Hamburg lahmgelegt

Coronavirus, SARS-CoV-2, COVID-19: Aktueller Überblick zu News, Zahlen und Regeln für Hamburg

  • Laura-Marie Löwen
    vonLaura-Marie Löwen
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  • Nicolai Hackbart
    Nicolai Hackbart
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Die Coronavirus-Pandemie hinterlässt auch in Hamburg ihre Spuren. Alle Informationen, Zahlen und Fakten rund um die Krise.

  • Anfang März wurden die ersten durch das Coronavirus infizierten Personen in Hamburg* gemeldet.
  • Die Infektionszahlen steigen seit Herbst 2020 wieder an.
  • Die aktuelle Newslage zur Pandemie in der Hansestadt im Überblick.

Hamburg – Das Coronavirus breitet sich in Hamburg weiterhin aus. Nachdem die Zahlen durch den Lockdown im Frühjahr zunächst gesunken waren, schießen die Infektionen seit Herbstbeginn 2020 wieder in die Höhe.

Stadt in DeutschlandHamburg
Fläche755,2 km²
Einwohner1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Vorwahl040
BürgermeisterPeter Tschentscher

Coronavirus in Hamburg: Zahlen, News und Infektions-Statistiken – RKI informiert

Die aktuellen Fallzahlen zu am Coronavirus erkrankten Personen veröffentlicht das Robert Koch-Institut (RKI) täglich. Dabei handelt es sich immer nur um die bestätigten COVID-19-Fälle. Verdachsfälle werden erst an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet. Generell handelt es sich bei den meisten Zahlen-Erhebungen um keine absoluten Zahlen, da nicht alle Fälle dokumentiert werden. Die weltweite Zahl der COVID-19-Fälle kann von Experten nur geschätzt werden.

Coronavirus in Hamburg: Aktuelle Zahlen und Fakten (Stand 15 Oktober 2020):

  • Der erste COVID-19-Fall in Hamburg wurde laut RKI am 29. Februar 2020 gemeldet.
  • Hamburg hat über 9.288 gemeldete Fälle, 7.400 gelten davon als genesen.
  • Bisher sind 278 Hamburger Bürgerinnen und Bürger an COVID-19 gestorben.
  • Die Zahl der deutschlandweit genesenen Personen kann aktuell nur geschätzt werden und liegt bei etwa 283.656.

Coronavirus in Hamburg: Zahlen steigen – Senat verschärft Maskenpflicht, Inzidenzwert nähert sich kritischem Wert

Weil sich der Inzidenzwert, der die Anzahl der Coronavirus-Infektionen pro 100.000 Einwohner pro Woche beschreibt, immer weiter dem Grenzwert von 50 nähert, hat der Hamburger Senat* eine verschärfte Maskenpflicht* eingeführt. Diese verpflichtet die Hamburger zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch unter freiem Himmel, allerdings nur an bestimmten Orten und nur zu bestimmten Zeiten.

Die Stadt Hamburg hat die Maskenpflicht verschärft. Sie gilt seit Montag, 12. Oktober 2020, zu unterschiedlichen Zeiten an verschiedenen öffentlichen Plätzen. (24hamburg.de-Montage)

Erreicht der Inzidenzwert die kritische Marke von 50, so wird Hamburger Senat über weitere Coronavirus-Maßnahmen diskutieren. Die Kontaktbeschränkungen könnten, ähnlich wie im Frühjahr 2020, wieder weiter verschärft werden. Außerdem droht Hamburg eine Sperrstunde ab 23 Uhr. Demnach müssten Restaurants und Bars früher dicht machen.

Hamburgs Bar- und Gastroszene leidet auch unter dem Alkohol-Außerhausverkaufs-Verbot, das nach Beschluss der Bezirksämter Altona, Hamburg-Mitte und Eimsbüttel bis zum 29. November 2020 gilt. Freitags und samstags von jeweils 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetags dürfen Kioske, Bars, Gaststätten, Einzelhandel und Tankstellen keine alkoholischen Getränke außer Haus verkaufen.

Coronavirus in Hamburg: Private Feiern sorgen für hohe Zahlen – neue Beschränkungen, zweiter Lockdown droht

Vor allem private Feiern sind für die steigenden Coronavirus-Zahlen in Hamburg verantwortlich. Hier werden die Coronavirus-Schutzmaßnahmen wie Abstandsregeln und das Tragen einer Maske vernachlässigt, Partygäste handeln durch übermäßigen Alkoholkonsum leichtsinniger. Um einen zweiten Lockdown zu verhindern, kündigte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher an, dass Familienfeiern und Partys wieder in kleinerem Rahmen stattfinden sollen. Waren in Gaststätten bislang bis zu 50 Gäste erlaubt, so wird die Zahl wieder auf 25 Personen im öffentlichen Raum und 15 Personen im privaten Raum beschränkt.

Symptome bei einer Infektion mit Coronavirus

Wenn Sie sich krank fühlen und mehrere dieser Symptome spüren, dann sollten Sie zur Sicherheit einen Arzt kontaktieren:

  • Fieber
  • trockener Husten
  • Kurzatmigkeit/Atembeschwerden
  • Muskel- oder Gelenkschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen

Newsticker zum Coronavirus: Liste von Hamburger Medien

Diese Webseiten von Zeitungen, Radios und Fernsehen berichten live über die aktuelle Lage in Newstickern (Liste ist unvollständig):

Hamburg: UKE warnt und beruhigt zum Thema Coronavirus

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat für das Coronavirus eine eigene Webseite eingerichtet, auf der es über alle notwendigen Informationen aufklärt. Enthalten sind vor allem aktuelle Verhaltensregeln und auch der Stand, wie das UKE für die Pandemie vorbereitet ist.

  • Wer den Verdacht hat, sich angesteckt zu haben soll nicht in das Krankenhaus und auch zu keinem Arzt gehen, sondern vorerst den ärztlichen Notdienst anrufen und das weitere Vorgehen individuell besprechen. Die Telefonnummer ist: 116 117
  • Das UKE weist auf beschränkte Besucher-Regelungen während der Coronavirus-Pandemie hin. Es gilt: Patientinnen und Patienten dürfen pro Tag von einer Person für eine Stunde besucht werden. Es gibt allerdings auch Ausnahmen.
  • Das UKE appelliert auf dieser Seite auch noch einmal zur Einhaltung der persönlichen Hygienemaßnahmen. Die zehn wichtigsten Tipps könne auf der Seite auch als PDF heruntergeladen werden.

Coronavirus in Hamburg und Umgebung: Diese Top-Veranstaltungen wurden abgesagt oder verschoben

Zahlreiche Veranstaltungen in der Zeit der Coronavirus-Pandemie, aber auch über das ganze Jahr hinweg, sind von dem städtischen Veranstaltungsverbot betroffen oder haben ihre Termine freiwillig umgeplant. Diese Veranstaltungen finden zu einem Ersatztermin statt oder wurden leider komplett abgeblasen. Großveranstaltungen bis einschließlich 31. August dürfen auf behördliche Anordnung nicht stattfinden.

Veranstaltungursprünglicher TerminErsatztermin/Absage (Stand 15. Oktober)
Frühlingsdom27. März bis 26. April 2020abgesagt
diverse Osterfeuer11., 12. oder 13. April 2020abgesagt
Hamburg Marathon19. April 2020abgesagt
Lange Nacht der Museen Hamburg25. April 2020abgesagt
831. Hafengeburtstag Hamburg8. bis 10. Mai 2020abgesagt
Elbjazz5. und 6. Juni 2020abgesagt
Eppendorfer Landstraßenfest6. und 7. Juni 2020abgesagt
Altonale2210. September bis 13. September 2020fand statt
Ironman Hamburg21. Juni 2020abgesagt
Kieler Woche5. bis 13. September 2020fand statt
Hamburg Harley Days26. bis 28. Juni 2020abgesagt
Schlagermove4. Juli 2020abgesagt
Beachvolleyball Major Series 202019. bis 23. August 2020 abgesagt
Eurovision Song Contest 202012. bis 16. Mai 2020abgesagt
Reeperbahn Festival 16. September 2020 bis 19. September 2020fand statt
Santa Pauli Weihnachtsmarkt6. November bis 23. Dezember 2020findet statt
Winterdom6. November 2020 bis 6. Dezember 2020findet statt
Hamburg ist menschenleer.

Coronavirus, SARS und COVID-19: Begriffe zur Krankheit und Geschichte des Virus

Im Dezember 2019 wurde in der chinesischen Metropole Wuhan eine erhöhte Zahl an Lungenentzündungen festgestellt. Es dauerte nur wenige Wochen, bis Forscher das neuartige Virus identifiziert hatten und es später als “SARS-CoV-2” einordneten. Der Name “SARS” ist die Abkürzung für “Schweres akutes respiratorisches Syndrom” und beschreibt einfach gesagt eine hochansteckende Lungenentzündung durch das Coronavirus

“CoV” steht für das Coronavirus selbst und die “2” ist die Nummerierung in der Liste der Coronaviren. Denn schon im Jahr 2002 gab es ein ganz ähnliches Virus namens “SARS-CoV” (noch ohne Nummer, da es das Erste war). Weltweit führte es zu hunderten Toten. Auch die Krankheit, die durch SARS-CoV-2 ausgelöst wird, hat einen Namen: “corona virus disease 2019”, kurz COVID-19 (Englisch für “Coronavirus-Krankheit-2019”).

Wie das Virus seinen Weg angetreten hat, lässt sich wahrscheinlich nie vollständig ergründen. Hierfür gibt es laut Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung zwei unterschiedliche Vermutungen. 

Da es unzählige Coronaviren in Menschen gibt, kann eines dieser Viren zu dem gefährlichen Vertreter SARS-CoV-2 mutiert sein. Die andere Theorie sagt, dass es über ein Tier auf den Menschen übertragen wurde. Ob es nun aber Fledermäuse waren, die ähnliche Viren in sich tragen oder die katzenartigen Larvenroller, die in der Region um Wuhan gegessen werden oder doch eine ganz andere Tierart, ist nicht bewiesen.

Am 11. März 2020 stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Krankheit schließlich als Pandemie ein. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Georg Wendt/dpa/picture alliance

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