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Hamburg-Fuhlsbüttel: Stadtteil zwischen Flughafen und Alsterlauf

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Von: Leonard von Steuber

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Der Stadtteil Hamburg-Fuhlsbüttel nördlich des Hamburger Stadtzentrums ist vor allem durch den dortigen Hamburger Flughafen geprägt.

Hamburg-Fuhlsbüttel Lage im Hamburger Stadtgebiet Hamburg-Fuhlsbüttel ungefähr 8,5 Kilometer nördlich der Hamburger Innenstadt gelegen weist eine Gesamtfläche von 6,6 Quadratkilometer auf. Der größte Teil dieser Fläche besteht dabei jedoch aus dem Flughafengelände des Hamburg Airport. So wird das gesamte Betriebsgelände des Flughafens inklusive der Start und Landebahnen dem Stadtteil Fuhlsbüttel zugerechnet.

Zugehörigkeit:Hamburg
Einwohner~13.400
Fläche:6600 Quadratkilometer
Bezirk:Hamburg Nord

Im Norden grenzt der Stadtteil an Hamburg-Langenhorn, sowie ein Teil des Flughafengeländes an Norderstedt in Schleswig-Holstein. Im Südosten bildet der Alsterlauf mit aufgestauten Mühlenteich eine natürliche Abgrenzung zum angrenzenden Ohlsdorf, das von Fuhlsbüttel über die Ratsmühlenbrücke erreicht wird. Südlich schließen sich die Stadtteile Alsterdorf und Klein Borstel an.

Hamburg-Fuhlsbüttel: Damals und Heute

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Siedlung Fuhlsbüttel im Jahre 1283. Damals war Fuhlsbüttel vor den Toren Hamburgs gelegen, durch eine dörfliche Siedlungsstruktur geprägt. Erst im Jahre 1420 ging das Dorf mit seiner Mühle in den Besitz der Stadt Hamburg über. Von der damaligen Mühle zeugt heute noch der Straßenname Ratsmühlendamm. Seit dem Jahre 1913 ist Fuhlsbüttel ein eigenständiger Stadtteil von Hamburg. Heutzutage zählt der Hamburg-Fuhlsbüttel über 13.000 Einwohner und ist durch eine bürgerliche sowie familiäre Wohnstruktur geprägt.

Rund um den Erdkampsweg der wichtigsten Einkaufsstraße des Stadtteils finden sich zudem zahlreiche Geschäfte des täglichen Bedarfs. Während man hippe Bars und Kneipen im Stadtteil vergeblich sucht, finden sich dort zahlreiche gemütliche Restaurants. Neben gutbürgerlicher deutscher Küche sind auch einige italienische und griechische Lokale in Fuhlsbüttel ansässig. Ein echter Geheimtipp im Stadtviertel ist zudem der Wacholderpark, bestehend aus einer großen Wiese, die von romantischen Lindenbäumen gesäumt wird.

Hamburg-Fuhlsbüttel: Vom Flughafen in die Ferne

Hamburg-Fuhlsbüttel steht zudem für den bedeutsamsten Verkehrsflughafen in Norddeutschland. Der internationale Flughafen der Stadt Hamburg weist eine Kapazität für über 16 Millionen Passagiere im Jahr auf und verfügt landseitig über zwei Terminals. Bereits im Jahre 1911 wurden in Fuhlsbüttel aus privaten Mitteln die Hamburger Luftschiffhallen gegründet. Der damalige Luftschiffhafen bildete dabei den Grundstein für die spätere Flughafenentwicklung.

Ferienstart am Hamburger Flughafen
Der Hamburg Airport bei Abenddämmerung. © Bodo Marks/dpa

Aus einer Fläche von damals 44 Hektar ist das Flughafengelände auf mittlerweile über 570 Hektar angewachsen. Bis heute ist Hamburg daher der älteste Flughafen der Bundesrepublik Deutschland, der sich immer noch am ursprünglichen Standort in Hamburg-Fuhlsbüttel befindet. Für Flugreisende ist die stadtnahe Lage besonders attraktiv, wird doch das Stadtzentrum mit der S-Bahn in weniger als 30 Minuten erreicht.

Derzeit wird der Hamburger Flughafen von 50 Airlines angeflogen, die dabei 105 Ziele auf direkten Wege ansteuern. Auch wenn es überraschend klingt, Fluglärm ist im Hamburger Stadtteil Fuhlsbüttel kein allzu großes Thema. Das liegt vor allem an der Ausrichtung der Start und Landebahnen. Hamburg-Fuhlsbüttel liegt somit nicht direkt in einer der vier Einflugschneisen des Hamburger Flughafens.

Hamburg-Fuhlsbüttel Verkehrsanbindung und Parken

Hamburg-Fuhlsbüttel und der Knast „Santa Fu“

Größere Bekanntheit erlangte Hamburg-Fuhlsbüttel zudem durch eine Männerhaftanstalt für Strafvollzug und Sicherungsverwahrung. Aufgrund von administrativen Grenzverschiebungen wird die Lage der Haftanstalt dem heutigen Hamburger Stadtteil Ohlsdorf zugeordnet. Der offizielle Name lautet heute dennoch Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel.

Der umgangssprachliche Name „Santa Fu“ kam dabei in den 70er Jahren auf. Zur damaligen Zeit gelangen aus dem Gefängnis in Fuhlsbüttel mehrere spektakuläre Fluchten, sodass die Presse titelte: „Santa Fu und Raus bist Du!“. Der eigentliche Begriff „Santa Fu“ entstand jedoch schon früher, wurde die Anstalt doch damals als Strafanstalt Fuhlsbüttel bezeichnet. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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