1. 24hamburg
  2. Hamburg

Hamburg handelt: Teile der Messehallen werden Unterkunft für Ukraine-Flüchtlinge

Erstellt:

Von: Jan Knötzsch

Kommentare

Die Zahl der Menschen, die vor dem Ukraine-Krieg nach Hamburg flüchten, wird immer größer. Die Stadt reagiert und schafft neue Unterkünfte für die Geflüchteten.

Hamburg – Es werden mehr. Immer mehr. Und das Ende ist noch nicht einmal im Ansatz absehbar. Wie auch? Der Krieg in der Ukraine* hat gerade erst begonnen. Doch die Menschen aus der Ukraine flüchten verständlicherweise bereits jetzt reihenweise vor dem Krieg und dem Leid, das in ihrer Heimat passiert. Die ersten Flüchtlinge sind bereits kurz nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges in Hamburg angekommen. Und die Stadt bereitet sich ebenso wie der gesamte Norden auf weitere Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine vor.

Und dabei handelt Hamburg jetzt groß und entschlossen: Ein Teil der Hamburger Messehallen wird zur Unterkunft für die Kriegsflüchtlinge.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Einwohner:1.852.478
Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Zahl der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine steigt – so lange sollen Teile der Messehallen in Hamburg zur Unterkunft werden

Inzwischen ist nicht nur die Frage präsent, wie Hamburgerinnen und Hamburger den Flüchtlingen des Ukraine-Kriegs eine private Unterkunft anbieten können, sondern auch eine andere: Wo kommen all die Flüchtlinge, die dem Ukraine-Krieg in die Hansestadt Hamburg entkommen sind, unter? Waren es zuletzt noch 176 Geflüchtete, die die Innenbehörde der Stadt Hamburg meldete, ist diese Zahl inzwischen weit nach oben gestiegen. Am Freitag, 4. März 2022, gibt die Innenbehörde die Zahl bereits mit insgesamt 55 Flüchtlingen vor dem Ukraine-Krieg an, die im Ankunftszentrum in Hamburg-Rahlstedt erfasst worden sind.

Eingangsbereich zu den Messehallen in der Hansestadt Hamburg
Ein Teil der Messehallen soll für einen begrenzten Zeitraum zur Unterkunft für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine werden. © Chris Emil Janßen/imago

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, haben sich seit Donnerstag, 3. März 2022, somit weitere 145 Menschen in der Einrichtung in Rahlstedt gemeldet, die rund um die Uhr geöffnet ist. Um der Menge der Flüchtlinge aus dem Ukraine-Krieg – sie dürfen übrigens kostenlos den HVV in Hamburg nutzen – überhaupt irgendwie Herr werden zu können, sei bereits das Personal im Ankunftszentrum, das sich im Bargkoppelweg 66 befindet, aufgestockt worden, wie die Innenbehörde am Freitag mitgeteilt hat. Doch das ist nicht alles, was die Stadt Hamburg für die Flüchtlinge des Ukraine-Kriegs plant und vorbereitet.

Messehallen werden Unterkunft für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine – auch an weiterem Standort sollen sie unterkommen können

Denn wie mehrere Hamburger Medien unisono berichten und auch die Innenbehörde bestätigt, wird in der Hansestadt Hamburg, wo es am Donnerstag, 3. März 2022, eine große Demo gegen den Ukraine-Krieg gegeben hat und am Samstag, 5. März 2022, eine weitere Anti-Ukraine-Krieg-Demo stattfinden soll, ein Teil der Messehallen mitten in der Stadt zu einem Anlaufpunkt und einer Unterbringung für Menschen werden, die vor dem Krieg in der Ukraine nach Hamburg geflüchtet sind. Allerdings nicht dauerhaft, sondern vorerst nur befristet bis zum 15. April 2022. In den Messehallen soll es möglich sein, bis zu 950 Menschen aufzunehmen. Vor Ort übernimmt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) den Betrieb.

24hamburg.de-Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Geöffnet werden soll der Teil der Messehallen, der für die Flüchtlinge aus dem Ukraine-Krieg vorgesehen ist, am Montag, 7. März 2022. „Die Stadt hat entschieden, für einen Übergangszeitraum von rund sechs Wochen auch Teile der Hamburger Messehallen für eine erste Versorgung der Ankommenden zu nutzen”, heißt es seitens der Innenbehörde. Zudem wird auch an der Schanckenburgallee – gar nicht so weit weg vom Volksparkstadion des Hamburger SV also – ein weiterer Standort vorbereitet, der Kriegsflüchtlinge aufnehmen kann. Ab Ende März sollen dort bis zu 900 Menschen Unterkunft finden können. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare