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Cyclassics in Hamburg: Strecke, Anmeldung, Sperrungen - alles zum Radsport-Event

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Von: Nicolai Hackbart

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Die Cyclassics Hamburg ziehen jedes Jahr tausende begeisterte Radsportler und Hobby-Radfahrer an. Alle Infos und Termine rund um das Sportevent.

Hamburg – Bei meist schönstem Wetter starten in Hamburg seit bereits 25 Jahren im Spätsommer tausend Radfahrer bei den Cyclassics. Dabei ist der Streckenverlauf quer durch das Herz der Freien und Hansestadt Hamburg ein Highlight für viele, das sich Radprofis wie auch Hobby-Fahrer nicht entgehen lassen.

Cyclassics Hamburg – Radsportevent
Wie oft:Ein Mal jährlich im Sommer (Juli, August oder September)
Seit wann:1996 gestartet

Cyclassics Hamburg: Termin und Fakten zum Radsport-Event

Die Cyclassics Hamburg ist ein Event rund um den Radsport und führt mitten durch das Zentrum der Hansestadt. Dabei ist das Radevent zum großen Teil ein Jedermannrennen, bei dem Teilnehmer jeder Altersklasse zeigen, was sie draufhaben. Weiterhin findet auch das Cyclassics Pro statt, bei dem die Profis an den Start gehen. Die Cyclassics 2020 und 2021 waren in Hamburg geplant. Wegen der verlängerten Maßnahmen gegen die Coronavirus-Sars-Cov-2-Pandemie konnten die Rennen allerdings nicht wie geplant stattfinden – ähnlich erging es auch anderen Events in Hamburg.

Der Betreiber dieser Veranstaltung ist die Ironman Germany GmbH. Die Teilnehmerzahl der Jedermannrennen liegt erfahrungsgemäß bei rund 18.000 Radfahrern. Da insgesamt vier Rennen mit unterschiedlichen Streckenlängen an einem Tag stattfinden, ist der Zeitplan entsprechend eng getaktet. Dadurch können nicht alle Teilnehmer zeitgleich starten, weshalb sie auch in unterschiedliche Startblöcke unterteilt werden.

Cyclassics Hamburg: Einige Profi-Fahrer fahren in bunten Trikots und mit Schutzhelme dicht an dicht bei der Radsport UCI WorldTour am 21. August 2016 durch den Hamburger Stadtteil Blankenese. Im Hintergrund sind einige Zuschauer und die Containerterminals an der Elbe zu sehen.
Cyclassics Hamburg: Eine Gruppe Profi-Fahrer fährt mit Blick auf die sehenswerten Containerterminals bei der Radsport UCI WorldTour durch den Hamburger Stadtteil Blankenese. © Axel Heimken/dpa

Maßgeblich dafür sind hier die Zeiten der Vorjahre. Fahrer mit insgesamt guten Zeiten werden in die vorderen Blöcke eingeteilt, während Neulinge weiter hinten ins Rennen starten können. Jeder Teilnehmer bekommt vor dem Rennen seinen Startblock und damit auch seine Startzeit mitgeteilt und muss entsprechend losfahren. Weiterhin gehören auch die Cyclassics Rides zum Radevent dazu. Ein Angebot für Teilnehmer vor dem eigentlichen Event in einer Gruppe über eine vereinbarte Strecke gemeinsam beieinander zu fahren.

Cyclassics Hamburg: Einschränkungen und Sperrungen im Verkehr

Da die Rennen der Cyclassics Hamburg mittunter durch den Kern der Hansestadt verlaufen, werden im Vorfeld Sperrungen einiger Straßen vorgenommen. Eine Autofahrt durch die Innenstadt ist durch Verkehrsbehinderungen kaum möglich und eine Umfahrung unausweichlich. Die Veranstalter der Cyclassics Hamburg geben die genauen Sperrungen für die jeweilige Strecke bereits einige Wochen vorher bekannt, damit sich Besucher der Hansestadt und des Events darauf einstellen können.

Auch der HVV-Verkehr wird vor allem bei den Bussen in einigen Teilen eingeschränkt und nicht alle Haltestellen können bedient werden. Daher ist für Besucher die Anreise zum Austragungsort mit den U- und S-Bahnen sicherlich die beste Wahl.

Cyclassics Hamburg: Anmeldung der Jedermannrennen und Profi-Rennen

Anmelden kann sich jeder, egal, ob Hobbyfahrer oder Radprofi. Die Fahrer müssen nicht einmal zwingend ein eigenes Rennrad dafür mitbringen und können alternativ den Start mit einem City-Bike bestreiten. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich online über die Homepage der Cyclassics Hamburg.

Es stehen insgesamt drei Strecken zur Auswahl: 60 Kilometer, 100 Kilometer, 160 Kilometer. Jeder dieser Routen hat eine eigene Mindestgeschwindigkeit, welche die Teilnehmer während des gesamten Rennens einhalten müssen. Ergibt die Überprüfung einen zu niedrigen Wert, wird der Teilnehmer unverzüglich disqualifiziert. Eine Besonderheit stellt das Rennen der UCI World Tour dar. An diesem nehmen die Stars der Radsportszene Teil. Die Cyclassic Rides finden an mehreren Terminen statt. Im Zuge dessen zeigen Guides den Teilnehmern versteckte Strecken und Geheimtipps in und um Hamburg. Im Ziel angekommen gibt aufregende Zielfotos.

Cyclassics Hamburg: Strecke und Rahmenprogramm rund um die Rennen

Der Verlauf der Strecke durch die Hamburger Innenstadt bleibt in jedem Jahr fast identisch und verändert sich nur leicht. Die Strecken führen dabei nicht ausschließlich durch Hamburg, sondern reichen auch bis nach Ahrensburg, Wedel, Glinde und dem Stadtteil Rissen im Westen der Stadt. Das Ziel des Rennens ist jedoch immer die Mönckebergstraße. Hier tummeln sich dann auch die meisten Besucher – kein Wunder, kurz vor der Zielgeraden hat sich noch so mancher Sieg entschieden.

Traditionell findet vor den eigentlichen Rennen ein zusätzliches für Kinder und Jugendliche statt. Die ermöglichen jungen Menschen den Einstieg in den Profisport.

Neben den stattfindenden Rennen wird auch abseits der Strecken ein vielfältiges Programm für die Zuschauer geboten. Am Jungfernstieg am südlichen Ufer der Alster und auf dem Rathausmarkt in der Innenstadt stellen sich knapp 80 Hersteller auf der Cyclassics Expo vor und begeistern mit neuen Innovationen. Hier kann sich jeder Besucher ausgiebig informieren und beraten lassen, um im nächsten Jahr auch durchstarten zu können.

Cyclassics Hamburg: Geschichte des Events und Velothon Berlin

Die Cyclassics 2020 hätten ihr 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Im Jahre 1996 fand das erste Radevent in Hamburg statt. Von 1998 bis 2004 gehörten die Cyclassics Hamburg zum Rad-Weltcup. Nach dem Wandel zur UCI Pro Tour (Union Cycliste Internationale) zählt das Profi-Rennen der Cyclassics Hamburg ebenfalls dazu.

Die Geschichte der Cyclassics zeigt, dass sich in den letzten 24 Jahren kaum etwas am Konzept geändert hat. Dies spricht eindeutig für die Sportveranstaltung. Im Jahre 2008 wurde der Betreiber des Events umbenannt in Lagardère Unlimited Events Germany GmbH. Erst 2016 übernahm die Ironman Germany GmbH die Organisation der Cyclassics Hamburg. Die gleiche Firma organisiert auch den jährlichen Ironman und Triathlon in Hamburg.

Ein ähnliches Rennen findet seit fast 20 Jahren in Berlin unter dem Namen Velothon Berlin statt. Dieses ist neben den Cyclassics Hamburg das zweitgrößte Radevent Europas. Auch hier sieht das Konzept einen Streckenverlauf innerhalb der Stadtgrenzen vor. Während des Rennens können die Teilnehmer viele Sehenswürdigkeiten der Stadt genießen.

Cyclassics Hamburg: Das sind die Sieger-Ergebnisse von 1996-2019

Bisher verzeichnen die Profi-Rennen der Cyclassics Hamburg 24 Sieger, wovon allein neun aus Italien kamen. Die Siegerinnen und Sieger der jeweiligen Jahre auf einen Blick:

Die Renn-Ergebnisse zeigen die Vielfalt an Nationalitäten auf, denn die Sieger kommen aus der ganzen Welt. Für die Stadt Hamburg ist es eine große Ehre, die Weltstars des Radsports jedes Jahr aufs Neue bei Europas größtem Radsportfestival willkommen zu heißen.

Cyclassics Hamburg: Zu Hause verfolgen dank Livestream

Wer sich nicht mit der Vielzahl an Besuchern an der Rennstrecke drängeln möchte, kann die Rennen auch im Cyclassics Livestream verfolgen. Insbesondere bei schlechtem Wetter ist dies eine gute Alternative, auch wenn es für das Gefühl direkt vor Ort natürlich keinen Ersatz gibt. Für sportbegeisterte Menschen, die keine Übertragung empfangen können, bieten verschiedene Anbieter auch Liveticker an, in denen jedes Geschehnis aufgelistet wird. Auf diese Weise sind die aktuellen Meldungen jederzeit auf dem Smartphone oder Computer live und von überall einzusehen.

Cyclassics Hamburg: Verrücktes und böse Zusammenstöße

Auch wenn die Cyclassics an sich meist wie geplant verlaufen, kommt es dennoch manchmal zu unschönen Zwischenfällen. In die Geschichte der Sportveranstaltung ging dabei ein eher verrücktes Event mit dem Nacktflitzer 2019 ein, der plötzlich auf der abgesperrten Strecke erschien. Er war auf seinem Fahrrad in der Gegenrichtung unterwegs und wollte unter Drogeneinfluss protestieren.

Leider gehören auch weniger belustigende Dinge wie Unfälle, die meistens mehrere Teilnehmer betreffen, zu solch rasanten Wettkämpfen dazu. So erlitt im Jahr 2018 ein 16-Jähriger schwere Verletzungen, als er in Höhe der Reeperbahn in ein Absperrgitter fiel. Beim Rennen 2013 kam es gleich mehrere Male zu schweren Unfällen, bei denen Teilnehmer miteinander kollidierten. Zwei weitere erlitten schwere Schädelverletzungen und ein Fahrer musste sogar reanimiert werden. Solche Vorfälle lassen sich bei einer Teilnehmerzahl von knapp 20.000 im Radsport kaum verhindern.

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