Längste Vollsperrung des Elbtunnels

Elbtunnel am Wochenende voll gesperrt – Hamburg droht Verkehrschaos

  • Maximilian Brinkmann
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Für Autofahrer ist am Wochenende der Stress vorprogrammiert. Der Hamburger Elbtunnel wird für 55 Stunden komplett gesperrt. Schlechtes Wetter könnte die Bauarbeiten sogar noch verzögern.

  • Der Hamburger Elbtunnel wird am Wochenende für 55 Stunden gesperrt.
  • Hamburg* droht ein Verkehrschaos.
  • Schlechtes Wetter könnte die Bauarbeiten noch zusätzlich verzögern.

Hamburg – Die Hölle für alle Autofahrer: Der Hamburger Elbtunnel wird wegen Bauarbeiten an der Autobahn 7* ab Freitagabend, 18. September 2020, für 55 Stunden voll gesperrt werden. Erst am Montagmorgen soll er wieder freigegeben werden. Hamburger müssen sich also auf Stau und Verkehrschaos einstellen.

Brücke in Hamburg:Elbtunnel
Gesamtlänge:3.325 m
Baubeginn:1968
Eröffnet:10. Januar 1975
Anzahl der Röhren:4
Ort:Hamburg
Fahrzeuge pro Tag:113.300

Hamburg: Elbtunnel am Wochenende voll gesperrt – Wetter kann Arbeiten verzögern

Allerdings hingen die Arbeiten von der Witterung ab, sagte ein Sprecher der Bundes-Projektgesellschaft Deges. Geplant seien die Versetzung einer großen Schilderbrücke – was nur bei Windstille erledigt werden könne und der Einbau von Gussasphalt bei Waltershof – der nur bei trockenem Wetter erfolgen kann. Schlechtes Wetter kann die Bauarbeiten in Hamburg also verzögern. Darum werde die endgültige Entscheidung über die Sperrung erst am Donnerstag getroffen.

Autofahrer verzweifeln: Am Wochenende wird der Elbtunnel in Hamburg voll gesperrt. (24hamburg.de-Montage)

Deges-Sprecher Christian Merl appellierte an die Autofahrer, auf nicht notwendige Fahrten am letzten Sommerwochenende zu verzichten oder die Baustelle großräumig zu umfahren. Der Umstieg vom Auto in den öffentlichen Nahverkehr macht von Freitag, 18. September 2020, bis Sonntag, 20. September 2020, vieles leichter. Denn dort geht alles wie gewohnt weiter – mit der Bahn geht es über die Elbe* und mit dem Bus unter der Elbe hindurch. Die Buslinien 150 und 250 des Hamburger Verkehrsverbunds* (HVV) können trotz der Bauarbeiten den Elbtunnel nutzen.

Hamburg: Elbtunnel am Wochenende voll gesperrt – Staus in Hamburg wahrscheinlich

Die innerstädtische Umleitung führt über die Elbbrücken und durch das Hamburger Stadtgebiet, heißt es in einer dpa-Meldung. In Hamburg ist das Verkehrschaos quasi vorprogrammiert, denn eine offizielle Empfehlung für eine überregionale Umfahrung gibt es nicht – auch auf der üblichen Ausweichstrecke über die A1, A21 und B205 gibt es ein Problem. Denn die Bundesstraße 205 ist wegen Bauarbeiten zwischen Neumünster und Wahlstedt bis November 2020 voll gesperrt.

Die weiter südlich verlaufende B206 führt zwischen den Anschlussstellen Bad Segeberg Nord (A21) und Bad Bramstedt (A7) durch mehrere Ortschaften, deren Bürgermeister die erwartete Verkehrsbelastung ablehnen. Da gibt es also nur eine Lösung durch das Hamburger Stadtgebiet fahren, auf viele Staus einstellen und mehr Zeit einplanen.

Hamburg: Elbtunnel am Wochenende voll gesperrt – Weitere Autobahnen gesperrt

Neben der A1 (Bremen-Lübeck) ist die A7 die wichtigste Nord-Süd-Verbindung zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Die bislang längste Vollsperrung des Elbtunnels soll am Freitagabend, 18. September 2020, um 22 Uhr beginnen und am Montag, 21. September 2020, um 5 Uhr wieder aufgehoben werden. In dieser Zeit soll auch an zwei anderen wichtigen Bauprojekten, den Lärmschutztunnel Altona und den Anschluss der A26-West an die A7 bei Hamburg-Moorburg, gearbeitet werden.

Darum gibt es weitere Sperrungen. Die Autobahn in Richtung Hannover wird ab Hamburg-Volkspark bis zur Anschlussstelle Hamburg-Hausbruch gesperrt. In Richtung Flensburg/Kiel wird die Autobahn 7 zwischen Hamburg-Heimfeld und Volkspark nicht passierbar sein. Die Auffahrten werden ab 21 Uhr geschlossen.

Hamburg: Elbtunnel am Wochenende voll gesperrt – Dauerhaftes Verkehrschaos soll verhindert werden

Die Autobahn südlich des Hamburger Elbtunnels verläuft auf rund vier Kilometern auf Stelzen. In die Mitte der Brückenkonstruktion sollen in den nächsten Jahren zwei weitere Spuren eingefügt werden, sodass insgesamt acht Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Zunächst wird die sogenannte Rampe unmittelbar am südlichen Tunnelportal erneuert.

Um während der jahrelangen Bauarbeiten den laufenden Verkehr über alle sechs Fahrspuren aufrechtzuerhalten und ständiges Verkehrschaos in Hamburg zu verhindern, sollen zwei Spuren über einen im Bau befindlichen Hilfsdamm verlaufen. Vor der Inbetriebnahme der neuen Verkehrsführung im November muss der Tunnelrechner neu programmiert und getestet werden. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/Axel Heimken/dpa/picture alliance

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