Branche in der Krise

Hamburger Hafen: Wann können Sie wieder auf AIDA-Kreuzfahrt?

  • Laura-Marie Löwen
    vonLaura-Marie Löwen
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Kreuzfahrt-Fans müssen sich noch gedulden: AIDA Cruises verlängert seine Kreuzfahrt-Pause bis Anfang März. Hintergrund ist der geltende harte Corona-Lockdown.

  • Coronavirus-Pandemie trifft auch Kreuzfahrtbranche stark.
  • Aida Cruises führt vorerst weiterhin keine Kreuzfahrten durch.
  • Wann sind Kreuzfahrten ab Hamburg wieder möglich?

Hamburg – Seit vielen Monaten herrscht Kreuzfahrt-Stillstand im Hamburger Hafen. Und der dauert vorerst auch noch weiter an. Der Kreuzfahrt-Riese AIDA Cruises verlängert seine Corona-Pause um einige Wochen.

Hafen Hamburger Hafen
Gründung7. Mai 1189, Hamburg
InhaberHamburg Port Authority AöR
HafentypTidehafen
Piers/KaisBurchardkai, Tollerort, Altenwerder, Eurogate (alle für Container)
BetreiberHamburg Port Authority AöR, Hamburger Hafen und Logistik

Hamburger Hafen: Aida führt wegen Corona weiterhin keine Kreuzfahrten durch

Dieser Beschluss war angesichts des harten Lockdowns und der steigenden Corona-Zahlen in Hamburg absehbar. Dabei sollten die Aida-Schiffe ursprünglich schon ab Mitte Januar wieder in Richtung Kanarische Inseln schippern, berichtet der NDR. Stattdessen verlängert die Rostocker Kreuzfahrtreederei seine Kreuzfahrtpause bis mindestens zum 6. März 2021. Das Unternehmen hoffe, seinen Betrieb „nach einer deutlichen Entspannung des Infektionsgeschehens in Deutschland“ wieder aufnehmen zu können.

Im März peilt Aida Cruises dann Kreuzfahrten in Nordeuropa, um die Kanaren und im Mittelmeer an. Gäste, deren Reisen nicht wie ursprünglich geplant stattfinden, würden umgehend informiert, heißt es seitens des Unternehmens. Umbuchungen sollen möglich sein. Reisen sind auf der Website des Kreuzfahrtanbieters auch weiterhin buchbar. Seit Weihnachten kämpfte Aida mit technischen Problemen, seit Freitag, 8. Januar 2021 sei das Unternehmen wieder per Telefon und E-Mail erreichbar.

Bis im Hamburger Hafen wieder Kreuzfahrschiffe ablegen, dürfte es noch einige Zeit dauern. (24hamburg.de-Montage)

Kreuzfahrten in der Corona-Krise: Branche blickt mit Zuversicht in das Jahr 2021

Obwohl es im August und September 2020 ein kurzes Aufatmen in der Kreuzfahrtbranche gab, sind viele Unternehmen stark von der Corona-Pandemie gebeutelt. Und auch momentan ist noch keine Besserung der Pandemie-Lage in Aussicht: Die Zahlen steigen, die Regeln werden strenger. Trotzdem herrscht in der Branche Optimismus: Viele Kreuzfahrtunternehmen blicken voller Zuversicht in die nächsten Monate und planen fleißig die Saison 2021.

„Am 11. Mai startet unser erstes Schiff von Kiel aus in die neue Saison und soweit es möglich ist, wollen wir zurück zur Normalität“ teilte Friederike Grönemeyer von der Hamburger Reederei TUI Cruises dem NDR mit. Ausgeklügelte Sicherheitskonzepte sollen es möglich machen. „Um die strengen Hygienemaßnahmen einhalten zu können, dürfen nur maximal 60 Prozent der Passagiere an Bord. Die Nachfrage auf die Plätze ist gut“, erklärt sie weiter. Der Plan: 28 Schiffe sollen in diesem Jahr ablegen. Das entspricht dem Niveau aus der Vor-Corona-Zeit. Einen ähnlichen Neustart plant die Reederei Hapag Lloyd Cruises: Zehn Luxusdampfer sollen ablegen, ebenfalls mit einer Passagierauslastung von 60 Prozent.

Kreuzfahrten in Corona-Zeiten: Testpflicht und Hygienekonzept

Doch was passiert, wenn nun doch ein Passagier an Bord an Corona erkrankt? Für diesen Fall haben einige Reedereien bereits einen Notfallplan vorgesehen: Sobald ein Gast an Bord typische Symptome aufweist, kann dieser kostenlos vom Schiffsarzt untersucht werden. Falls ein Corona-Test positiv ausfällt, so wird der oder die Betroffene direkt von Bord geholt, beispielsweise mit einem Notfallhubschrauber. Zum Sicherheitskonzept einiger Unternehmen gehören außerdem neue Belüftungssysteme sowie eine regelmäßige Reinigung und Desinfizierung der Kabinen. Grundsätzlich darf nur an Bord, wer vor Reiseantritt einen negativen PCR-Test vorweisen kann.

Beim letzten Neuanlauf der Kreuzfahrtbranche äußerten vor allem die Grünen Bedenken. Diese forderten, den Kreuzfahrt-Tourismus nach Corona-Zeiten umweltfreundlicher zu gestalten. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Markus Scholz/dpa & David Stockmann/dpa

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