Großeinsatz!

Hamburger Ermittler stürmen Drogen-Höhle

  • Fabian Raddatz
    vonFabian Raddatz
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Zugriff in Hamburg-Harburg: Drogen-Fahnder des Zolls preschen am Dienstag in ein Haus – und entdecken auf ein geheimes Untergrund-Labor.

Hamburg-Harburg – Großeinsatz für Hamburger Polizei und Zoll am Dienstagnachmittag, 20. April 2021: Erst nehmen die Einsatzkräfte zwei mutmaßliche Drogen-Händler in Hamburg fest, dann strömen sie aus, durchsuchen drei Wohnobjekte und eine Geschäftsstelle in der Stadt Hamburg. In einem Harburger Haus machen sie einen dicken Fund.

Behörde in Hamburg:Hamburger Zoll
Anzahl Mitarbeiter:1983 (Stand 2009)
Leiter:René Matschke
Sitz:Sieker Landstraße 13, 22143 Hamburg

Die Ermittler entdecken ein geheimes Untergrund-Drogenlabor – vollgepackt mit professioneller Ausstattung und Rauschgift: 1,5 Kilogramm Amphetamin, zwei Kilogramm Haschisch und etwa zwei Kilogramm Marihuana stellen die Beamten sicher. Dazu diverse Chemikalien und Elektro-Geräte.

Ermittler vom Zoll sprengen Hamburger Drogen-Höhle: Schmutzige Darknet-Geschäfte

Hamburger-Zoll-Sprecher Stephan Meyns: „Die beiden festgenommenen Drogendealer stehen im Verdacht, gemeinsam mit einer weiteren Person, einen schwunghaften Handel mit Betäubungsmitteln über verschiedene Darknet-Marktplätze betrieben zu haben.“ Dabei sollen Kokain, Amphetamin, Haschisch und Marihuana sowie Ecstasy-Tabletten in nicht geringer Menge gehandelt worden sein.

Einsatzkräfte haben in Hamburg-Harburg ein Untergrund-Drogenlabor gefunden. (24hamburg.de-Montage)

Geheim-Labor in Hamburg-Harburg fliegt auf: Im Postverkehr an die Empfänger versandt

„Nach dem Verkauf im Darknet wurden die Betäubungsmittel im Postverkehr an die Empfänger versandt“, so Meyns. Man habe Licht in die illegalen Darknet-Geschäfte gebracht. Der Zugriff am Dienstag sei das Resultat aufwändiger Ermittlungen gewesen – um „die Vertriebsstrukturen der mutmaßlichen Rauschgifthändlergruppierung zerschlagen.“

Um die mutmaßlichen Rauschgift-Händler noch weiter zu schröpfen, pfändeten die Beamten ein Auto, ein Motorrad, sowie ein Mobilheim und kleinere Mengen Bargeld und Schmuck. Die Staatsanwaltschaft Hamburg sackte zudem die Konten der Beschuldigten ein. Zuletzt gab es in Hamburg mehrere gefährliche Ecstasy-Fälle mit Teenagern*, einige sogar tödlich. 24hamburg.de sprach mit einem Suchtarzt über den Ecstasy-Horror* in Hamburg. Er erklärt die toten Jugendlichen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Andreas Arnold/dpa & Zoll Hamburg

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