Alle bleiben zuhause

Coronavirus trifft Hamburger Hochbahn - kaum Fahrgäste in Bussen und U-Bahnen

  • Laura-Marie Löwen
    vonLaura-Marie Löwen
    schließen

Immer weniger Hamburger nutzen Busse und Bahnen während der Coronavirus-Krise: Die Hamburger Hochbahn bestätigte einen Rückgang um etwa 70 Prozent. Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Lage ermöglicht die Hamburger Hochbahn betroffenen Gewerbe-Mietern eine zinslose Stundung für Mietkosten.

Menschenleer: Durch die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus hat die Zahl der HVV-Fahrgäste stark nachgelassen.
  • Durch das Coronavirus sind Busse und U-Bahnen deutlich weniger ausgelastet.
  • Öffentlicher Nahverkehr fährt unverändert weiter – Schutzmaßnahmen in HVV-Bussen.
  • Hamburger Hochbahn ermöglicht Mietern eine zinslose Stundung für etwaige Gebäudemieten

Hamburg (dpa/lno) Wie andere Verkehrsbetriebe verzeichnet auch die Hamburger Hochbahn in ihren Bussen und U-Bahnen coronabedingt einen Fahrgastrückgang von rund 70 Prozent. Das Unternehmen befördere derzeit nur noch knapp ein Drittel ihrer sonst üblichen Fahrgäste, sagte eine Hochbahn-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Normalerweise fahren täglich mehr als 1,2 Millionen Menschen mit Bus und Bahn. Im Jahr sind es gut 214 Millionen Menschen in den Bussen und 251 Millionen Fahrgäste in den U-Bahnen. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt rund 3500 U-Bahn- und Busfahrer.

Coronavirus: Kaum Änderungen im Nahverkehr - jedoch Schutzmaßnahmen in HVV-Bussen

Der öffentliche Nahverkehr fuhr seit Anordnung der Kontaktsperre in Hamburg nahezu unverändert weiter, um Fahrgästen den Mindestabstand auch in den Fahrzeugen zu ermöglichen. Mittlerweile gab es im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) sogar Anpassungen. So wurde der Bus-Zubringer zum Airbus-Werk in Zeiten mit hoher Nachfrage mit zusätzlichen Fahrten verstärkt, wie die Hochbahn-Sprecherin bestätigte. Bislang stark genutzte Busverkehre, insbesondere zum Schülertransport, sind weniger häufig im Einsatz. In den Bussen gibt es Schutzmaßnahmen für Fahrer und Fahrgäste: Die erste Sitzreihe ist gesperrt. Fahrkarten müssen entweder vor Fahrtantritt am Automaten oder per App gekauft werden oder nach Fahrtende am Automaten nachträglich gelöst werden.

Hamburger Hochbahn gewährleistet Stundung der Mietkosten für Kioske, Eisläden und Co.

Wie hamburg.de bekannt gab, können Mieter der Hamburger Hochbahn können nun die zinslose Stundung der etwaiger Grundstücksmieten für die Monate April, Mai und Juni beantragen. Aufgrund der Allgemeinverfügungen des Hamburger Senats sind beispielsweise Blumenhändler, Kioske, Imbisse, Änderungsschneidereien oder Bäckerei-Shops stark von der Coronavirus-Krise betroffen. Viele Gewerbemieter, die ihre Shops direkt in U-Bahn-Stationen oder an Bussteigen betreiben, verzeichnen durch den Rückgang der Fahrgäste auch starke Umsatzverluste. Für sie ist nach Antragstellung jetzt eine Stundung der Zahlungen ist bis zum 31. Dezember 2020 möglich. Senator Michael Westhagemann bekräftigt: „Wir haben einen Schutzschirm für Hamburg aufgespannt und wollen dafür sorgen, dass auch diese Unternehmen gut durch die Krise kommen. Sie sind ein wichtiger Teil unseres Angebotes im ÖPNV und aus dem öffentlichen Raum nicht wegzudenken.“

Kioske, Bäckerei-Shops, Blumenhändler und andere Gewerbetreibende in Hamburger U-Bahn- und an Bus-Umsteigestationen können sich ihre Mieten jetzt stunden lassen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance/Markus Scholz/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare