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Grüne Welle für den HVV: So müssen Busse nie wieder an der Ampel warten

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Von: Kevin Goonewardena

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In Hamburg lässt zukünftig eine neue Technik volle oder verspätete Busse des HVV schneller an Ampeln beschleunigen. Wie die ITS-Neuheit funktioniert.

Hamburg – Grüne Welle? Für Hamburger Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs oft ein Fremdwort. Während nämlich andere Städte ihre Ampeln schon seit den 1980er-Jahren so schalteten, dass Busse und Straßenbahnen Vorzug im Verkehr erhalten, begünstigten Hamburgs Verkehrslenker lieber den Autoverkehr. Doch das könnte sich nun ändern. Auf dem ITS Mobilitätskongress wurde eine neue Technik vorgestellt, die das Beschleunigen von Bussen des HVV an Ampeln deutlich verbessern soll.

Name:Hamburger Verkehrsverbund (HVV)
Gründung:29. November 1965
Anzahl Linien:763 (davon 723 Buslinien)
Anzahl Stationen:10.184 (Davon knapp 9.800 Bushaltestellen)
Fahrgäste pro Jahr:796 Millionen (Stand: 2019)

Grüne Welle für Busse: HVV stellt zahlreiche Neuerungen im Rahmen des ITS-Kongress vor

Im Rahmen des Mobilitätkongress ITS wurden in der vergangenen Woche eine ganze Reihe Neuerungen vorgestellt, die das Verkehrsnetz der Hansestadt teilweise um Weltneuheiten bereichern werden. Den Regelbetrieb werden ab sofort vier autonom fahrende S-Bahn-Züge zwischen Berliner Tor und Bergedorf aufnehmen.

Bahn feiert Weltpremiere
Erstmals startete in Hamburg eine vollautomatisch fahrende, digital gesteuerte S-Bahn. © Marcus Brandt/dpa/Archivbild

Nächstes Jahr wird zudem das Carsharing-Angebot um die ferngesteuerten Fahrzeuge des Berliner Start-ups vay erweitert, die ganz ohne Fahrer auskommen und aus einer Zentrale heraus gesteuert werden. Auch den neuen App-Service Any, der einen fahrscheinlosen Fahrtantritt ermöglicht, stellte der HVV auf der Messe vor.

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HVV: Das ist die neue Technik für die grüne Welle für Busse – und das kann sie

Die beschriebenen Prioritäten, was den Vorrang im Straßenverkehr angeht, änderten sich erst ab dem Jahr 2014, als der Senat begann mit seinem neu geschaffenen Busbeschleunigungsprogramm, in größerem Umfang Vorrangschaltungen an Ampeln in Betrieb zu nehmen. Doch diese Technik gilt als veraltet.

Ein Bus der HVV fährt durch Hamburg und eine grüne Ampel
Grüne Welle für die HVV: ein neues Konzept soll den Busverkehr beschleunigen. (24hamburg.de-Montage) © Hanno Bode/imago

Nun hat die Hochbahn zusammen mit dem Chiphersteller NXP und dem Hamburger Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) eine neue Lösung erarbeitet: Dabei handelt es sich um einen Chip im Bus, der über eine WLAN-Verbindung Signale an die Ampelanlage sendet. Das Fahrzeug teilt so seinen Standort und Tempo mit – auch Informationen über die Anzahl der Fahrgäste, die sich im Bus befindet, können so übermittelt werden. Ampeln können dann den Bussen, die zu spät oder überfüllt sind, vorrangig Grün geben.

HVV: Nie wieder mit dem Bus an der Ampel stehen – wann kommt die neue Technik?

Auf der Metrobuslinie 26 kommt die neue Technik für die grüne Welle bereits an neun Ampeln zum Einsatz, erst einmal jedoch nur im Testbetrieb. Wann sie flächendeckend beim HVV zum Einsatz kommt, ist nicht bekannt. Die Entscheidung darüber soll erst im kommenden Jahr fallen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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