 11:24 Uhr: Hamburg – Keine Aussicht auf Besserung in Hinblick auf das Infektionsgeschehen in der Hansestadt. Am Dienstag, 24. November 2020 wurden 392 neue Fälle gemeldet, einen Tag zuvor waren es 237 Neuinfektionen. Immerhin: Der Inzidenzwert in Hamburg sinkt von 133,4 auf 131,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Niedersachsen1118 neue Fälle (Stand Montag, 23. November 2020)
Hamburg392 neue Fälle (Stand Dienstag, 24. November 2020)
Schleswig-Holstein121 neue Fälle (Stand Sonntag, 22. November 2020)
Mecklenburg-Vorpommern35 neue Fälle (Stand Sonntag, 22. November 2020)

Coronavirus in Hamburg: Impfzentrum Messehallen sucht Personal – Ärzte sollen Impfungen durchführen

Wie die Mopo berichtet, soll der erste Impfstoff schon ab dem 15. Dezember bereitstehen. Für die Messehallen Hamburg ist ein riesiges Impfzentrum geplant, für welches die Stadt Hamburg bereits über das Jobportal „doctari“ Ärzte sucht. Der Stellenausschreibung zufolge werden diese mit 80 Euro pro Stunde bezahlt. In dem Impfzentrum Messehallen können sich Patienten dann voraussichtlich täglich von 8 bis 20 Uhr impfen lassen. Für die impfenden Ärzte bedeutet dies eine Arbeit im Drei-Schicht-System von 7 bis 21 Uhr.

Die Stadt Hamburg sucht Personal für das neue Impfzentrum in den Messehallen. (24hamburg.de-Montage)

Hamburg Coronavirus: Zahlen steigen zum Wochenbeginn, kaum Besserung in Sicht

Update vom 23. November 2020, 15:29 Uhr: Nachdem die Zahlen am Sonntag stark absanken und Hoffnung zur Wirkung der Maßnahmen gaben, sind sie am Montag wieder stark angestiegen. Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt damit bei 133,4. Mit den 237 am Montag gemeldeten Neuinfektionen gibt es insgesamt 22.939 bestätige Corona-Fälle in Hamburg.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Bevölkerung: 1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Fläche: 755,2 km²
Vorwahl: 040

Während manchen Orts aufgrund eines ominösen Positionspapiers gemunkelt wird, der Lockdown solle viel länger anhalten als ursprünglich bekannt gegeben, ist auf jeden Fall klar, dass bis zum Gipfel am Mittwoch alles nur Möglichkeiten und keine Entscheidungen sind inklusive Böllerverbot und Ausweitung der Maßnahmen bis 20. Dezember.

Hamburg: Erneut Coronavirus in Flüchtlingsheim – Bewohner in Quarantäne

Hamburg – Die Infektionszahlen in Hamburg bleiben weiterhin auf hohem Niveau. Am Donnerstag, 19. November 2020 meldete die Hansestadt 659 neue Fälle, davon sind 16 einem Coronavirus-Ausbruch in einem Norderstedter Flüchtlingsheim zuzuordnen. Am Freitag, 20. November 2020, gehen die Infektionszahlen in Hamburg wieder leicht zurück und die Stadt verzeichnet 362 Neuinfektionen, das sind bereits 173 weniger Fälle als noch am Freitag vor einer Woche. Seit Pandemiebeginn haben sich in Hamburg damit 22.097 mit dem Coronavirus infiziert. Etwa 12.900 gelten nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts wieder als genesen.

Coronavirus in Hamburg: Zahlreiche Personen in Flüchtlingsheim Norderstedt infiziert

Schon wieder hat es ein Flüchtlingsheim getroffen: Nachdem sich zuletzt 70 Personen in einem Flüchtlingsheim in Hamburg-Rahlstedt mit dem Coronavirus infiziert hatten, herrscht nun auch Corona-Alarm in einem Asylantenheim in Norderstedt. Wie das Hamburger Abendblatt berichtetet, betrifft dies eine Einrichtung in der Oadby-and-Wigston-Straße Nord. In der Unterkunft wohnen insgesamt 98 Menschen, 16 Bewohnerinnen und Bewohner davon wurden nun positiv getestet. Dies gab der Infektionsschutz des Kreisgesundheitsamtes am Donnerstag, 19. November 2020, bekannt.

In einem Flüchtlingsheim in Norderstedt haben sich 16 Personen mit dem Coronavirus infiziert (24hamburg.de Montage & Symbolbild)

Der Kreis vermutet, dass sich in dem Flüchtlingsheim noch deutlich mehr Personen infiziert haben, als bisher bekannt. Der Hintergrund: Kinder aus Familien, in denen Mitglieder positiv getestet wurden, hätten miteinander gespielt. Auch infizierte Erwachsene sollen Nicht-Infizierten Kontakt gehabt haben. Da die Wohnsituation im Flüchtlingsheim ohnehin beengend ist und viele Räume gemeinsam genutzt werden, ist diese Annahme nicht unwahrscheinlich.

Coronavirus-Ausbruch in Hamburger Flüchtlingsheim: Bewohner in Quarantäne

Nun steht das gesamte Asylantenheim auf Anordnung der Gesundheitsbehörde unter Quarantäne. Am Freitag, 20. November 2020, sollen erneut alle Bewohner auf das Coronavirus getestet werden. Dolmetscherinnen erklären den Flüchtlingen vor Ort, wie weiter vorgegangen wird. Auf Russisch, Arabisch und Farsi informieren die Mitarbeiterinnen des Kreises über die Quarantäne und das Test-Vorgehen.

Die Ermittlungen laufen weiter. „Wir vertrauen zunächst darauf, dass sich alle Bewohnerinnen und Bewohner an die Auflagen halten“, erklärt Landrat Jan Peter Schröder gegenüber dem Abendblatt. „Sollten wir feststellen, dass dem nicht so ist, werden wir zusammen mit der Stadt zusätzliche Maßnahmen veranlassen, beispielsweise einen Sicherheitsdienst anstellen. Gemeinsames Ziel von Kreis und Stadt ist es, mittels der Quarantäne-Maßnahme das Ausbruchsgeschehen möglichst lokal zu begrenzen.“

Auch in Hamburgs Schulen kam es jüngst zu Coronavirus-Ausbrüchen, 24hamburg.de/hamburg berichtete. An der Ida-Ehre-Schule wurde bei insgesamt 56 Schülern und Lehrern eine Infektion nachgewiesen. Hamburgs Schulsenator Ties Rabe lieferte vier Vorschläge, wie an den Schulen mit der derzeitigen Coronalage umgegangen werden soll. Unter anderem fordert der SPD-Politiker eine erweiterte Maskenpflicht ab Klasse fünf.*24hamburg.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Marcus Brandt/dpa & Bodo Marks/dpa

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