Polizei schließt Feuerteufel nicht aus

Hamburg: Feuer-Inferno in Wilhelmsburg – Endlich! Der Brand ist aus

  • Laura-Marie Löwen
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  • Fabian Raddatz
    Fabian Raddatz
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Feuer-Drama in Hamburg-Wilhelmsburg: In einer Lagerhalle ist ein Flächenbrand ausgebrochen. Nach 36 Stunden meldet die Feuerwehr: Das Feuer endlich ist aus!

  • Großbrand in Hamburg-Wilhelmsburg: In einer Lagerhalle brach am Mittwochmorgen ein riesiges Feuer aus.
  • Feuerwehr Hamburg nach 36 Stunden Großeinsatz: Das Feuer ist gelöscht!
  • Polizei Hamburg: Brandstiftung nicht ausgeschlossen.
  • Dies ist eine Nachricht, die sich fortlaufend entwickelt. Sie wird ständig aktualisiert.

Update vom Freitag, 15. Januar 2021, 8 Uhr: Hamburg-Wilhelmsburg – Es ist geschafft: Nach 36 Stunden Dauereinsatz sind auch die letzten Brände auf dem Lagerhallen-Gelände am Stenzelring gelöscht. Gegen 17.15 Uhr am Donnerstagabend, 14. Januar 2021, meldet die Feuerwehr Hamburg auf Twitter die ersehnte Nachricht: Feuer aus! Nun, da sich die Trümmer der Halle gefahrlos betreten lassen, können nun die Brandermittler der Polizei Hamburg auf Spurensuche gehen. Dabei wird auch Brandstiftung nicht ausgeschlossen.

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Update vom Donnerstag, 14. Januar 2021, 15 Uhr: Hamburg-Wilhelmsburg Zur Brandursache kann die Polizei Hamburg noch keine Angaben machen. „Die Ermittlungen laufen“, so ein Polizeisprecher zu 24hamburg.de. Ob mit Blick auf die vermehrten Brände in Hamburg, wie etwa die Brand-Explosion in Winterhunde Anfang Dezember, ein Feuerteufel am Werk sein könnte? Ein Polizeisprecher: „Wir ermitteln in alle Richtungen, auzuschließen ist das nicht.“

Update vom Donnerstag, 14. Januar 2021, 8:40 Uhr: Hamburg-Wilhelmsburg Sie löschten die ganze Nacht durch und sie löschen noch weiter, mittlerweile seit über 24 Stunden – ein Ende vorerst nicht in Sicht: Noch immer kämpfen Einsatzkräfte der Hamburger Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks gegen die Folgen des Mega-Feuers, das am Mittwochmorgen in einer Lagerhalle in Wilhelmsburg ausgebrochen war. Ein Feuerwehrsprecher zu 24hamburg.de: „Kleinere Brände und Glutnester auf dem Gelände beschäftigen uns weiter, es muss viel aufgeräumt werden.“ Das mehrere Tausend Quadratmeter große Areal am Stenzelring ist übersät mit verkohlten Trümmerteilen. Mit Baggern versuchen die Helfer dem Chaos Herr zu werden. Der Lagerhallenkomplex brach wegen des Feuers komplett zusammen und brannte bis auf die Grundmauern nieder. „Das liegt alles in Schutt und Asche. Nur ein paar Betonpfeiler ragen noch in den Himmel.“ Wie lange der Einsatz noch dauert, sei derzeit nicht absehbar.

Inferno: Das Feuer in Wilhelmsburg war eines der größten seit Jahren. Aufgrund der extremen Hitze war für die Feuerwehrleute nur das Löschen von außen möglich. (24hamburg.de)

Update vom Mittwoch, 13. Januar 2021, 15:20 Uhr: Hamburg-Wilhelmsburg Der Einsatz der Hamburger Feuerwehr dauert an. 150 Kräfte sind im aktuell an der Brandstelle am Stenzelring im Einsatz. Auch das Technische Hilfswerk (THW) ist mit Baggern angerückt, um die Trümmerteile zu beseitigen. Starkwind, Schnee und Graupel erschweren die Arbeit.

Hamburg: Mega-Feuer in Wilhelmsburg – Feuerwehr warnt Bevölkerung

Update vom Mittwoch, 13. Januar 2021, 12:00 Uhr: Hamburg Nach Informationen der Feuerwehr gab es bei dem Feuer in Hamburg-Wilhelmsburg bislang keine Verletzten. Die Löscharbeiten werden sich höchstwahrscheinlich bis in den Abend ziehen, teilte die Hamburger Feuerwehr auf Twitter mit. Die Warnung vor der Rauchwolke bleibt bestehen.

Update vom Mittwoch, 13. Januar 2021, 10:17 Uhr: Hamburg Noch immer steigen dunkle Rauchschwaden über der 2400 Quadratmeter großen Lagerhalle eines Elektro-Großhändlers am Stenzelring in Hamburg-Wilhelmsburg auf. Noch lodert das Feuer. Die Feuerwehr löscht von außen mithilfe von Leiterwagen. Das Verkehrschaos dauert derweil an. Im Hamburger Nahverkehr und im Zugverkehr der Deutschen Bahn kommt es zu Verspätungen und Ausfällen, auch wenn die meisten Strecken wieder freigegeben wurden. Die U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen sind teils komplett überfüllt, was das Einhalten der Corona-Regeln schwierig macht.

Hamburger StadtteilWilhelmsburg
Fläche35,3 km²
Einwohner53.518 (31. Dez. 2019)
Vorwahl040
Bevölkerungsdichte1516 Einwohner/km²

Update vom Mittwoch, 13. Januar 2021, 9:36 Uhr: Hamburg-Wilhelmsburg – Nach Angaben der Hamburger Feuerwehr zieht die Rauchwolke über Hamburgs Osten. Betroffen seien die Gebiete Veddel, Harburg, Billbrook, Moorfleet, Wilhelmsburg, Billstedt, Öjendorf, Oststeinbek, Glinde, Neuschönningstedt sowie Reinbek. Die Feuerwehr bittet die Anwohner, Fenster und Türen in diesen Gegenden geschlossen zu halten, Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten. Autofahrer, die sich in Nähe des Feuers aufhalten, sollten auf Lüftung und Umluft verzichten und das Gebiet verlassen.

Unterdessen konnten die Streckensperrungen zwischen Hamburg-Harburg und Hamburg Hauptbahnhof wieder aufgehoben werden. Wie die Deutsche Bahn twitterte, fahren die Züge wieder, es komme aber aufgrund des Feuers zu Verspätungen und Ausfällen. Auch die Lage im S-Bahn-Verkehr entspannt sich langsam wieder: Zwischen Wilhelmsburg und Hammerbrook verkehren wieder Bahnen, der Ersatzverkehr läuft aus, schreibt das Unternehmen auf Twitter.

Erstmeldung vom Mittwoch, 13. Januar 2021, 8:25 Uhr: Im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ist am Mittwoch in der Früh ein Feuer in einer Lagerhalle ausgebrochen. Wie ein Pressesprecher der Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte, seien rund 80 Einsatzkräfte vor Ort, BlaulichtNews spricht sogar von 150 Rettungskräften. In der 60 mal 40 Meter großen Halle werden Kartons und Verpackungsmaterial gelagert.

Hamburg: Feuer in Wilhelmsburger Lagerhalle – Feuerwehr löst KatWarn aus und warnt vor starkem Rauch

Gegen etwa halb sechs am Morgen meldeten mehrere Zeugen das Feuer in Hamburg-Wilhelmsburg. Schnell rückte die Feuerwehr mit mehreren Löschzügen zum Stenzelring aus. Als die Einsatzkräfte beim Eintreffen bemerkten, wie groß der Brand bereits war, lösten sie zunächst Alarmstufe vier, später dann sogar Alarmstufe sechs aus.

Vor Ort sind sechs Löschzüge, mehrere Freiwillige Feuerwehren und weitere Retter dabei, das Feuer zu bändigen. Ein weiteres Problem: Durch die extrem hohen Temperaturen haben sich Stahlträger verformt, sodass die Halle eventuell einstürzen könnte. Für die Einsatzkräfte ist es dadurch umso schwieriger, das Feuer zu löschen, es kann außerdem nur von außen bekämpft werden.

Mega-Feuer in Wilhelmsburg: dunkle Rauchschwaden ziehen über Hamburg. Blick vom Bahnhof in Wilhelmsburg. (24hamburg.de-Montage)

Wegen der starken Rauchentwicklung sollen Anwohner ihre Fenster und Türen geschlossen halten. Die Feuerwehr löste die Katastrophen-Warn-App KatWarn aus. Vor allem die Stadtteile Veddel, Harburg Billbrock, Moorfleet und Wilhelmsburg von der Rauchentwicklung betroffen. Laut Feuerwehr ziehe die große Rauchwolke in den Hamburger Osten.

Hamburg: Feuer in Wilhelmsburg sorgt für Chaos bei der Deutschen Bahn (DB) und bei S-Bahnen

Außerdem kommt es im Umkreis zu mehreren Verkehrsbehinderungen, die noch andauern. Davon sind insbesondere die Züge der Deutschen Bahn und des Metronom betroffen, welche zwischen Hamburg-Harburg und Hamburg Hauptbahnhof verkehren. Diese fahren aktuell nur bis Hamburg-Harburg und fahren von dort aus wieder zurück.

Aufgrund des Brands in Hamburg-Wilhelmsburg kam es zu Störungen im Zugverkehr.

Fernzüge zwischen Hannover und Hamburg verkehren derzeit nicht, werden möglichst umgeleitet, teilte die Deutsche Bahn bei Twitter mit. Durch die Umleitung entfallen die Halte Harburg, Lüneburg, Uelzen und Celle. Es kommt zu Verspätungen und Ausfällen. So auch im S-Bahn-Verkehr: Die Linie 3 zwischen Wilhelmsburg und Hammerbrook fällt derzeit aus. Außerdem wurde die Buslinie 13 bis Hasselbrook verlängert und die S31 fährt abweichend bis nach Hasselbrook.

Wegen des Großbrands in Wilhelmsburg ist Schienenersatzverkehr im Einsatz: Menschen drängen sich in überfüllte Busse.

Ein Schienenersatzverkehr von Wilhelmsburg bis zum Hamburger ZOB ist eingerichtet. Betroffene Reisende klagen über überfüllte Busse und verwirrte Stimmung am Bahnhof Wilhelmsburg. Bilder zeigen, dass die Corona-Abstandsmaßnahmen nicht eingehalten werden können. Menschen drängen sich dicht an dicht auf den Bus- und Bahnsteigen. Ein Zeuge vor Ort berichtet: „Die Masse rennt von der einen zur anderen Seite, sobald ein Bus kommt“. Einige Personen würden ohne das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes telefonieren und rauchen. Ein älterer Mann kommentiert die Szene: „Hier hat keiner mehr Angst vor Corona.“ *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt/dpa

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