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HVV 49-Euro-Ticket: Wann das Deutschlandticket kommt, wo es gilt

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Von: Kevin Goonewardena

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Der Nachfolger des 9-Euro-Tickets soll das 49-Euro-Ticket, auch Deutschlandticket genannt, werden. Wann es auch im HVV erscheinen soll – und wo es gilt.

Update vom 3. November, 9:16 Uhr: Kunden im HVV können das Deutschlandticket ab sofort kaufen. Während Bestandskunden des HVV nichts weiter tun müssen, können Neukunden das 49-Euro-Ticket schon jetzt auf der Website des Verbandes kaufen: 49-Euro-Ticket im HVV vorbestellen – so geht‘s.

HVV 49-Euro-Ticket: Das Deutschlandticket als Nachfolger

Update vom 2. November, 19:20 Uhr: Jetzt ist es amtlich! Das 49-Euro-Ticket kommt und heißt überraschend „Deutschlandticket“. Das Ticket wird bundesweit gültig sein, darauf haben sich Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsidenten geeinigt.
Die Umsetzung des 49-Euro-Tickets soll nun schnellstmöglich erfolgen. Bereits zum 1. Januar 2023 könnte das 49-Euro-Ticket gültig sein.

Wo kann ich das Deutschlandticket (49-Euro-Ticket) kaufen?

Das Deutschlandticket kann man, wie auch der Vorgänger, direkt beim HVV kaufen. Es wird ein monatliches Abo sein, was man ebenfalls monatlich kündigen kann. Bereits jetzt kann man das Ticket vorbestellen.

HVV 49-Euro-Ticket kommt: Deutschlandticket als 9-Euro-Ticket-Nachfolger

Update vom 13. Oktober um 15:10 Uhr: Die Einführung eines 49-Euro-Tickets, das auch Deutschlandticket genannt wird, rückt wohl näher. Am Donnerstag, dem 13. Oktober, zeigten sich die Länder bereit, eine Kofinanzierung des 9-Euro-Ticket-Nachfolgers zur übernehmen. Die Länder wollen aber weiterhin generell mehr Geld vom Bund zur Finanzierung des Nahverkehrs, dabei geht es um sogenannte Regionalisierungsmittel, betonte zugleich Maike Schaefer (Grüne), Verkehrssenatorin in Bremen.

Name:Hamburger Verkehrsverbund (HVV)
Gründungsdatum und -ort:29. November 1965 in Hamburg
Anzahl Linien (Auswahl):etwa 600 Bus-, 8 Fähr-, 6 S-Bahn-, 4 U-Bahn-Linien
Anzahlö Haltestellen:mehr als 10.000 (inklusive Bus)

HVV 49-Euro-Ticket: Das ist über den 9-Euro-Ticket-Nachfolger bekannt

Erstmeldung vom 13. Oktober um 13:36 Uhr: Hamburg – Der Erfolg des 9-Euro-Tickets als Teil des sogenannten Entlastungspaket II der Bundesregierung ist hinreichend belegt. Alleine im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) wurden 3,5 Millionen der günstigen Fahrkarten zwischen dem 01. Juni und dem 31. August 2022 abgesetzt. Hinzu kamen noch mehr als 650.000 bestehende HVV-Abos, die für den Aktionszeitraum in 9-Euro-Tickets umgewandelt wurden. „Um an diesen Erfolg anzuknüpfen und klimafreundliche, günstige sowie bedarfsgerechte Mobilität weiter zu stärken, sollte das Nachfolgeticket preislich attraktiv, bundesweit im Nah- und Regionalverkehr gültig und niedrigschwellig digital zu erwerben sein“, sagte dann auch Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Viele fragen sich jetzt: Wann das 49-Euro-Ticket kommt, wo der 9-Euro-Ticket-Nachfolger gilt.

Das Klimaticket Deutschland für 49 Euro  vor einer Hochbahn der hvv in Hamburg
Das 49 Euro teure Klimaticket Deutschland soll der Nachfolger des beliebten 9-Euro-Tickets werden. © Manfred Segerer/Wolfgang Maria Weber/imago/Montage

HVV-Sprecherin Silke Seidel gab gegenüber dem Hamburger Abendblatt an, dass es derzeit 680.000 Abonnenten im HVV gebe. Von der Einführung des 49-Euro-Tickets würden viele stark profitieren, so Seidel. Bundesverkehrsminister Volker Wissing sprach am Randes des Treffens von Vertretern der Ampel-Koalition und den 16 Bundesländern davon, dass das 49-Euro-Ticket sein „Wunsch“ sei und ihm die Preisgestaltung des Tickets gelegen komme. Das berichtet heise.de. Auch der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) hatte sich bereits in der Vergangenheit für ein 49-Euro-Ticket ausgesprochen.

HVV 49-Euro-Tickett: Wo gilt das die neue Fahrkarte?

Ein Vorteil des neuen 49-Euro-Tickets hat bereits das 9-Euro-Ticket gezeigt: Auch der Nachfolge soll in Bussen und Bahnen im Nahverkehr gelten. Also in allen lokalen sowie regionalen Busse und Bahnen (Straßenbahn/U-Bahn, S-Bahn, Regionalzüge) und das bundesweit. Im Fernverkehr wird das 49-Euro-Ticket jedoch keine Gültigkeit besitzen. Auch bei dem 9-Euro-Ticket war die Nutzung von ICE / IC und EC-Zügen ausgeschlossen.

HVV 49-Euro-Ticket: So viel sparen Kunden vom HVV mit dem 49-Euro-Ticket

Das Abendblatt zeigt anhand einiger Beispiele an, wie viel HVV-Kunden durch die Einführung eines 49-Euro-Tickets im Vergleich zu ihrem derzeitigen Abo sparen würden. Alleine zwei Tarifzonen würden derzeit in der Vollzeitabovariante 58,50 Euro kosten, drei bereits 81,56 Euro und der Tarifbereich „Ringe AB“, der den Kern der Stadt bildet, 93,70 Euro.

Am stärksten würden die HVV-Kunden profitieren, die am meisten für ihr Monatsticket ausgeben: 214,80 Euro fallen nach Angaben der Zeitung maximal für ein Vollzeitmonatsabo im HVV an. Erste Berechnungen zeigen: Hamburger sparen im HVV mit dem 49-Euro-Ticket bis zu 2000 Euro jährlich.

HVV 49-Euro-Ticket: Gemischte Reaktionen zum Nachfolger vom 9-Euro-Ticket: Kritik vom BUND, Lob von SPD Hamburg

Die Naturschutzorganisation BUND kritisierte den Preis des geplanten Tickets. 49 Euro seien für viele Menschen immer noch zu viel. Der BUND Hamburg fordert deswegen ein 29-Euro-Ticket mit ergänzendem Sozialticket. Der Anreiz von dem Auto auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, argumentiert der BUND weiter, sei bei einem Preis von 49 Euro für den 9-Euro-Ticket-Nachfolger für viele wahrscheinlich auch nicht mehr hoch genug.

Der Hamburger SPD-Abgeordnete Ole Thorben Buschhüter sieht das anders. Er betont, dass für viele Hamburger und Hamburgerinnen der angedachte Preis von 49 Euro eine große Ersparnis darstellen würde. „Außerdem hätte die bundesweite Gültigkeit einen großen Mehrwert, denn Tarifgrenzen zählen dann nicht mehr“, so Buschhüter im Abendblatt über einen weiteren Vorteil des 9-Euro-Ticket-Nachfolgers. Auch die Grünen und die FDP in Hamburg sprachen sich bereits für ein 49-Euro-Ticket aus.

49-Euro-Ticket im HVV kaufen: Wo es das Ticket zu kaufen gibt

Wie Radio Bremen bezieht sich auch die Rheinische Post in ihrem Bericht zum 49-Euro-Ticket auf das bereits durchgesickerte Eckpunktepapier zum 9-Euro-Ticket-Nachfolger. In der Tageszeitung heißt es bezogen auf den Erwerb des 9-Euro-Ticket-Nachfolgers, dass dieses als Jahresabo angeboten werden solle.

Ein Jahresabo des Deutschlandticket würde demnach 588 Euro kosten. Das Ticket soll laut der Rheinischen Post sowohl online als auch analog an Fahrkartenautomaten oder in Kundenzentren angeboten werden.

HVV 49-Euro-Ticket: Das gilt für Abo-Kunden

Alles andere als erhebliche Ersparnisse für die Abonnenten der Verkehrsverbände wäre bei dem extrem günstigen Preis des 9-Euro-Tickets eine Überraschung gewesen. Doch auch von der Einführung des Deutschlandtickets werden die allermeisten Kunden im HVV profitieren. Das hat eine Analyse des Fachportals nahverlehrhamburg.de ergeben. Wie viel Geld Abonnenten im HVV durch den Kauf des 49-Euro-Tickets sparen können, hängt von dem Abo-Tarif ab. Als Faustregel gilt: je größer der Geltungsbereich des Abos, desto höher der aktuelle Abo-Preis und damit die Ersparnis durch das Deutschlandticket.

Deutschlandticket: Studenten und das 49-Euro-Ticket

Auch Studenten können durch das 49-Euro-Ticket sparen und auch hier hängt die Antwort auf die Frage, ob und wenn ja, wie viel Geld gespart werden würde, von unter anderem den Kosten des Semestertickets ab, das allgemein durch den Semesterbeitrag finanziert wird. Der ist von Uni zu Uni unterschiedlich. Von der Universität Hamburg werden aktuell zum Wintersemester 2022/23 337,50 Euro erhoben. Zwar wird von dem Geld mehr als das Semesterticket finanziert, dennoch würden auf einen Monat gerechnet 56,25 Euro Semestergebühern in Hamburg anfallen, die eben auch für das Ticket aufgewendet werden würden.

Das 49-Euro-Ticket wäre so gesehen günstiger. Das 49-Euro-Ticket hätte für Hamburger Studenten allerdings noch einen anderen Vorteil: die bundesweite Gültigkeit. Denn auch wenn das Deutschlandticket gar nicht bundesweit genutzt werden sollte, sondern nur im HVV, kämen Hamburger Studenten damit günstiger weg, als mit dem Semesterticket. Denn das Semesterticket ist in Hamburg noch nicht einmal im Gesamtbereich des HVV gültig – während das Semesterticket an vielen Universitäten in NRW nicht nur in einem Verband, sondern im gesamten Bundesland nutzbar ist und damit schon jetzt erhebliche Einsparungen bringt.

49-Euro-Ticket Deutschland: Wann ist der 9-Euro-Ticket-Nachfolger erhältlich?

Damit der Nachfolger des 9-Euro-Tickets angeboten werden kann, müssen nicht nur Bund und Länder eine Einigung über die Eckdaten der günstigen Fahrkarte erzielen. Auch die Verkehrsverbände wie der Hamburger Verkehrsverbund HVV sind gefragt und müssen entsprechende Voraussetzungen schaffen – unabhängig davon, ob es sich bei dem Nachfolgeangebot um ein 49-Euro-Ticket oder eine Fahrkarte zu einem anderen Preis handelt.

Dazu gehört etwa die Umstellung der Automaten und Systeme in Kundenzentren und anderen Verkaufsstellen. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) sprach von der Einführung zum 01. Januar 2023 als wünschenswert. Wann das 49-Euro-Ticket also kommt, ist noch nicht endgültig klar, berichtet auch kreiszeitung.de.

49-Euro-Ticket: Wird ein Abo automatisch umgestellt?

Nach Einführung des 9-Euro-Tickets wurden deutschlandweit die Abos der Kunden der mehr als 60 Verkehrsverbände automatisch auf den günstigen Monatsbeitrag umgestellt. Bei dem 49-Euro-Ticket wird das nicht der Fall sein. Kundinnen und Kunden müssen also bestehende Abos kündigen und das 49-Euro-Ticket, das ausschließlich im Abo erhältlich sein wird, abonnieren. Das 49-Euro-Ticket wird ab Abo-Abschluss ein Jahr lang gültig sein, da es sich bei dem 49-Euro-Ticket um ein jahresabo handeln wird.

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9-Euro-Ticket-Nachfolger: Die Mitnahmereglungen des 49-Euro-Tickets

Laut dem Business Insider soll das 49-Euro-Ticket nicht übertragbar sein. Damit das 49-Euro-Ticket nicht übertragen werden kann, soll es personalisiert werden. Kinder bis zu 6 Jahren sollen auf dem Deutschlandticket allerdings kostenlos mitgenommen werden können, heißt es.

Kosten müssen geklärt werden: Wer finanziert das 49-Euro-Ticket?

Bei der Finanzierung des 49-Euro-Tickets liegen beide Seiten weiterhin unverändert auseinander. Volker Wissing möchte das Ticket aus den sogenannten Regionalisierungsmitteln finanzieren und diese um 1,5 Milliarden Euro aufstocken. Er verlangt von den Ländern eine Beteiligung an den Kosten in mindestens gleicher Höhe.

Sozialticket: Kommt die Ergänzung zum 49-Euro-Ticket oder nicht?

Ob es zusätzlich zu dem Klimaticket auch ein Sozialticket für Studierende und Schüler in Höhe von 29 Euro geben wird, ist ebenfalls unklar. Das berichtet der rbb. Dieses würde nach Einschätzungen von Bundesverkehrsminister Wissing weitere drei Milliarden Euro kosten, heißt es dort weiter.

Die Länder hingegen fordern nicht nur mehr Geld für das Klimaticket vom Bund, sie sprechen sich auch gegen eine Verknüpfung von Regionalisierungsmitteln respektive deren Erhöhung und der Finanzierung des 49-Euro-Tickets aus. Sie wollen zusätzliches Geld für den dringend benötigen Erhalt und Ausbau des Schienennetzes.

Deutschlandticket: So soll das 49-Euro-Ticket heißen

Während durch die Medien der Begriff „Klimaticket Deutschland“ für den 9-Euro-Ticket-Nachfolger geistert, soll Wissing den Namen „Deutschlandticket“ bevorzugen. Dass das immer noch günstige Nachfolgeangebot der Aktionsfahrkarte statt „Klimaticket Deutschland“ oder einen ganz anderen Namen „Deutschlandticket“ heißen wird, steht seit der Einigung von Bund, Ländern und Verkehrsbetrieben zum 49-Euro-Ticket am Mittwoch, 02. November 2022, nun endgültig fest.

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