Unwetterwarnung für Dienstag

Tornadogefahr steigt! Sturmtief bringt Gewitter und Hagel nach Hamburg

  • Mark Stoffers
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Die Wetteraussichten sind wenig rosig. Es bleibt warm, aber der Wetterdienst warnt in Hamburg und Niedersachsen vor erhöhter Tornadogefahr, Gewittern und Hagel.

Hamburg – Norddeutschland steht ein ungemütlicher Dienstag, 6. Juli 2021, ins Haus. Die Wetteraussichten des Deutschen Wetterdienstes sagen erneut einen durchwachsenen Tag in Hamburg und Niedersachsen mit Gewitterwarnungen* voraus. Die Menschen müssen sich hier auf Schauer und Gewitter einstellen, teilte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit. Gestern Abend gab es bereits einen ersten Vorgeschmack in Niedersachsen. In Osterholz zerstörte ein Blitzschlag eine Scheune* fast vollständig.

Verantwortlich für die unangenehme Wetterlage in Hamburg und Niedersachsen ist ein Tiefdruckgebiet über dem Ärmelkanal. Das Sturmtief bringe am Vormittag über den Westen von Niedersachsen und Schleswig-Holstein erste Schauer in den Norden. Zudem steigt aufgrund der Wetterlage die Möglichkeit, dass sich Tornados bilden könnten.

Tornadogefahr in Hamburg: Sturmtief bringt schwere Unwetter. (24hamburg.de-Montage)

Tornadogefahr steigt in und um Hamburg: Polarjet mischt sich ein

Grundsätzlich spielt hier der Polarjet eine gesonderte Rolle. Im Norden ist dieses dynamisch verlagernde Starkwindbänder auch Jetstream genannt, für die kräftigen Gewitter am frühen Dienstagnachmittag verantwortlich. In der Höhe schiebt der Jet schon mal kalte Luft nach Osten. Sollte sich aber kalte über warmer Luft überlagern, kommt es zu Gewittern.

Die Gewitter können sich auch zu einer losen Linie von Schleswig-Holstein bis nach Thüringen organisieren, wobei der Schwerpunkt im Norden weiterhin im Norden bleibt und sich rund um den Großraum Hamburg konzentriert.

Aufgrund dieser Umstände, kommt es zu einer Gewitterlinie, an der sich auch mal Trichterwolken bilden können. Damit steigt die Tornadogefahr. Daher sollte die Wetterlage im Norden keinesfalls unterschätzt werden. Dennoch ist die Bildung eines Tornados nicht sehr wahrscheinlich, aber ausgeschlossen kann und sollte es auch nicht werden.

Unwetter in Hamburg und Niedersachsen: Gewitter mit Starkregen und Sturmböen nehmen am Dienstagnachmittag zu

Am Nachmittag nehmen die Schauer an Stärke zu. Dabei muss lokal mit Gewittern, Starkregen und Sturmböen zwischen 70 und 80 Kilometern in der Stunde gerechnet werden. „Punktuell kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in Gewitternähe auch zu Hagel und schweren Sturmböen bis zu 100 Stundenkilometern kommt“, erklärte die Sprecherin des DWD am Morgen. Gegen späten Nachmittag treten die Gewitter dann auch in Mecklenburg-Vorpommern auf.

Sturmtief bringt Unwetterwarnung in Hamburg.

Trotz der unbehaglichen Wettervorhersage fallen die Temperaturen aber nicht in den Keller. Während das Thermometer an der Nordseeküste auf maximal 20 Grad steigt, bewegen sich die Temperaturen im nördlichen Schleswig-Holstein zwischen 22 und 25 Grad.

Wetter in Hamburg und Niedersachsen: Vorhersage zeigt trotz Gewittern, Hagel und Starkregen Temperaturen bis zu 27 Grad

Im Süden Schleswig-Holsteins und Hamburg sind mit 26 beziehungsweise 27 Grad zu rechnen. In Niedersachsen hingegen liegen die Temperaturen zwischen 23 und 27 Grad, während sich in Mecklenburg-Vorpommern eine Wärme von bis zu 30 Grad einstellen könnte.

Im Verlauf der Nacht zum Mittwoch zieht sich die Gewitterfront aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen wieder zurück. In Mecklenburg-Vorpommern kommt die Wetterlage hingegen erst in der Nacht zum Donnerstag zur Ruhe. „Generell wird es im Norden morgen noch einmal schauerträchtig“, gab die Sprecherin des DWD einen Ausblick auf Mittwoch. Dennoch hätten die Schauer längst nicht mehr so eine hohe Intensität wie es am Dienstag der Fall sein wird. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Axel Heimken/dpa & Hein-Godehart Petschulat/dpa

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