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„Fettes Brot“ jetzt „Einsames Brot“: Wirt bricht das Croque-Herz, Deutschrapper gewinnen Namens-Battle

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Von: Laura-Marie Löwen

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In Hamburg wollte ein Mann seinen Croque-Laden „Fettes Brot“ taufen. Das missfiel der gleichnamigen Hip-Hop-Band aus Halstenbek, Pinneberg und Schenefeld aber. Die Rapper machten dem Ladenbesitzer einen Strich durch die Rechnung. Jetzt hat er einen Namen für seinen Laden.

Update vom 11. Juni, 9:30 Uhr: Hamburg/Winterhude Nachdem der Betreiber eines Baguette-Bistros in der Jarrestraße in einen Namensstreit mit der Band „Fettes Brot“ geraten ist, taufte dieser sein Lokal nun kurzerhand auf einen anderen Namen, darüber berichtet Bild.de. Das Namensschild, welches draußen am Laden angebracht wurde, erhielt bereits ein „Make-Over“: Das Wort „Fettes“ wurde auf dem Logo mit Markern durchgestrichen. Ein neues Logo zeigt ein gebrochenes Herz aus zwei Croque-Hälften – der Besitzer Sulayman Nasimi (28) entschied sich jetzt für den NamenEinsames Brot“. So begründet er die Wahl des Namens gegenüber der Bild: „Weil das ‚Fette‘ weg ist. Das Brot ist jetzt einsam.“ Der Rechtsstreit dauere weiterhin an, Nasimi erhoffe sich immer noch einen Triumph vor Gericht.

Das Hip-Hop-Trio Fettes Brot mit triumphierenden Posen, im Hintergrund: Foto von dem Croque-Laden in Winterhude. Roter Pfeil auf das Namensschild.
Das Namensbattle geht in die zweite Runde: Band behält ihren Namen, Croque-Laden wird zum „einsamen Brot“. (24hamburg.de-Montage) © Axel Heimken/dpa/picture alliance/ Sabine Carstens

Fettes Brot im Beef-Modus: Hamburger Croque-Laden klaut Bandnamen

Erstmeldung vom 28. Mai 2020, 14:18 Uhr: Fettes Brot“ macht fetten Ärger: Das bekannte Hamburger Rap-Trio hat sich in der Deutschen Musikszene einen großen Namen gemacht - und den will die Band auch für sich behalten. Daher gefiel es den Vorstadt-Rappern ganz und gar nicht, dass ein Hamburger Gastronom sich an ihrem Bandnamen bediente und sein Croque-Lokal in Winterhude danach benannte.

BandFettes Brot
HerkunftHamburg
MitgliederDokter Renz, Schiffmeister, Boris Lauterbach, DJ Rabauke, Tobi Tobsen, KOK Göttmann
GenresDeutscher Hip-Hop, Pop-Rap

Deutschrap-Band „Fettes Brot“: Namensstreit mit Winterhuder Croque-Laden endet mit einstweiliger Verfügung

Die Band ging mit einer einstweiligen Verfügung gegen den Ladenbesitzer vor. „Gleichzeitig amüsiert und erschrocken“ hätten die norddeutschen Musiker den Besitzer zuvor gefragt, „wie er denn auf solch unzulässiges und übergriffiges Tun komme.“ Als sie daraufhin eine Antwort vom Anwalt des Wirts erhielten, entschieden sie sich für den Rechtsweg. Mit Erfolg: Der Laden darf sich nun nicht mehr „Fettes Brot“ nennen, noch darf der Besitzer Werbung für sein Croque-Geschäft in den sozialen Medien betreiben. Der bewarb nämlich zuvor auf Instagram und Facebook nicht nur sein Lokal, sondern auch noch seine eigene Rap-Musik.

Die Band „Fettes Brot“ betont dabei, dass sie „dem jungen Geschäft jeden Erfolg“ wünsche, sie wollten jedoch dabei nicht namentlich vereinnahmt werden. Der Ladenbesitzer begründet die Namenswahl seines Lokals gegenüber den Mopo so: „Ich will kein böses Blut. Ich fand den Namen einfach passend und er war rechtlich nicht geschützt. Ich tue nichts Strafbares.“ Für ihn sei die ganze Aufregung nicht nachvollziehbar: „Ich habe im Vorwege eine Markenrecherche beim Deutschen Patentamt durchgeführt. Der Name ‚Fettes Brot‘ ist nicht geschützt“. Im Gespräch mit der Mopo klärte der Anwalt des Ladenbesitzers auf, dass er bereits einen Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung eingereicht habe.

Drei Band-Mitglieder vor einem roten Hintergrund, in den mehrere Baguettes ragen.
Fettes Brot im Namensstreit: Ein Hamburger Wirt benannte seinen Baguette-Laden nach dem Rap-Trio. (24hamburg.de-Montage) © pixabay/Instagram/fettesbrotband

Die Meinungen der Fans von „Fettes Brot“ zum Thema spalten sich. Viele unter ihnen nehmen den Hamburger Wirt in Schutz und finden, dass die Musiker überreagieren: „Was hat denn das mit dem armen, kleinen Gastronom zu tun? Euer Name ist seit 30 (?) Jahren deutschlandweit bekannt und man assoziiert ihn mit der Band. Wenn es jetzt lediglich das „Restaurant“ wäre, aber dann noch unter diesem Namen Musik zu machen, ist mehr als nur dreist.“ schreibt ein Instagram-User. Andere hingegen stehen voll und ganz hinter der Band: „So ein dreister Namensklau ist gegen das nordische Naturell.“

Vor dem Rechtsstreit war es rund um „König Boris“, „Doktor Renz“ und „Björn Beton“ eigentlich eher ruhig. Wegen der Coronavirus-Krise* mussten die norddeutschen Jungs insgesamt zwölf Sommerkonzerte absagen. Doch Tour-Termine für das kommende Jahr 2021 stehen bereits.

Quelle: 24hamburg.de

* 24hamburg.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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