Kontrolleurin attackiert

Corona in Hamburg: Masken-Muffel rastet im Zug völlig aus und bewirft Kontrolleurin mit Deo-Dosen

  • Laura-Marie Löwen
    vonLaura-Marie Löwen
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Masken-Muffel auf frischer Tat ertappt! Als eine Zugbegleiterin einen Fahrgast im Zug kurz vor Hamburg auf die Maskenpflicht aufmerksam macht, gerät die Situation außer Kontrolle.

  • Hamburg*: Kontrolleurin weist Zug-Fahrgast auf Maskenpflicht hin.
  • Der Mann wehrt sich gegen die Coronavirus*-Regel – und setzt Deodosen als Waffe ein.
  • Die Bundespolizei muss einschreiten.

Hamburg – Diese Zugfahrt wird einer Zugbegleiterin lange in Erinnerung bleiben. Am Freitagabend, 20. November 2020, saß ein 24-jähriger Mann ohne Mund-Nasen-Bedeckung im Zug der Deutschen Bahn (DB) von Hamburg nach Elmshorn. Als die Zugbegleiterin ihn während- der Fahrt auf die Maskenpflicht* aufmerksam macht, gerät die Situation außer Kontrolle.

Stadt in DeutschlandHamburg
Fläche 755,2 km²
Bevölkerung1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Vorwahl040
BezirkHarburg

Hamburg: Coronavirus-Ausraster im Zug der Deutschen Bahn (DB) – Mann ignoriert Maskenpflicht

Wie die Polizeiinspektion Flensburg am Montag, 23. November 2020 berichtet, soll sich der Zugreisende, der auch keinen Fahrschein nachweisen konnte, selbst nach der Ermahnung durch die Kontrolleurin gegen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gewehrt haben. Stattdessen rastete er aus und attackierte die Zugbegleiterin sogar, indem er sie mit Deodosen bewarf. Die Frau blieb dabei unverletzt.

In einem Zug zwischen Hamburg und Elmshorn attackierte ein Masken-Verweigerer eine Zugbegleiterin. (24hamburg.de-Montage)

Als der Zug dann in Elmshorn angekommen war, wurde der Masken-Muffel am Bahnhof bereits von vier Polizisten der Bundespolizei erwartet. Dieser soll sich den Angaben zufolge „äußerst unkooperativ“ verhalten haben und sich unüberhörbar über die Maßnahmen aufgeregt haben. Damit nicht genug: Später entdeckten die Beamten bei der Durchsuchung seines Gepäcks auch noch Feuerwerkskörper. Jetzt droht dem 24-Jährigen ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

Hamburg: Coronavirus-Kontrollen in Bussen und Bahnen – Bundespolizei entlarvt

In diesen Tagen kontrollieren Bundespolizisten und weitere Einsatzkräfte verstärkt die Einhaltung der Maskenpflicht in Hamburgs Bussen, Bahnen und Zügen. Das Coronavirus hält die Hansestadt weiter im Griff, trotzdem wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung immer wieder von Fahrgästen ignoriert: Bei einer Großkontrolle am Samstag, 14. November 2020, stellte die Polizei 650 Verstöße gegen die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln Hamburgs fest, wie der NDR berichtet. Insgesamt wurden an dem Tag 17.500 Fahrgäste kontrolliert.

Insgesamt würde das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bei den Hamburgerinnen und Hamburgern aber auf eine hohe Akzeptanz stoßen, wie Polizeisprecherin Sandra Levgrün gegenüber dem NDR bestätigte. An den Wochenenden würden sich die Verstöße dann häufen. Wer sich in Hamburg nicht an die Maskenpflicht hält, dem drohen zum Teil hohe Geldstrafen. Im Geltungsbereich der Hamburger Hochbahn müssen Masken-Muffel 40 Euro Strafe zahlen, unter freiem Himmel sogar 150 Euro – denn auch an einigen öffentlichen Plätzen in Hamburg gilt die Maskenpflicht.

24hamburg.de berichtete auch von einer weiteren Masken-Kontrolle in Hamburg, die aus dem Ruder gelaufen ist: Am Hamburger Hauptbahnhof*, der einer Statistik zufolge als der gefährlichste Bahnhof Deutschlands gilt, schlug ein oberkörperfreier Masken-Muffel in Anwesenheit der Polizei wild um sich. Der Hamburger Panikrocker Udo Lindenberg* hat kein Verständnis für Maskengegner: Wie 24hamburg.de/vip berichtete, bezeichnete er diese sogar als „Hirntote Risikopiloten“. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Paul Zinken/dpa & Annette Riedl/dpa

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