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Silvesterrakete bohrt sich ins Bein und explodiert – Hamburger Polizei sucht Täter

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Von: Steffen Maas

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Mit traditionellem Feuerwerk am Hafen und großer Party auf der Reeperbahn rutscht Hamburg ins neue Jahr – Zwischenfälle blieben nicht aus.

Update vom 1. Januar 2023, 11:27 Uhr: Während die Silvesternacht wohl weitestgehend ohne schlimme Pyro-Unfälle über die Bühne gegangen ist, schockiert jetzt die Polizei Hamburg mit einem Zeugenaufruf zu einem Vorfall vom Freitag: Gegen 17:55 Uhr war ein 32-jähriger Mann in Billstedt von einer Feuerwerksrakete am Bein getroffen worden und verletzte sich dabei schwer. Laut einer Polizei-Mitteilung hielt sich der Mann in der Fußgängerzone auf, „als plötzlich eine Silvesterrakete angeflogen kam, in seinen linken Unterschenkel eindrang und dort offenbar explodierte.“ Ein Rettungswagen transportierte den schwer am Bein Verletzten zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Die Beamten der Polizei fahnden jetzt nach einem Mann, der die Rakete unsachgemäß gezündet hatte und daraufhin in unbekannte Richtung verschwand. Sie hoffen auf Zeugen, die Angaben zu dem mutmaßlichen Täter machen können, den die Beamten folgendermaßen beschreiben:

Silvesternacht in Hamburg: Feuerwehr hat viele, aber „keine größeren“ Einsätze

Erstmeldung vom 1. Januar 2023, 6:59 Uhr: Hamburg – Mit einem riesigen, bunten Feuerwerk über den Landungsbrücken haben Tausende Hamburgerinnen und Hamburger ausgelassen ins neue Jahr reingefeiert. Auch auf der Reeperbahn vergnügten sich einige tausend Feiernde, dicht an dicht gedrängt und aufgrund milder Temperaturen um 15 Grad sogar teilweise im T-Shirt. Clubs und Diskotheken hatten nach den Corona-Einschränkungen der Vorjahre diesmal wieder geöffnet.

Name:Freie und Hansestadt Hamburg
Fläche:755 km²
Bevölkerung:rund 1,9 Millionen

Silvesternacht in Hamburg: Musik, Geböller und Sirenen – Polizei und Feuerwehr im Einsatz

Nach zwei recht stillen Silvesternächten hatten Polizei und Feuerwehr einen Jahreswechsel wie vor der Pandemie erwartet. Entlang der beliebten Partymeilen wurden Musik und Geböller häufig von Sirenen begleitet. „Es gab viele, viele Einsätze, aber keine größeren“, sagte ein Feuerwehrsprecher am frühen Neujahrsmorgen. Es sei vor allem um brennende Balkone und Mülltonnen gegangen.

Auch die Polizei sprach von zahlreichen Einsätzen: „Streitereien, Schlägereien – das Übliche“, wie es ein Polizeisprecher formulierte. Sexuelle Übergriffe waren zunächst keine bekannt. In der Silvesternacht 2015/2016 waren zahlreiche Frauen vor allem auf der Reeperbahn sexuell belästigt worden.

Um dem hohen Einsatzaufkommen in der Silvesternacht gerecht zu werden, waren für Feuerwehr und Rettungsdienst zusätzlich 45 Rettungswagen und zehn Löschfahrzeuge unterwegs. Angesichts ohnehin schon voller Krankenhäuser hatte die Feuerwehr dazu aufgerufen, sich beim Feuerwerk zurückzuhalten oder sogar ganz darauf zu verzichten.

Neujahr - Hamburg feuerwerk Silvester
Buntes Feuerwerk und ausgelassene Feiern begleiteten die erste Silvesternacht in Hamburg seit drei Jahren ohne Corona-Beschränkungen. © Marcus Brandt/dpa

Feuerwerk-Comeback nach zwei Jahren Pause

Der Verkauf und das Abbrennen von Feuerwerk in Deutschland waren in den beiden Vorjahren verboten worden, um die Krankenhäuser in der Pandemie nicht weiter zu belasten. Seit Donnerstag gab es nun wieder Böller und Raketen im Handel. Doch nicht überall durfte wieder geböllert und geknallt werden. So blieb das Abfeuern von Feuerwerksraketen und Böllern rund um die Hamburger Binnenalster und auf dem Rathausmarkt verboten.

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Noch in der Nacht rollten die ersten Fahrzeuge der Stadtreinigung über die rund vier Kilometer lange Flaniermeile an der Elbe zwischen Fischauktionshalle und Elbphilharmonie. Rund 60 Arbeiter und 25 Fahrzeuge werden Hamburgs Straßen am Neujahrsmorgen von schätzungsweise zehn Tonnen Müll befreien, wie die Stadtreinigung mitteilte.

Lautes Böllern begrüßte das neue Jahr auch in Niedersachsen und Bremen, wo die Einsatzkräfte ebenfalls keine besonderen Vorkommnisse melden. In Hannover etwa sei die Innenstadt voll gewesen, es habe sich jedoch „alles im Rahmen“ abgespielt, wie ein Sprecher der Polizei berichtet. (dpa)

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