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Bahnhof Altona: DB-Drehkreuz und Einkaufsparadies im Westen Hamburgs

Eine S-Bahn fährt in den Bahnhof Altona ein. Im Vordergrund ein Bahnhofsschild.
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Bahnhof Hamburg-Altona
  • Johannes Rosenburg
    vonJohannes Rosenburg
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Der Bahnhof Hamburg Altona fungiert als internationaler Verkehrsknoten und Einkaufsparadies mit riesiger Auswahl.

  • Der Bahnhof Hamburg-Altona ist Knotenpunkt für Fernreise- und Regionalverkehr, sowie für S-Bahn und Bus.
  • Rund zwanzig Geschäfte bietet der Einkaufsbahnhof in Altona an.
  • Geplanter Neubau bis zum Jahr 2023.

Hamburg – Der Bahnhof Hamburg-Altona ist ein Kopfbahnhof der Deutschen Bahn (DB) und blickt auf hundert Jahre Geschichte zurück. Täglich nutzen 100.000 Reisende den Bahnhof für Nah- und Fernreisen. Er bildet insgesamt einen wichtigen Knotenpunkt für den Bus- und S-Bahn-Verkehr der Hansestadt Hamburg. Touristen und meist Süddeutsche verwechseln den Bahnhof Altona oft mit dem weit größeren Hamburger Hauptbahnhof (Hbf).

Bahnhof Hamburg-Altona (DB): Abfahrt und Ankunft von Fern- und Nahverkehr

Im westlichen Teil von Hamburg gelegen, befindet sich der Bahnhof Altona an der Scheel-Plessen-Str. 17. Insgesamt besitzt der Bahnhof zwölf Gleise. Reisende können Fahrkarten am Fahrkartenschalter oder am Fahrkartenautomaten im DB-Reisezentrum beziehen. Von Gleis 5 bis 12 fährt der Fern- und Nahreiseverkehr ab, auf den Gleisen 1 bis 4 verkehren die Hamburger S-Bahnen im City-Tunnel. Damit fungiert der Altona Bahnhof auch als Schnellbahnknoten. Alle aktuellen Abfahrts- und Ankunftszeiten können über unterschiedliche Portale wie zuglink.de oder der DB-Plattform bezogen werden.

Anfahrt zum Bahnhof Altona

Der Bahnhof ist außerdem an das Netz des Hamburger Verkehrsbunds (HVV) angeschlossen. Für alle, die mit dem Auto zum Bahnhof anreisen, besteht die Möglichkeit, das Fahrzeug im Apoca Parkhaus in der Nähe zu parken oder den Parkplatz am Paul-Nevermann-Platz zu nutzen, um von dort aus in den Rest der Stadt zu gelangen. Für einen Tag fallen im Apoca Parkhaus Gebühren von maximal 12 Euro pro Tag und 1,30 Euro pro angefangene Stunde an – da kann das Auto getrost am Bahnhof stehengelassen werden. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ergibt sich insgesamt ein schneller und unkomplizierter Weg in und durch die Stadt.

Hotels in der Nähe des Bahnhofs Hamburg-Altona

Wie in vielen großen Bahnhöfen in Deutschland hat auch Hamburg-Altona ein Intercity-Hotel direkt im Bahnhofsbereich. Doch auch im näheren Umkreis gibt es eine Menge an Unterkünften in unterschiedlichen Preisklassen und Kategorien.

Einkaufsbahnhof in Hamburg: Essen und stöbern in Geschäften am Bahnhof Altona

Zahlreiche Geschäfte laden im Empfangsgebäude die zahlreichen wartenden Fahrgäste zum Shoppen, Stöbern und Flanieren ein. Der Einkaufsbahnhof besticht dabei mit einem großen gastronomischen Angebot und so vertreibt sich manch ein Reisender die Zeit bei einem kleinen Imbiss, einem türkischen Restaurant, weltbekannten Fastfood-Filialen sowie asiatischen Köstlichkeiten. Natürlich gehören auch mehrere Bäckereien mit Hamburger Spezialitäten wie den zimtigen Franzbrötchen zum festen Angebot der Station.

In der DB-Lounge genießen Reisende der ersten Klasse ein stilvolles Ambiente und bequeme Sitzlandschaften – so lässt sich die Wartezeit angenehm verkürzen. Daneben haben sich um den Bahnhof auch zahlreiche Filialen von bekannten Marken angesiedelt. Ein großes Plus für Pendler und Reisende außerhalb der gewöhnlichen Arbeitszeiten: Die Supermärkte am Bahnhof haben auch sonntags geöffnet. Unter einkaufsbahnhof.de gibt es eine detaillierte Liste und einen Lageplan über alle Geschäfte im Bahnhofsbereich.

In so einer belebten Millionen-Metropole wie Hamburg ist selbstverständlich auch ein Posten der Bundespolizei vertreten, der auch am Bahnhof für Recht und Ordnung sorgt und somit ein entspanntes Einkaufserlebnis ermöglicht. Wer das Shoppingerlebnis ohne sein Gepäck in Ruhe genießen möchte, profitiert von den zahlreichen Schließfächern am Bahnhofsgelände und lässt seinen Koffer ganz einfach dort. Sollte dann doch etwas verloren gehen, ist die erste Anlaufstelle die Lost & Found Abgabe der Deutschen Bahn.

Die Geschichte des Bahnhofs Hamburg-Altona

Erbaut wurde der Bahnhof im Jahr 1840 auf Drängen der damaligen Kaufleute. Diese erhofften sich durch eine Verkehrsverbindung von Nord- und Ostsee bessere Verkaufsmöglichkeiten für ihre Waren. In den 80ern machte es die Zunahme des Eisenbahnverkehrs notwendig, den Bahnhof auszubauen. Das Wachstum der Stadt behinderte allerdings einen Ausbau des Gebäudes. So wurde der Beschluss gefasst, das Gebäude 700 Meter entfernt zu errichten. Der zweistöckige Bau wurde durch ein modernes Bahnhofsgebäude ersetzt. Früher stand auch der Bau einer U-Bahn Linie unter der Schnellbahn in Sprache, dieser wurde dann jedoch nicht umgesetzt.

Neuer Plan für den Altonaer Bahnhof

Da der Bahnhof der zunehmenden Anzahl an Reisenden nicht mehr gewachsen ist, soll der Bahnhof an den Platz der S-Bahn-Station Diebsteich verlegt werden. Der Umzug des Kopfbahnhofs soll Platz für über 2000 neue Wohnungen auf der nach dem Abriss freiwerdenden Fläche schaffen. Bis zum Jahr 2023 sollte der Umzug an seinen neuen Standort weiter nördlich erfolgen. Zunächst war von Seiten der Deutschen Bahn keine Autoverladestation vorgesehen, nach Wiederstand gegen das Vorhaben kündigte die Deutsche Bahn an, eine Autoverladestation an die Schnellbahn-Station Elbgaustraße in Eidelstedt zu verlegen.

Entwurf des neuen Bahnhofs Altona am Diebsteich.

Bei der Bevölkerung stoßen die großen Baupläne der Deutschen Bahn jedoch auf wenig Freude. Die Bürgerinitiative Prellbock sieht in der Planung des Umzugs mehr Nachteile als Vorteile und versucht das Vorhaben zu verhindern. Für einen großen Teil der pendelnden Bevölkerung wird durch den Umzug die täglichen Reisen rund um den derzeitigen Standort des Bahnhofs erschwert werden, wohingegen am neuen geplanten Standort eine Mietpreiserhöhung aufgrund der Verkehrsanbindung zu befürchten ist. Folglich werden aus Sicht der Initiative nur wenige Hamburger von der Verlegung des Bahnhofs profitieren.

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#bahnhofaltona #prellbock

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Spannende Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Hamburg-Altona

Rund um den Altonaer Bahnhof lassen sich mit den Liniendiensten oder mit dem Auto mit nur wenig Fahrzeit spannende Sehenswürdigkeiten und Einkaufsmöglichkeiten entdecken. Nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt hat das Einkaufszentrum Mercado mit insgesamt sechzig Geschäften seinen Sitz. Textilwaren von bekannten Marken und kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt sowie zahlreiche Dienstleistungsangebote sind hier zu erschwinglichen Preisen vertreten - ein wahrgewordener Traum für Shopping-Fans.

Hamburger Fischmarkt Altona, Landungsbrücken, Elbphilharmonie

Mit der Linie 112 ist der Hamburger Fischmarkt im Hamburger Hafen nur eine fünfzehnminütige Busfahrt entfernt. Hier wird heute zwar nicht mehr nur Fisch verkauft, Kult ist der Markt jedoch trotzdem: Früh am Sonntagmorgen werden die Waren am Fischmarkt lautstark angepriesen, – allein das dürfen Touristen nicht verpassen – während die Luft vom Kreischen der Möwen und einer sanften Brise erfüllt ist.

Die St. Pauli Landesbrücken sind ebenfalls nur eine zehnminütige Fahrt mit der Linie S1, S2 oder S3 entfernt. Hierhin strömen jährlich mehrere Tausend Besucher, um den besten Blick über den imposanten Hafen zu erhaschen. Auch dort finden sich zahlreiche spannende Freizeitaktivitäten: Mitunter gehören die Schiffstouren sowie das U-Boot Museum quasi zum festen Teil jeden Hamburg-Besuchs.

Die Elbphilharmonie liegt zwar am weitesten entfernt, ist aber mit der Linie S1 oder S3 und einem Umstieg in die U3 auch schnell erreicht. Das Gebäude zählt zu den bekanntesten modernen Gebäuden Europas und gilt als das neue Wahrzeichen Hamburgs. Aufgrund der Beliebtheit sind Musik-Fans aber dazu angehalten, Tickets für die Elbphilharmonie möglichst früh im Vorfeld zu buchen. Architekturbegeisterte kommen mit der Führung durch das Gebäude mindestens genauso auf ihre Kosten. Mit den insgesamt 26 Stockwerken überblickt die „Elphi“ die gesamte Hafenmeile entlang der Elbe und von der Plazza kann der Ausblick für nur 2 Euro genossen werden.

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