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Hamburg ändert Corona-Regeln: Das gilt ab jetzt im Supermarkt und Einzelhandel

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Von: Robin Dittrich

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Hamburg zieht mit und schafft die 2G-Regelung im Einzelhandel ab. Politiker fordern weitere Lockerungen für Gastronomie und Kultur – wer darf jetzt was?

Hamburg – Die 2G-Regelung im Einzelhandel war in Hamburg unbeliebt wie umstritten und wird deshalb abgeschafft. In Schleswig-Holstein dürfen schon ab heute wieder Ungeimpfte in die Geschäfte, in Hamburg gilt die neue Regel erst ab Samstag. In der Hansestadt kann auch langsam Abschied von der medizinischen Maske genommen werden. Im Einzelhandel muss ebenfalls ab Samstag eine FFP2-Maske getragen werden – im öffentlichen Verkehr gilt die FFP2-Pflicht schon länger.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Einwohner:1,841 Millionen
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Politiker sehen den Schritt gegen 2G im Einzelhandel als längst überfällig

Rund 80 Prozent der Hamburger sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Geboostert sind immerhin schon 50 Prozent. Trotz der nach wie vor sehr hohen Inzidenz von fast 1900 kommen Lockerungen im „normalen Leben“ zum richtigen Zeitpunkt. Für einige Politiker ist es sogar schon viel zu spät für diesen Schritt. Der Landesvorsitzende der FDP, Michael Kruse, empfindet die neuen Maßnahmen als „überfällig“. Er fordert weitere Lockerungen für Gastronomie, Kultur und Events.

Eine junge Frau mit FFP2-Maske vor Schildern mit der 2G-Plus-Regel und der FFP2-Maskenpflicht
Corona in Hamburg: die 2G-Regel im Einzelhandel fällt, und ab Samstag gilt eine FFP2-Maskenpflicht. (24hamburg.de-Montage) © Jörg Carstensen/Swen Pförtner/Peter Kneffel/Sven Hoppe/dpa

„Dass es keine weiteren Öffnungsschritte gibt, ist fatal. Der Senat verschiebt erneut die Rückkehr zur Normalität in unserer Stadt.“ sagte Kruse. Auch aus der Handelskammer gab es Zuspruch für die neuen Regelungen: „Die zuvor herrschende Uneinheitlichkeit im Norden bedeutete starke Wettbewerbsnachteile für den Hamburger Einzelhandel“ zitiert das Handelsblatt Hauptgeschäftsführer Malte Heyne. Auch er fordert weitere Lockerungen. Heyne spricht sich deutlich für eine Abschaffung der 2G-Plus-Regelung in Gastronomie, Kultur und Sportevents aus. Zu diesen Lockerungen könnte es im Februar in Hamburg noch kommen.

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Hamburger Senat verteidigt seine Linie gegenüber anderen Politikern

„Ab Samstag wird die 2G-Regelung im Einzelhandel durch eine FFP2-Maskenpflicht ersetzt“ sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer nach einer Senatssitzung am Dienstag. Alle anderen Regelungen will der Senat erst einmal beibehalten. Immerhin die Luca-App ist Geschichte, auch wenn Schweitzer eine Rückkehr zur Kontaktverfolgung mit Luca nicht ausschließen will. Kritik anderer Politiker lehnt der Rot-Grüne Senat demonstrativ ab. Insbesondere die Sperrstunde in der Gastronomie stößt vielen Oppositionellen sauer auf.

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Senatssprecher Schweitzer sieht den Hamburger Weg nach wie vor als richtig an. Als viele Ministerpräsidenten eine Schließung vieler Einrichtungen beschlossen, hat „Hamburg es nicht getan, sondern eine Sperrstunde verhängt.“ Weitere Lockerungen sollen auf der Ministerpräsidentenkonferenz am 16. Februar beschlossen werden. Bis dahin ändert sich ab Samstag nur eins: Ungeimpfte dürfen nach einer zweieinhalbmonatigen Sperre wieder einkaufen gehen – mit einer FFP2-Maske über Mund und Nase. Am Effektivsten ist jedoch nach wie vor eine Impfung – eine Booster-Impfung soll das Corona-Sterberisiko um bis zu 93 Prozent senken. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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