Notarzt kam im Hubschrauber angeflogen

Hamburger will Waffe reinigen – und schießt sich ins Gesicht

  • Johanna Ristau
    vonJohanna Ristau
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Dieser Schuss ging gewaltig nach hinten ... äh vorne los! Ein Mann hat sich beim Reinigen seiner Gaspistole versehentlich ins Gesicht geschossen.

  • Mann in Hamburg-Hausbruch will Waffe reinigen.
  • Er vergisst, vorher Magazin und Patrone zu entnehmen.
  • Dann schießt er sich versehentlich ins Gesicht.

Hamburg – In einem Wohnhaus im Hamburger Stadtteil Hausbruch (Kreis Harburg, zwischen Neugraben-Fischbek und Moorburg) hat ein Mann am Montagnachmittag, 27. Juli 2020, gegen 16 Uhr einen Schuss ausgelöst.

Stadtteil:Hausbruch
Fläche: 11,2 km²
Einwohner: 17.036 (31. Dez. 2019)
Bezirk: Harburg
Höhe: 79 m ü. NHN

Hamburg-Hausbruch: Mann will Gaspistole reinigen und schießt sich dabei versehentlich ins Gesicht

Was war passiert? Wie die Feuerwehr 24hamburg.de* mitteilt, habe der Mann eigentlich nur seine Gaspistole reinigen wollen, dabei allerdings versehentlich einen Schuss ausgelöst. Grund: Er hatte vergessen, das Magazin und die Patrone zu entnehmen. Dann löste sich der Schuss und ging mitten ins Gesicht! Der Hamburger bekam eine dicke Ladung Reizgas ins Gesicht.

Ein Mann im Hamburger Stadtteil Hausbruch wollte seine Gaspistole reinigen und schoss sich versehentlich ins Gesicht (Symbolbild).

Drei Fahrzeuge rückten zu seinem Haus, einem Wohnblock am Luhering, aus, um ihn zu retten. Neben Feuerwehr- und Rettungswagen kam auch noch ein Notarzt im Hubschrauber herbeigeflogen. Doch der Pech-Schütze kam mit einem „blauen“ und vor allem gereizten Auge davon. Er klagte lediglich über eine starke Augenreizung, wie die „Mopo“ schreibt. Nun prüfen die Behörden, ob der Mann überhaupt im Besitz eines kleinen Waffenscheins ist, der ihn zum Führen einer solchen Gaspistole befugt.

Wie reinigt man eine Schreckschusspistole? Das müssen Sie beachten

Damit Ihnen nicht dasselbe Malheur wie dem Mann aus Hamburg-Hausbruch widerfährt, sollten Sie sich mit folgenden Schritten zum Reinigen Ihrer Schreckschusspistole vertraut machen.

  • Nehmen Sie das Magazin heraus.
  • Schlitten an der Schreckschusspistole abnehmen.
  • Sprühen Sie jetzt Waffenöl in die Systemgruppe (Bereich, zu dem auch der Hahn gehört), in die Abzugsgruppe und in die Schlagbolzengruppe.
  • Das überschüssige Öl anschließend abtropfen lassen und mit einem sauberen Tuch vorsichtig abwischen.
  • Reinigen Sie auch den Lauf der Schreckschusswaffe – zum Beispiel mit einem Pfeifenreiniger.
  • Polieren Sie dann die Laufflächen des Schlittens mit Waffenöl.
  • Dann können Sie ihre Waffe wieder zusammensetzen und eventuell Ölreste an den Außenflächen abwischen.

Auch Deutschrapper Haftbefehl hat sich aus Versehen selbst angeschossen

Mit dem versehentlichen Schuss ist der Mann aus Hausbruch nicht alleine. Auch Deutschrapper Haftbefehl (34, bürgerlich Aykut Anhan) hat neulich aus Versehen einen Schuss abgefeuert. Dieser traf den „Brudi namens Fuffi“-Interpreten am Unterschenkel. Der Rapper kam ins Klinikum Darmstadt, wo er operiert und versorgt wurde und bedankte sich auf Instagram: „Ich wollte mich bei dem ganzen Team vom Klinikum Darmstadt bedanken, besonders beim Oberarzt und den ganzen Schwestern. Vielen Dank, Sie haben sich super gekümmert."

Dann zeigte er seinen Fans die Wunde: „Hier vorne ist so ein großes Loch, nur damit ihr Bescheid wisst. Da ist ein Schwamm drin und der saugt den ganzen Dreck raus, damit die neuen Zellen von unten wachsen und mein Muskel sich wieder aufbaut“, erzählte der Rapper in der Instagram-Story seiner Frau Nina Anham und erklärte: „Die Kugel ist von hier oben rein.“

Wie die „Hessenschau“ berichtet, stand „Hafti“ zum Zeitpunkt des Schusses unter Drogen- und Alkoholeinfluss, was auch zum Ort des Geschehens, dem Frankfurter Bahnhofsviertel, passt. Mittlerweile geht es dem Offenbacher mit türkischen Wurzeln wieder besser. „Hamdullah (arabisch für Gott sei Dank, Anmerkung der Redaktion) mir geht‘s gut! Nächste Woche neue Single mit Milonair JA!Nein!“, twitterte er munter am 19. Juli. Nur acht Tage nach dem gefährlichen Zwischenfall stand er zudem für ein Autokonzert in Karlsruhe schon wieder auf der Bühne – ganz schön zäh, dieser Haftbefehl. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Carsten Rehder/dpa

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