Zivilfahnder schlagen zu

Feuerteufel im Wald erwischt: Zündel-Terror gegen Golfclub – Pferdestall abgebrannt

  • Christian Domke Seidel
    vonChristian Domke Seidel
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Der Feuerteufel vom Golfplatz Treudelberg hat wieder zugeschlagen. Diesmal hat es einen Pferdestall erwischt. Doch der Zündler macht einen Fehler.

  • Golf & Country Club Hamburg*-Treudelberg von Feuerteufel terrorisiert.
  • Pferdestall niedergebrannt, vermeintlicher Brandstifter läuft Polizei Hamburg* in die Arme.
  • Feuerwehr Hamburg* kann Brand nicht mehr löschen.

Hamburg – Seit Wochen hat der Golf & Country Club Hamburg-Treudelberg mit einem Feuerteufel zu kämpfen. Als Mittwochnacht, 24. Juni 2020, der benachbarte Pferdestall auf dem Gut Treudelberg niederbrennt, ist das bereits das achte Feuer. Doch diesmal macht der vermeintliche Täter einen Fehler. Er flüchtet in den benachbarten Wald und läuft Zivilfahndern in die Arme.

Golfclub in HamburgGolf & Country Club Hamburg-Treudelberg e.V.
Befindet sich inSteigenberger Hotel treudelberg, Hamburg
AdresseLemsahler Landstraße 45, 22397 Hamburg
Telefon040 608228877

Hamburger Feuerteufel geschnappt: Golfplatz Treudelberg terrorisiert – Pferdestall abgebrannt, Feuerwehr machtlos

Schon wieder ging der Feueralarm los. Diesmal hatte es den benachbarten Pferdestall auf dem Gut Treudelberg erwischt. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder, wie die Feuerwehr Hamburg berichtet. Tiere oder Menschen seien allerdings nicht zu Schaden gekommen.

Es war nicht der erste Brand, mit dem der Golf & Country Club Hamburg-Treudelberg zu kämpfen hatte. Bereits am Donnerstag, 18. Juni, geriet eine Blitzschutzhütte in Brand, wie das Hamburger Abendblatt (hinter Bezahlschranke) berichtete. 24 Einsatzkräfte hätten ausrücken müssen, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Vermeintlicher Feuerteufel geschnappt: Golfplatz Treudelberg terrorisiert, Feuerwehr rückt aus - Pferdestall niedergebrannt

Seit Mitte Mai hatte es davor schon sechs weitere Brände gegeben. Unter anderem sei eine Hütte in Flammen gestanden. Der Verdacht liegt nahe, dass es sich bei insgesamt acht Bränden innerhalb weniger Wochen nicht um einen unglücklichen Zufall handeln kann. So ließ auch ein Polizeisprecher vermelden: „Wir prüfen, ob ein Zusammenhang besteht.“

Der Pferdestall auf dem Gut Treudelberg ist abgebrannt. Menschen oder Tiere kamen nicht zu Schaden. (Symbolfoto)

Tatsächlich könnte jetzt der vermeintliche Feuerteufel selbst diesen Zusammenhang geliefert haben. Denn in der Nacht auf Mittwoch, 24. Juni 2020, schrillten nach Mitternacht die Alarmglocken bei der Feuerwehr Hamburg.

Der Pferdestall auf dem Gut Treudelberg – 225 Quadratmeter groß - steht in Flammen. Obwohl die Feuerwehr mit 63 Personen anrückt, kann das Gebäude nicht mehr gerettet werden. Es brennt bis auf die Grundmauern nieder. Das Problem: vor Ort gab es keine ausreichende Löschwasserversorgung, wie die Feuerwehr Hamburg mitteilte. Die Einsatzkräfte mussten erst mit Schläuchen eine zusätzliche Leitung über mehrere hundert Meter legen. Im Kampf gegen die gefährlichen Glutnester unterstützte ein örtlicher Landwirt den Einsatz. Er schob mit seinem Radlader die verkohlten Holzbalken zur Seite.

Polizei schnappt Verdächtigen im Wald: Zivilfahnder schnappen vermeintlichen Feuerteufel - Pferdestall brennt nieder, Golfplatz Treudelberg terrorisiert

Doch die Polizei kann einen Erfolg melden. Denn im benachbarten Wald greifen Zivilfahnder gegen ein Uhr nachts einen Mann auf. Sie hatten den 32-Jährigen bei der Flucht ins Gehölz beobachtet. Direkt neben dem jüngsten Tatort am Golf & Country Club Hamburg-Treudelberg. Er hatte ein Feuerzeug und Grillanzünder bei sich.

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, stehe der Mann im Verdacht den Brand im Pferdestall gelegt zu haben. Ob auch eine Verbindung zu den anderen Feuern auf dem Golfplatz Treudelberg besteht, was das Motiv sein könnte oder wie hoch der Gesamtschaden ist, muss erst noch ermittelt werden.

Das ist allerdings nicht der einzige schwere Fall von Brandstiftung, mit dem sich die Polizei und Feuerwehr in Hamburg derzeit beschäftigen müssen. Vor kurzem setzte eine noch unbekannte Person das Verwaltungsgebäude der ehemaligen Holsten-Brauerei in Brand*. In der Asklepios-Klink in St. Georg versuchte außerdem ein Betrunkener seine Ausnüchterungszelle anzuzünden* und fackelt beinahe die Notaufnahme ab. // Quelle: 24hamburg.de/Hamburg*

* 24hamburg.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © Ludger Tebben/Nord-West-Media TV/dpa/picture alliance

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