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Angst vor Klima-Blockade – Polizei muss derzeit den Hafen schützen

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Von: Sebastian Peters

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Die Köhlbrandbrücke war bereits häufiger Ziel von „Klima-Blockaden“. Auch am 18.03.2021 wurde die Brücke von Aktivisten blockiert.
Die Köhlbrandbrücke war bereits häufiger Ziel von „Klima-Blockaden“. Auch am 18. März 2021 wurde die Brücke von Aktivisten blockiert. (Archivbild) © Sebastian Peters

Das sogenannte System Change Camp sorgt für mächtig Anspannung bei der Polizei Hamburg. Mehrere wichtige Knotenpunkte im Hafen werden geschützt.

Hamburg – Die Polizei Hamburg wollte das System Change Camp gerichtlich verbieten lassen, scheiterte allerdings mit einer Klage vor Gericht. Erwartet werden bis zu 6000 Teilnehmer. Dahinter steht ein Bündnis aus gut 30, teils vom Verfassungsschutz als linksextrem eingestuften Gruppen. Bereits vor dem offiziellen Start am Dienstag, 09. August 2022, haben sich Aktivsten von der Elbphilharmonie abgeseilt. Auf Bannern, die ausgerollt wurden, stand unter anderem: „Exit gas now!“ („Gasausstieg jetzt!“).

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Was ist das besondere am Hamburger Hafen? Der Hafen in Hamburg ist der größte Seehafen in Deutschland und hat somit eine globale Bedeutung. Rund 10.000 Schiffsanläufe pro Jahr finden im Hamburger Hafen statt. Knappn 300 Liegeplätzen sind im gesamten Hafen verteilt. Insgesamt umfasst die Kaimauer eine Länge von 43 Kilometern.

Aktivisten rufen zur Blockade des Hamburger Hafens auf: „gezielten Unterbrechung von Lieferketten“

Inzwischen geht die Polizei wohl davon aus, dass noch weitere „Störungen“ im Hamburger Hafen zu erwarten sind. Am frühen Dienstagmorgen, 09. August 2022, wurde bereits die Köhlbrandbrücke im Herzen des Hafens von dutzenden Polizeikräften bewacht. An beiden Brückenseiten standen gleich mehrere Einheiten der Polizei und sorgten dafür, dass der Betrieb im Hafen störungsfrei ablaufen kann. Auch weitere Knotenpunkte im Hafen standen am Dienstag unter Polizeischutz.

Auch auf der Elbe sollen gleich mehrere Polizeiboten der Wasserschutzpolizei Patrouillenfahrten durchführen. Allerdings wollte die Polizei beide Einsätze gegenüber 24hamburg.de nicht bestätigen. Hintergrund könnte sein, dass die Einsatzkräfte ihre Einsatztaktik gegen eine mögliche Störaktion nicht verraten möchte.

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Man rufe daher zum kollektiven Widerstand in Form der gezielten Unterbrechung von Lieferketten im Hamburger Hafen auf.

Aufruf von Bündnis „…UMS GANZE!“

Inzwischen ruft das Bündnis „…UMS GANZE!“ zur „Blockade des Hamburger Hafens“ auf. „Die Logistik im Hafen bietet vielfältige Möglichkeiten den Normalvollzug der Klimazerstörung zu unterbrechen“, so der Aufruf von „…UMS GANZE!“. Woher die Aktivisten kommen, ist auch kein Geheimnis. Ausgangspunkt ist das System Change Camp am Altonaer Volkspark.

An dem Camp nehmen zahlreiche linke und klimapolitische Gruppierungen teil. Teils sogar aus dem Ausland. Auch das Bündnis „…ums Ganze!“ ist Teil des System Change Camp in Hamburg. Unbekannt ist das Bündnis der Polizei Hamburg nicht. Bereits im Jahr 2017 blockierten zahlreiche Aktivisten den Hamburger Hafen. Damals anlässlich des G20-Gipfels.

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