Insgesamt drei Einsätze

Hamburg: Nach Schüssen – Polizei dringt in Wohnung ein

  • Jan Knötzsch
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Gleich drei Einsätze für das Hamburger SEK: Zwei Mal durchsuchen die Beamten Wohnungen, in Hamburg-Borgfelde müssen sie nach einem Schusswechsel eingreifen. 

  • Beamte nehmen Tatverdächtigen fest, das Opfer wird ins Krankenhaus gebracht.
  • Bei einem weiteren Einsatz in Alsterdorf stellt die Polizei Waffen sicher.
  • Wohnungsdurchsuchung in Bramfeld endet ohne Waffen-Fund.

Hamburg – Hochbetrieb für die Hamburger Polizei: Das Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) und das Spezialeinsatzkommando (SEK) mussten am Dienstag gleich dreimal an verschiedenen Orten in der Stadt zu Einsätzen ausrücken. In Alsterdorf und Steilshoop rückten die Beamten an, um Wohnungen zu durchsuchen, weil die jeweiligen Bewohner im Verdacht standen, illegale Schusswaffen zu besitzen. Im Stadtteil Borgfelde hatte ein Zeuge bei der Polizei einen Schusswechsel gemeldet. Zusätzlich zum SEK waren dort 22 Streifenwagen-Besatzungen im Einsatz.

Hamburger Stadtteil:Borgfelde
Fläche:90 ha
Bevölkerung:8343 (Stand: 31. Dezember 2019)
Vorwahl:040

Widersacher ins Gesicht geschossen: Beamte nehmen in Borgfelde einen Mann fest

Laut der Hamburger Polizei ging der Notruf um kurz nach 16 Uhr ein. Neben dem Großaufgebot an Streifenwagen wurden auch ein Notarzt, ein Rettungswagen sowie ein Löschfahrzeug der Feuerwehr zum Einsatzort in die Bethedsastraße geschickt, wie Blaulicht-News.de berichtet. Als die Einsatzkräfte ankamen, stand eine Person mit Verletzungen im Gesicht vor dem Mehrfamilienhaus.

Bei einem Einsatz in der Bethesdastraße im Stadtteil Borgfelde sicherten SEK-Beamte mit Maschinenpistolen das Umfeld und stürmten eine Wohnung. (24hamburg.de-Montage)

Nach den ersten Erkenntnissen der Polizei war es offenbar zu einem Streit unter Nachbarn in einer Wohnung gekommen, während dem ein 40 Jahre alter Mann eine Waffe zog, schoss und die andere Person mit einem Schuss im Gesicht traf. Das Opfer wurde vom Notarzt versorgt und anschließend in eine Klinik transportiert. Die Schüsse sollen aus einer Gaspistole abgefeuert worden sein, so der bisherige Stand der Ermittlungen.

Einsatz in der Bethesdastraße: Schon im Dezember musste die Polizei nach einem Streit anrücken

Nach Blaulicht-News.de-Informationen rüsteten sich die Einsatzkräfte der Polizei vor Ort mit schusssicheren Westen und Maschinenpistolen aus, um das Umfeld zu sichern und anschließend eine Wohnung zu stürmen, in der sich ein Tatverdächtiger aufgehalten haben soll. Der Mann wurde überwältigt und festgenommen. Die Waffe steckte noch in seinem Hosenbund.

Schon im Dezember 2020 war es im gleichen Wohnhaus zu einem Polizei-Einsatz gekommen: Damals gerieten die beiden Männer, die im gleichen Haus wohnen, aneinander. Einer von beiden wurde mit einem Messer verletzt. Aufgrund der Vorgeschichte überprüfte das SEK nach der Festnahme die Wohnung.

Einsatz in Alsterdorf: Polizei stellt bei Durchsuchung Waffen und Munition sicher

Bei dem Einsatz in Alsterdorf wurde die Wohnung eines 52-Jährigen durchsucht. „Es gab Hinweise, dass der Mann im Besitz einer Schusswaffe sein könnte“, so Polizeisprecher Florian Abenseth. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten dann tatsächlich eine Gaswaffe, Stahlkugeln, Anbauteile für die Waffe und ein Samuraischwert. Nach Angaben der Polizei liegt gegen den 52-Jährigen ein Waffen- und Munitionsbesitzverbot vor.

Ein weiterer Einsatz der Polizei im Bramfelder Erich-Ziegel-Ring wegen vermutetem Waffenbesitz endete, ohne dass die Beamten eine Waffe fanden. Sie hatten zuvor die Tür der Wohnung aufgebrochen und den Mieter überwältigt. Danach durchsuchten Kripo-Beamte die Räume – allerdings ohne Erfolg. Zuletzt hatte ein Verbrechen im Stadtteil Neueallermöhe, bei dem eine 20-jährige tot im Fahrradkeller aufgefunden wurde, die Hansestadt schockiert. Für Schlagzeilen sorgte überdies der bereits vierte Ausbruch eines Gewaltverbrechers aus der Haft. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Blaulicht-News.de

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