Prozessbeginn

Hamburg: Drogen-Labor explodiert – Kiff-Köche vor Gericht

  • Johanna Ristau
    VonJohanna Ristau
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Die Explosion sprengt die Fassade des Hauses in Barmbek-Nord weg. Ein Mensch stirbt fast. Nun wird den mutmaßlichen Drogen-Pfuschern der Prozess gemacht.

Update vom 17. November 2020: Hamburg – Auf einmal lagen überall Trümmerteile! In Barmbek-Nord explodiert im November vergangenen Jahres ein Drogenlabor. Die Feuerwehr muss Anwohner evakuieren. Die Fassade des Hauses: weggesprengt. Der Schaden ist immens. Einer der mutmaßlichen Drogen-Köche wird bei der Detonation sogar fast getötet.

Offenbar hatten er und ein Mitbewohner mit gefährlichen Chemikalien hantiert. Beide betrieben eine professionelle Marihuana-Farm in einem „Grow-Zelt“. Nun soll den Männern der Prozess gemacht werden. Die Anklagepunkte: gemeinschaftliches Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie das Herbeiführen einer Sprengstoff-Explosion. Prozessauftakt ist am Donnerstag, 18. März 2021, vor dem Landgericht Hamburg.

Erstmeldung vom 17. November 2020: Hamburg – Es ist zirka 13 Uhr, als am Montag, 16. November 2020, plötzlich eine Wohnung im dritten Stock, Eckmannsweg 4, in Hamburg-Barmbek explodiert. Durch die enorme Wucht der Explosion beginnt die Hausfassade zu bröckeln, Teile landen auf der Straße. Die Fensterscheiben der Wohnung im dritten Stock fliegen in Scherben auf den Weg. Mauerteile brechen heraus. Das gesamte Haus droht einzustürzen!

Stadtteil im Bezirk Hamburg-Nord:Barmbek-Nord
Fläche: 3,9 km²
Einwohner: 41.875 (31. Dez. 2019)
Bevölkerungsdichte: 10.737 Einwohner/km²
Bezirk: Hamburg-Nord
Koordinaten: 53° 36′ 19″ N, 10° 2′ 24″ O Koordinaten: 53° 36′ 19″ N, 10° 2′ 24″ O

Hamburg: Drogen-Wohnung in Barmbek explodiert – Gebäude droht Einsturz

Rund 40 Feuerwehrleute rücken zum Unfallort nach Barmbek aus. Nach dem lauten Knall sind einige Anwohner bereits auf die Straße geflüchtet. Vier weitere muss die Feuerwehr noch evakuieren, darunter einen schwer verletzten 39-jährigen Mann, der sich in jener explodierten Wohnung aufhält. Wie 24hamburg.de von der Feuerwehr erfuhr, erleidet der Mann Verbrennungen zweiten Grades am Oberkörper, muss beatmet werden und wird dann in eine Unfallklinik eingeliefert.

Die Feuerwehr macht sich an der explodierten Wohnung zu schaffen. Die Hausfassade ist völlig verbeult. (24hamburg.de-Montage)

Dann fällt den Einsatzkräften auf: In der Wohnung befindet sich eine professionelle Marihuana-Plantage. Eine Explosion durch Gas können die Einsatzkräfte ausschließen, wie Blaulicht-News.de berichtet. Denn im ganzen Gebäude befinden sich keine Gasleitungen.

Explosion in Hamburg-Barmbek: Chemisches Düngmittel schuld?

Chemische Düngermittel könnten Quell des Unheils sein, wie das „Hamburger Abendblatt“ (hinter Bezahlschranke) berichtet. Das LKA 45 für Branddelikte ermittelt jedoch noch. Ein weiterer Mann, der sich in der explodierten Wohnung aufgehalten haben soll, flüchtet mit dem Fahrrad. Die Hamburger Feuerwehr zieht das Technische Hilfswerk (THW) sowie einen Baustatiker hinzu, um das Gebäude zu sichern.  Ein Feuerwehr-Sprecher zu 24hamburg.de: „Ein Baustatiker musste das Gebäude mit 12-mal-12-Bohlen stützen, da tragende Wände beschädigt worden sind.“ Nachbarn müssen nach dem Schock betreut werden.

Bewohner des Hauses kommen zunächst bei Freunden und Familienmitgliedern unter. Die Stadt prüfe nun, ob ihnen Ersatzwohnungen angeboten werden können. 24hamburg.de berichtet auch über die Öl-Katastrophe, die sich neulich in Billbrook abgespielt hat, nachdem eine Autowerkstatt abgefackelt war. Und: Neben dem flüchtigen Hanfbauern aus Barmbek halten auch zwei flüchtige Einbrecher die Polizei derzeit in Atem. Am Montag, 15. November suchten die Beamten sogar mit Hundestaffel und Hubschrauber nach dem Duo. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Rubriklistenbild: © Blaulicht-News.de & Oliver Berg/dpa

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