Feuer in Asklepios Klinik

Hamburg-St. Georg: Besoffener zündet Asklepios-Klinik an – Ausnüchtern mal anders

  • Christian Domke Seidel
    vonChristian Domke Seidel
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Ein betrunkener Patient legte Feuer in der Ausnüchterungszelle der Asklepios Klinik. Polizei und Feuerwehr mussten zum Einsatz nach St. Georg ausrücken. Kollegen aus der Notaufnahme helfen.

Hamburg – Bei der Feuerwehr Hamburg ging Donnerstagnacht, 18. Juni 2020, gegen 22:30 Uhr ein mutmaßlich verheerender Alarm ein: Feuer in der Notaufnahme der Asklepios Klinik im Stadtteil St. Georg. Ein Patient hatte die Ausnüchterungszelle in Brand gesteckt. Und das mitten in einer Katastrophen-Nacht. Siebzig Einsätze mussten die Rettungskräfte fahren, um die Auswirkungen der Wolkenbrüche einzudämmen.

Allgemeinkrankenhaus in HamburgAsklepios Klinik St. Georg
AdresseLohmühlenstraße 5, 20099 Hamburg
Eröffnet1823
ÖffnungszeitenRund um die Uhr geöffnet
Telefon040 1818850
Mitarbeiterüber 1.500

Hamburg: Brand in Notaufnahme der Asklepios Klinik in St. Georg – Betrunkener legt Feuer in Ausnüchterungszelle, Feuerwehr und Polizei rücken an

Die Nächte ohne Party und Alkohol, bedingt durch den Coronavirus-Lockdown scheinen vorbei. Zumindest sind wieder Patienten in den Ausnüchterungszellen der Krankenhäuser. Dort können Menschen, die so viel getrunken haben, dass eine Gesundheitsgefährdung vorliegt, unter ärztlicher Beobachtung ihren Rausch ausschlafen.

In der Ausnüchterungszelle der Asklepios-Klinik in St. Georg brach ein Feuer aus. Der Insasse hatte es selbst gelegt. (24hamburg.de-Montage)

Wenn sie das überhaupt wollen. So gar keine Lust aufs nüchtern werden hatte ein Patient der Asklepios Klinik im Hamburger Stadtteil St. Georg am Donnerstagabend, 18. Juni 2020. Die Nacht war ja auch noch jung. Gegen 22:30 Uhr bemerkten Klinikmitarbeiter, das Rauch aus der Ausnüchterungszelle kam. Sofort alarmierten sie die Feuerwehr.

Feuerwehr Hamburg: Brand in der Ausnüchterungszelle – Flammen in der Notaufnahme der Asklepios Klinik in St. Georg

Doch der Patient war in Lebensgefahr, also griffen die Mitarbeiter der Notaufnahme direkt ein. Sie öffneten die Zelle, die völlig verraucht war. Ein Feuer war ausgebrochen. Der Mann wurde sofort aus der Gefahrenzone geschafft. Mit einem Feuerlöscher beendeten die Helfer den qualmenden Spuk, bevor er zu einer echten Katastrophe werden konnte.

Als die Feuerwehr eintraf, war der Brand schon gelöscht. Zum Glück. Allerdings musste die gesamte Notaufnahme stundenlang durchgelüftet werden. Glück im Unglück: Niemandem ist etwas passiert. Wie die Polizei meldete, hatte der Patient Bettlaken und Decke mit einem Feuerzeug selbst angezündet. Warum? Unklar.

In eine neue Ausnüchterungszelle kam der Mann jedenfalls nicht mehr. Die Beamten nahmen ihn direkt mit zur Wache. Die Höhe des entstandenen Schadens ist derzeit noch unklar.

Asklepios Klinik: Heldenhafte Mitarbeiter retten Notaufnahme – Ausnüchterungszelle in Brand, Feuerwehr Hamburg und Polizei rücken an 

Das beherzte Eingreifen der Mitarbeiter in der Notaufnahme des Asklepios Krankenhauses im Hamburger Stadtteil St. Georg verhinderte eine ausgewachsene Katastrophe. Nicht auszudenken, was hätte passieren können, hätte in Stadtmitte Hamburg ein Klinikum angefangen zu brennen. Von den medizinischen Konsequenzen in Zeiten des Coronavirus-Sars-CoV-2 ganz abgesehen.

Asklepios-Klinik in Hamburg-St. Georg: Hier wurde im Jahr 2004 David Bowie behandelt – im Jahr 2020 steht der Kampf gegen das Coronavirus hier im Zentrum.

Dazu hatte die Feuerwehr Hamburg ganz andere Sorgen. Rund siebzig Einsätze mussten die Rettungskräfte am Donnerstagabend, 18. Juni 2020, fahren, um gegen vollgelaufene Baugruben, von Wassermassen weggeschwemmte Stromkästen, vollgelaufene Keller und überschwemmte Unterführungen zu kämpfen.

Schon Anfang gab es einen Großeinsatz der Feuerwehr Hamburg. Damals brannte es auf dem ehemaligen Gelände der Holstenbrauerei. Auch hier handelte es sich um Brandstiftung. Geschnappt hat die Polizei einen vermeintlichen Feuerteufel, der den Country & Golfclub Treudelberg terrorisiert hat. Acht Brände wüteten dort, jetzt hat es einen Pferdestall erwischt. // Quelle: 24hamburg.de/Hamburg

Rubriklistenbild: © Bernd Weißbrod/Daniel Bockwoldt/Carlos Castro/EUROPA PRESS/dpa/picture alliance

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