Will nicht aus dem Gefängnis frei

Bekloppter schlägt Schaffner blutig – Polizisten attackiert

Metronom von außen. Reinmontiert: Hände mit Handschellen hinterm Rücken.
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Ein Mann attackierte in einem Metronom-Zug bei Hamburg einen Kontrolleur. Später haut er einen Polizisten. (24hamburg.de-Collage)
  • Fabian Raddatz
    vonFabian Raddatz
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Ein Aggro-Fahrgast sorgt in der Nacht zu Sonntag für viel Ärger und Schmerzen. Im Metronom schlägt er erst einen Schaffner, dann greift er Polizisten an.

Hamburg – Wie die Polizei berichtet, fährt der 35-jährige Georgier in der Nacht zu Sonntag, 7. März 2021, gegen 03:30 Uhr in einem Metronom zwischen Hamburg-Harburg und dem Hauptbahnhof. Bereits da fällt er durch sein lautes und aggressives Verhalten anderen Fahrgästen auf. Die rufen einen Zugbegleiter.

Als der den Fahrschein des Aggro-Fahrgastes sehen will, tickt der Mann aus: Er holt mit seiner Umhängetasche aus und haut sie mit voller Wucht den Schaffner gegen den Arm. So heftig, dass der Bahn-Angestellte vor Schmerzen schreit und Blut fließt. Der Schaffner ruft die Polizei um Hilfe – und die kommt auch. Später muss der Zug-Kontrolleur im Krankenhaus behandelt werden.

Die alarmierten Beamten durchsuchen den Schläger am Bahnsteig, er kann sich nicht ausweisen. Die Polizisten wollen ihn aufs Revier bringen, doch der 35-Jährige wehrt sich heftig, versucht, sich loszureißen. Dann klicken die Handschellen. Doch damit ist die Geschichte noch nicht vorbei.

Nachdem die Einsatzkräfte seine Identität festgestellt haben, wollen sie ihn eigentlich wieder laufen lassen. Als sie ihn zur Tür bringen, tickt der Mann plötzlich wieder aus. Er prügelt auf einen Polizisten ein, ein Schlag trifft den Beamten am Rücken. Bevor er weiter schlagen kann, nageln ihn die Polizisten fest – und stecken ihn in die Zelle.

Nach einigen Stunden, als der Schläger sich wieder beruhigt hatte, wollen ihn die Beamten entlassen – doch der Mittdreißiger weigert sich zu gehen. „Er hatte augenscheinlich Gefallen am Dasein als Zelleninsasse gefunden“, so ein Polizeisprecher. Die Beamten halfen nach und beförderten den Mann vor die Tür – wo er dann seines Weges ging.

Gegen ihn wurden Ermittlungsverfahren wegen Erschleichens von Leistungen, gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie tätlichen Angriffs eingeleitet. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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