Vorsicht Abzocke

Hamburger Polizei warnt: Betrüger fordern Rückzahlung von Coronavirus-Soforthilfen

Bildmontage eines Corona-Soforthilfe-Antrags und eines Cyber Polizisten.
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Polizei Hamburg warnt vor Corona-Betrügern.
  • Wiebke Kaßmann
    vonWiebke Kaßmann
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  • Laura-Marie Löwen
    Laura-Marie Löwen
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Betrüger nutzen in Zeiten des Coronavirus fiese Maschen, um sich an den Soforthilfen zu bereichern. Aktuell verschicken sie E-Mails in denen sie gezahlte Soforthilfen zurückfordern. Die Polizei Hamburg warnt und gibt Tipps wie sich Betroffene wehren können

  • Update: Betrüger fordern Rückzahlung von Corona-Soforthilfen.
  • Betrüger benutzen in Zeiten des Coronavirus dreiste Maschen, um Bürgerinnen und Bürger auszurauben.
  • Die Polizei Hamburg appelliert dazu, Ruhe und Vernunft zu bewahren und gibt Tipps, um sich vor den fiesen Tricks der Betrüger zu schützen.

Update vom 13. Mai, 9:30 Uhr: Die Polizei Hamburg warnt vor einer neuen Betrugsmasche im Zusammenhang mit der Coronavirus-Sars-CoV-2-Soforthilfe. In wahllos verschickten, echt wirkenden E-Mails fordern die Betrüger die Empfänger dazu auf erhaltene Soforthilfen zurückzuzahlen. Doch auch die Behörden selbst werden von Betrügern abgezockt.

Betrüger fordern Rückzahlung von Coronavirus-Sars-CoV-2-Soforthilfen

In Hamburg sind einzelne betrügerischer E-Mails aufgetaucht. Sie erwecken den Anschein von Hamburgische Investitions-und Förderbank (IFB Hamburg) zu stammen und beziehen sich auf vermeintlich gezahlte Coronavirus-Sars-CoV-2-Soforthilfen. Im Anhang der E-Mail befinden sich zwei echt wirkende PDF-Dokumente, mit denen die Betrüger versuchen, persönliche Daten abzugreifen. In der Mail werden die Betroffenen aufgefordert, einen bereits erhaltenen Zuschuss teilweise oder komplett zurückzuzahlen.

Polizei Hamburg rät: Antworten Sie nicht auf die Betrüger-Mail

Verschickt wurden die betrügerischen Mails scheinbar wahllos und in der Hoffnung möglichst viele Soforthilfe-Empfänger zu erreichen. Absender dieser betrügerischen Nachrichten ist die folgende Mailadresse: corona-zuschuss@ifb-hh.de.com

Die Polizei rät nicht auf diese E-Mails zu antworten! Potenzielle Geschädigte können sich unter der E-Mailadresse lkahh501@polizei.hamburg.de an die zuständige Polizeidienststelle wenden.

Telefon-Betrüger haben ein leichtes Spiel während der Coronavirus-Krise. Die Polizei mahnt zu Vorsicht bei unbekannten Anrufern.

Polizei warnt vor Coronavirus-Betrügern

Erstmeldung vom 14. April, 17:35 Uhr: Hamburg – Seit Beginn der Coronavirus-Krise zeigen sich viele Hamburgerinnen und Hamburger solidarisch. Doch manchmal kann der Schein auch trügen – es gibt immer wieder Kriminelle, die sich in diesen Zeiten dreiste Maschen überlegen, um Bürgerinnen und Bürger auszubeuten. So können Sie sich vor möglichen Betrügern in Hamburg schützen.

Polizei Hamburg warnt: Tappen Sie nicht in die Corona-Falle!

Aktuelle Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen im Schutz gegen Betrugsaktionen während der Coronavirus-Krise hat die Polizei Hamburg im April auf ihrer Website veröffentlicht. Hier wird besonders an ein gesundes Misstrauen und das Bauchgefühl appelliert. Grundsätzlich gelte es, Ruhe zu bewahren und Panik zu vermeiden. Trotzdem sollten befremdlich wirkende Angebote oder Situationen kritisch hinterfragt werden. „Im Zweifel: Legen Sie den Hörer auf! Löschen Sie derartige E-Mails ungelesen! Bei ungebetenem Besuch an der Wohnungstür: Die Tür bleibt zu!“ heißt es auf der Website.

Coronavirus: Diese Maschen sind bei Betrügern besonders beliebt 

Gewisse Maschen und Tricks tauchen laut der Polizei in Hamburg immer wieder auf. Dennoch seien Betrüger kreativ und kämen immer wieder auf neue Ideen - gesundes Misstrauen ist daher jederzeit angesagt. Diese beliebten Maschen der Betrüger sollten Sie in jedem Fall kennen, um im Ernstfall gut reagieren zu können:

  • Fake-Shops: In Online-Shops werden Coronavirus-Produkte (Desinfektionsmittel, Mundschutzmasken, Thermometer) verkauft, welche in Apotheken und Drogerien nur selten oder nie verfügbar sind. Nach dem Bezahlvorgang wird die Lieferung niemals bei Ihnen eintreffen.
  • Betrug-E-Mails: Betrug-E-Mails am besten gar nicht erst öffnen und direkt löschen - Kriminelle verschicken E-Mails im Namen von Behörden oder offiziellen Organisationen, wie zum Beispiel der Weltgesundheitsorganisation WHO. Die Adressaten werden aufgefordert, in der E-Mail angehängte Dokumente zu öffnen - dabei laden sie sich häufig eine Schadsoftware herunter. In anderen Fällen wird auch um Spenden gebeten, etwa für Angehörige von Coronavirus-Sars-CoV-2-Opfern, medizinische Pflegekräfte oder für die Entwicklung eines Impfstoffes. Bei Betreffzeilen wie „Spende für den Kampf gegen Corona!“ sollten Sie grundsätzlich skeptisch werden.
  • Der „Enkeltrick“: Auf diese alt bewährte Masche greifen Kriminelle auch in der Coronavirus-Sars-CoV-2-Krise zurück. Betrüger spielen am Telefon vor, Angehörige zu sein, die sich in Quarantäne befinden und daher auf Bargeld angewiesen sind. Eine Hamburger Oma wehrte sich gegen die fiese Masche.
  • Trickdiebstahl: In diesem Fall besser gar nicht erst die Tür öffnen - Betrüger wollen Zutritt in ihre Wohnung, um an Ihr Bargeld oder Wertsachen zu gelangen. Dafür verkleiden sie sich sogar nicht selten mit Schutzanzügen und geben vor, die Wohnung desinfizieren zu wollen.

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