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Hafengeburtstag ohne Gorch Fock: Warum sie fehlt und wer nun die Einlaufparade anführt

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Von: Steffen Maas

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Kein Wiedersehen mit dem Traditions-Segelschiff „Gorch Fock“ beim 833. Hafengeburtstag: Dafür führt ein U-Boot-Jäger die Einlaufparade am Freitag, 16. September 2022, an.

Hamburg – Sechs Jahre lag die „Gorch Fock“, das bekannte Schul-Segelschiff der Marine, in der Werft zur Grundinstandstellung. Viele Schiff-Fans hatten sich gefreut, die „Gorch Fock“ beim 833. Hafengeburtstag in Hamburg endlich wieder sehen zu können – doch daraus wird nichts. Sie wird nicht wie erhofft die Einlaufparade der Feierlichkeiten beim Hafengeburtstag anführen, sondern ein anderes Schiff der Marine: Die Fregatte „Bayern“, ein 139 Meter langer U-Boot-Jäger. Deutlich weniger elegant, aber sicher nicht weniger beeindruckend!

Aber warum fehlt die „Gorch Fock“ in diesem Jahr beim Hafengeburtstag?

Stadt:Hansestadt Hamburg
Besondere Location:Hamburger Hafen
Veranstaltung:833. Hafengeburtstag
Datum:16. bis 18. September 2022

833. Hafengeburtstag in Hamburg: Ausbildungsschiff „Gorch Fock“ hat andere Verpflichtungen

Für die Gorch Fock ist der Zeitplan letzten Endes zu eng geworden. Zuletzt war das Schulschiff mit über 100 Kadetten einen Monat lang auf Ausbildungs-Törn in der Ostsee unterwegs – Rostock, Stettin und Helsinki hießen die Ziele der internationalen Hafentour.

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Zwar ist das Segelschiff am Wochenende wieder im Heimathafen in Kiel angekommen, doch eine Verabredung in der Hansestadt Hamburg muss man leider absagen: „Die nächsten Ausbildungsvorhaben der ,Gorch Fock‘ lassen eine Teilnahme leider nicht zu“, verriet das Marinekommando der Bild-Zeitung.

Einlaufparade zum Hafengeburtstag: Fregatte „Bayern“ übernimmt die Führung

Das Ersatz-Flaggschiff für die Einlaufparade des 833. Hafengeburtstages hat die Marine aber auch gleich parat: Die Fregatte „Bayern“ kommt mit deutlich weniger maritimer Romantik daher. Dafür auf 139 Metern Länge, 16,7 Metern Breite und 6,3 Metern Tiefgang aber mit imposanter Technik und Kampfstärke.

Die Fregatte „Bayern“ und das Segelschiff „Gorch Fock“
Die Fregatte „Bayern“ führt dieses Jahr anstelle des Segelschiffs „Gorch Fock“ die Einlaufparade beim Hamburger Hafengeburtstag an. © Jens Büttner/dpa/Montage

Wer das beeindruckende Stück nautischer Ingenieurskunst, gefertigt in den Thyssen Nordseewerken in Emden, nicht nur vorbeifahren sehen will, der hat Glück: Die Marine bietet am Interessierten öffentliche Besucherzeiten an, am Samstag, 17. September 2022, von 10 bis 16 Uhr und Sonntag, 18. September 2022, von 11:30 bis 13:30 Uhr. Anlegen wird die „Bayern“ an der Überseebrücke im Hamburger Hafen.

Magerkost für Segelschiff-Liebhaber: Die großen Stammgäste fehlen – wegen des Krieges

Schiff-Fans, denen das zu brachial ist, und die auf eine Einfahrt der „Gorch Fock“ gehofft hatten, werden vom Aufgebot des 833. Hafengeburtstages generell eher enttäuscht sein, denn die meisten Großsegler dieser Kategorie fallen in diesem Jahr aus. Aufgrund des russischen Angriffskrieges in der Ukraine ist es russischen Schiffen derzeit nicht gestattet, in europäischen Häfen anzulegen: Hafengeburtstag-Stammgäste wie die russischen Großsegler „Sedov“, „Kruzenshtern“, „Mir“ und „Khersones“ sind daher nicht zu sehen, berichtet die Bild.

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Die Fahne – oder besser die Segel – hält zumindest noch das polnische 3-Mast-Vollschiff „Dar Młodzieży“ hoch: Das Schul-Segelschiff der polnischen Nachbarn bringt es auf beeindruckende 108,8 Meter Länge und kombiniert einen Rumpf aus Stahl mit den drei großen Segel-Masten. Trösten können sich Gäste sicher auch mit dem aufregenden Rahmenprogramm an Wasser und Land am Hafengeburtstagswochenende.

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