Riskanter Badespaß in Coronvirus-Sars-CoV-2-Zeiten

Hamburger Elbstrand: Monsterwelle reißt Kind fast in die Tiefe der Elbe

Der Strand wird von Wasser überspült. Eltern heben ihre Kinder hoch, um sie in Sicherheit zu bringen.
+
Strandbesucher bringen am Elbstrand Wittenbergen in Hamburg ihre Kinder vor der Bugwelle eines Containerschiffes in Sicherheit.
  • Wiebke Kaßmann
    vonWiebke Kaßmann
    schließen

Der Strand Wittenbergen und das Falkensteiner Ufer in Hamburg sind in Coronavirus-Sars-CoV-2-Zeiten beliebte Ausflugsziele. Doch dort besteht Lebensgefahr. Vor allem für die Kleinsten.

  • Ein Junge wurde am Hamburger Elbstrand Wittenbergen fasst von einer Monsterwelle mitgerissen.
  • Strandbesucher flüchten in Panik vor der Welle.
  • In der Vergangenheit gab es durch Monsterwellen bereits Schwerverletzte.

Hamburg – Durch die Corona-Sars-CoV-2-Pandemie fällt für viele Hamburger der Urlaub im Ausland zurzeit aus. Doch auch in Hamburg gibt es einige schöne Strände, das Falkenstein Ufer in Hamburg Blankenese oder der Strand Wittenbergen in Rissen. Die beiden Strände an der Elbe locken bei gutem Wetter viele Besucher an; gerade während der Coronavirus-Sars-CoV-2-Zeit. Doch der Badespaß kann gefährlich werden, sogar lebensgefährlich.

Hamburger wird Zeuge des Beinahe-Unglücks an der Elbe

Letzte Woche wurde ein kleiner Junge fast von einer riesigen Welle mitgerissen, er hatte noch einmal Glück. Der 76-jährige Segler Michael Naujok hatte das ganze beobachtet und dem Hamburger Abendblatt berichtet: „Aber das hätte auch ins Auge gehen können. Zwei Container-Riesen begegneten sich bei Wittenbergen, was eher selten vorkommt“. Daraufhin habe sich das Wasser zurückgezogen.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

#elbekids #unseralltagistihrekindheit 💙⚓️

Ein Beitrag geteilt von MC (@ma_re_con) am

Hamburg: Gewaltige Welle am Elbstrand

Ein Junge lief dem, sich zurückziehenden, Wasser hinterher. Er wurde aber schnell wieder an den Strand zurückgerufen, was sein Glück war. Denn nur kurze Zeit später überrollte eine riesige Welle den Strand. Diese hätte den Jungen ansonsten mit in die Tiefen der Elbe gerissen.

Die Strandbesucher - viele Familien mit Kindern - flüchteten panisch und konnten sich vor der Welle in Sicherheit bringen. Verletzt wurde bei diesem Vorfall niemand, die Badegäste kamen nochmal mit dem Schrecken davon.

Warnschilder am Hamburger Elbstrand werden oft übersehen

Am Strand gibt es zwar zwei Warnschilder, viele Besucher würden die Schilder aber einfach übersehen. Auch am Falkensteiner Ufer warnen Schilder vor den großen Wellen, die durch die Schiffe auf der Elbe entstehen. Auch diese werden oft nicht wahrgenommen. Das führt immer wieder zu gefährlichen Situationen, da die Menschen von den Wellen überrascht werden.

Lebensgefahr am Hamburger Elbufer

Am Falkensteiner Ufer spielen gerne viele Kinder im seichten Wasser. Aber dort kann es gefährlich werden, wenn die großen Wellen den Strand überspülen. Kinder und auch Erwachsene reißen solchen Wellen schnell von den Beinen. In letzter Zeit kam es nicht zu ernsthaften Vorfällen oder Verletzungen, doch auch solche gab es bereits.

Monsterwelle überrascht Strandbesucher in Hamburg Wittenbergen.

Monsterwellen: Es gab bereits viele Verletzte

Immer wieder werden Menschen am Elbufer durch die Monsterwellen verletzt: Am 15. April 2007 hatte sich die Eppendorferin Karin Hoffmann das Bein gebrochen als sie von einer Welle mitgerissen wurde.

Sie war am Elbstrand Hetlinger Schanze in der Nähe von Wedel unterwegs und wurde von einer Welle umgeworfen. Kurz darauf kam eine zweite Welle und drückte sie erneut unter Wasser, wie das Abendblatt berichtete. „Ich hatte Todesangst“, erzählte die kaufmännische Angestellte. Karin Hoffman blieb schwerverletzt liegen und musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Wedel gebracht werden. Sie hatte sich einen komplizierten Beinbruch zugezogen und musste sechs Wochen in die Reha.

Auch im Juni 2007 wurden drei Erwachsen und zwei Kinder schwer verletzt als sie an der Unterelbe in Höhe von Hamburg-Wittenbergen von einer Welle erfasst wurden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare