Speichel-Attacke

Coronavirus-Alarm im Hamburger Hauptbahnhof: Betrunkener Brite bespuckt DB-Mitarbeiter

  • Laura-Marie Löwen
    vonLaura-Marie Löwen
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Ein skurriler Vorfall ereignete sich am 28. April am Hamburger Hauptbahnhof. Ein Mann sorgte durch dieses dreiste Verhalten für jede Menge Aufruhr und wird dadurch zum Coronavirus-Verbrecher.

  • Eine außergewöhnliche Szene geschah am Dienstag am Hamburger Hauptbahnhof.
  • Ein 59-jähriger Brite verhielt sich äußerst asozial – die Bundespolizei Hamburg musste einschreiten.
  • So endete die Geschichte für den Störenfried.

Hamburg – Gegen Mittag am Dienstag, 28. April störte ein Mann reisende Gäste im Hauptbahnhof Hamburg. Die Situation spitze sich noch weiter zu: Als ein DB-Mitarbeiter den Briten ermahnte und des Bahnhofs verweisen wollte, wurde der Störenfried angriffslustig. Selbst gegenüber der Bundespolizei setzte er sich zur Wehr. Der Fall wurde erst Tage später bekannt. Glücklicher lief es für die Kollegen der Polizei in Billstedt: Sie mussten für einen Drogenfund nur über die Straße gehen.

Hauptbahnhof Hamburg: DB-Mitarbeiter verweist Briten wegen unangemessenem Verhalten

Wie es die Bundespolizei berichtet, verhielt sich am Dienstagmittag ein 59-jähriger britischer Staatsangehöriger am Südsteg des Hauptbahnhofes äußerst auffällig: Er belästigte mehrere Reisende, indem er sich ihnen auf aufdringliche Weise näherte. Die Coronavirus-Sars-Cov-2-Beschränkungen ignorierte er vollkommen: Der Brite trug weder einen Mundschutz, noch hielt er sich an die 1,5 Meter Abstandsregelung. Die Reisenden fühlten sich vor allem dadurch belästigt, dass der Mann man wild um sich spuckte. Daraufhin informierten sie einen Mitarbeiter der DB Sicherheit. Doch das hielt den 59-Jährigen nicht ab, ganz im Gegenteil: Er bespuckte sogar den 41-jährigen DB-Mitarbeiter mit blutigem Speichel und schlug um sich.

Beamte der Bundespolizei waren gerade auf Streife im Hamburger Hauptbahnhof und wurden so auf den spuckenden Mann aufmerksam.

Coronavirus-Sars-CoV-2-Verbrechen: Bundespolizei schreitet nach Spuck-Attacke ein

Schließlich wurden auch Beamte der Bundespolizei, die sich gerade auf Präsenzstreife befanden, auf den Vorfall aufmerksam und verlangten die Papiere des Unruhestifters. Dieser wollte sich aber nicht ausweisen - daraufhin brachten ihn die Polizisten zur Wache. Auf dem Weg dahin leistete der 59-Jährige erneut vehement Widerstand, sodass ihn die Ordnungshüter zu Boden bringen und fesseln mussten. Der britische Staatsangehörige trat um sich und versuchte, die Beamten anzuspucken. Daraufhin ergriff die Polizei weitere Maßnahmen: Ihm wurde ein Mundschutz aufgesetzt, er wurde festgenommen und schließlich mit einem Streifenwagen zum Bundespolizeirevier am Hamburger Hauptbahnhof gebracht.

Bundespolizei Hamburg: So endete die Geschichte für den spuckenden Mann

Nachdem der alkoholisierte 59-Jährige auf dem Polizeirevier untersucht worden war, musste er wieder entlassen werden, denn gegen ihn lagen keine Haftgründe vor. Dennoch: Die Bundespolizei hat ein strafrechtliches Verfahren gegen den Mann eingeleitet - wegen Verdacht auf Körperverletzung sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Mit weiteren Nachforschungen ist der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg beauftragt.

Rubriklistenbild: © Sebastian Widmann/picture alliance/dpa

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