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Zoff an Spielplatz in Eppendorf – „Es gibt zu viele Hunde“

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Von: Bona Hyun

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Aufregung im feinen Hamburg-Eppendorf! Dort hat herrschen zwischen Hundebesitzern und Eltern verhärtete Fronten. Im Kern geht es – um die Wurst.

Hamburg – Am Christoph-Probst-Weg ist die Stimmung derzeit mitunter gereizt. Eine Wiese direkt neben dem Kinderspielplatz wird von vielen Hundehaltern als Auslauffläche genutzt. Viele Eltern sind darüber verärgert, denn die Tiere urinieren nicht selten auf dem Spielplatz in Eppendorf. Zudem sind die Anwohner um die Sicherheit ihrer Kinder vor frei laufenden Hunden besorgt. Kontrollen finden aufgrund von Personalmangel nicht statt. Eine mögliche Lösung: Ein Zaun zur baulichen Abtrennung von Wiese und Kinderspielplatz. Doch die Fronten sind verhärtet.

Stadtteil der Freien und Hansestadt Hamburg:Eppendorf
Fläche:2,7 Quadratkilometer
Postleitzahl:20249, 20251, 22529
Vorwahl:040

Zoff um Hundewiese in Hamburg: Eppendorfer Anwohner fordern Maßnahmen

Beim Streit um die inoffizielle „Hundewiese“ in Eppendorf, wo kürzlich auch das Kampfmittelräumdienst im Einsatz wegen eines Bombenfundes war, wurden nun Forderungen nach Lösungen lauter. Hundehalter benutzen eine Abkürzung durch den Kinderspielplatz am Christoph-Probst-Weg, um zur angrenzenden Grünfläche zu gelangen. Diese ist als Auslauffläche offiziell nicht zugelassen und wird trotzdem von den Hundehaltern genutzt. Viele Eltern sind deshalb in Aufruhr, denn die Hunde durchqueren dabei auch oft den Spielplatz, auf dem die Kinder spielen. Unter anderem sind die Eltern verärgert, weil die frei laufenden Hunde den Spielplatz beschmutzen würden.

Ein Hund verrichtet seine Notdurft in einer Wiese, ein Verbotsschild dafür und ein Kind rutscht auf einem Spielplatz
Hamburg-Eppendorf: Bei den Anwohnern und Eltern sorgt die Hundewiese neben dem Spielplatz für Aufruhr. (24hamburg.de-Montage) © Ralf Hirschberger/dpa/Henning Angerer/imago

Anwohner in Hamburg-Eppendorf verärgert über Hundekot auf dem Spielplatz

Zudem thematisiert Anwohner Stefan Bohlen im Bericht des Hamburg Journals den Hygienezustand des Spielplatzes. „Die Hunde urinieren auf den Spielplatz, koten dort hin.“ Für die spielenden Kinder in Eppendorf sei es unschön, wenn neben ihnen im Sand die „Hundewurst“ liegen würde. Das würde vor allem im Sommer vorkommen. Da es niemanden gibt, der die Hundehalter kontrolliert, werden die Haufen dementsprechend nicht weggeräumt, sondern auch mal liegengelassen. Das Gassigesetz 2022 sieht sogar bei Verstößen ein von der Gemeinde festgelegtes Bußgeld vor.

Streit um die Hundewiese: Anwohnern geht Sicherheit der Kinder geht vor

Stefan Bohlen liegt vor allem die Sicherheit der Kinder am Herzen. Die Problematik bestehe laut Bohlen darin, dass die angrenzende Wiese als nicht legale Grünfläche von den Hundehaltern genutzt wird, wenn Kinder im Sommer oder am Wochenende auf dem Spielplatz spielen. „Es gibt keine Hundehalterwiese“, sagt Bohlen der 24Hamburg.de-Redaktion. Die meisten Hunde würden unangeleint freilaufen, auf den Spielplatz rennen und sogar Kindern das Spielzeug entwenden. Sein Kind wurde von einem frei laufenden Hund einige Jahre zuvor angegriffen – dabei ist Bohlen laut eigener Aussage nicht der einzige, der solche Vorfälle in Eppendorf miterleben und beobachten konnte.

Zaun als bauliche Abgrenzung der Hundewiese: Grüne und SPD sehen es kritisch

Ein hüfthoher Zaun als bauliche Abgrenzung zwischen Spielplatz und Grünfläche hält Bohlen für die beste Lösung. „In unseren Augen ist der Zaun zur Abtrennung das einfachste Mittel, weil keine Kontrollen stattfinden“, so Bohlen. Anfragen und Lösungsvorschläge an den Hundekontrolldienst, das Bezirksamt und die Polizei blieben erfolglos. Sie hätten keine Kapazitäten für Kontrollen. Den Vorschlag des Bezirksamt Eppendorfs, den Spielplatz zu verkleinern und einen neuen Weg für die Hunde anzulegen bauen, hält Bohlen für „realitätsfremd“. „Das würde noch mehr Geld kosten und man durchtrennt auch noch die Wiese, wo Kinder Fußball spielen.“

Dem Vorschlag sei die SPD nicht komplett abgeneigt. Gegenüber dem Hamburg Journal sagte Sebastian Hafke von der SPD, dass sie zunächst die Verkehrsflächen prüfen müssten. Zudem müsse in dem Zusammenhang geklärt werden, wer für den Zaun zuständig ist und für die Finanzen aufkommen würde. Die Grünen halten einen Zaun nicht für die beste Lösung. Laut Simone Dietz von den Grünen würde ein Zaun den Hundehaltern erst Recht den Anreiz geben, ihre Hunde frei laufen zu lassen und den Spielplatz als Hundeauslaufstelle zu nutzen. Dietz möchte dem Hamburg Journal zufolge das Gespräch mit den Hundehaltern suchen. Großes Aufsehen bei den Eltern löste ein Spielplatz aus, mit ihrer obszönen Rutsche aus.

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Streit um Hundewiese in Eppendorf wird auch im Netz ausgetragen

Zum Zoff um die Hundewiese schalteten sich auch mehrere Nutzer auf Facebook dazu. „Es gibt zu viele Hunde in der Stadt“, so eine Userin. „Unfassbar“, kommentierte eine weitere Facebook-Nutzerin. „Ich kann die Eltern durchaus verstehen. Und es ärgert mich, dass es keine geeignete Lösung bei sowas gibt, die für beide Seiten gut sind. Wir brauchen geschützte Spielplätze und geschützte Hundeauslaufflächen“ schrieb eine Userin im Online-Forum Dogorama und tat ihre Meinung kund. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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