1. 24hamburg
  2. Hamburg

Erneut Hakenkreuz-Schmierereien an Hamburger Schule entdeckt

Erstellt:

Von: Kevin Goonewardena

Kommentare

An einer Schule in Wellingsbüttel wurden am Morgen des Zweiten Weihnachtsfeiertags Hakenkreuz-Schmierereien gefunden. Doch über ein politisches Motiv herrscht Unklarheit.

Hamburg – In Hamburg ist es erneut zu einem Fall von Hakenkreuz-Schmierereien an einer Schule gekommen. Erst im vergangenen Oktober wurden mehr als 100 Hakenkreuze an die Fassaden zweier Schulen in Poppenbüttel gesprüht. In der Nacht auf den zweiten Weihnachtsfeiertag brachen der oder die Täter einen Geräteschuppen der Irena-Sendler-Schule in Wellingsbüttel auf, Sportgeräte wurden auf dem Schulhof verteilt, die Wände mit Phallus-Symbolen, unleserlichem Gekrakel und Hakenkreuzen besprüht. Eine Lehrerin hatte am Morgen die Vorfälle der Polizei gemeldet.

Name:Irena Sendler
Geburtsdatum und -ort:15. Februar 1910 in Warschau
Sterbedatum und -ort:12. Mai 2008 in Warschau
Beruf:Sozialarbeiterin und Krankenschwester

Polizei Hamburg: Unklarheit über politisches Motiv

Unklar sei es laut Polizei Hamburg, ob es sich bei den Schmierereien um eine politisch motivierte Tat oder einen dummen Streich handeln würde. Denn ein an anderer Stelle gefundenes Anarchie-Symbol (der Buchstabe „A“ im Kreis) steht als linksextremes Zeichen im deutlichen Gegensatz zum Hakenkreuz und lasse die politische Gesinnung des oder der Täter im Unklaren.

Hakenkreuz auf einer Hausfassade
Hakenkreuz-Schmierereien sind an einer Schule in Wellingsbüttel aufgetaucht. Es ist der zweite Fall dieser Art in Hamburg binnen weniger Monate. (Symbolbild) © Mavericks / Imago

Der Staatsschutz, der im Fall der Nazi-Schmierereien in Poppenbüttel die Ermittlungen aufgenommen hat, prüfe nun, ob das nun auch in dem aktuellen Fall geschehen muss.

24hamburg.de-Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Hakenkreuz-Schmierereien: Namensgeberin der Schule rettete Kinder vor Warschauer Ghetto

Die Namensgeberin der Schule, die polnische Sozialarbeiterin und Krankenschwester Irena Sendler, rettete während der deutschen Besetzung Polens rund 2500 Kinder aus dem Warschauer Ghetto und ihnen damit das Leben. Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, werde laut Schulbehörde das Leben und Wirken Sendlers unter anderem durch Holocaust-Aufklärung und das Thematisieren von Rassismus gewürdigt und sei fester Bestandteil des Schulalltags.

Auch interessant

Kommentare