Verdacht der Feuerwehr bestätigt

Bei Großbrand in Rothenburgsort: Giftalarm – das hat ihn ausgelöst

  • Jan Knötzsch
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Beim dem Großbrand einer Lagerhalle in Hamburg-Rothenburgsort sind Giftstoffe freigesetzt worden. Dies hat die Feuerwehr nun bekanntgegeben. Das sind die Details.

Hamburg – Der eigentliche Brand ereignete sich bereits in der Nacht auf Sonntag, 26. September 2021: Im Stadtteil Rothenburgsort ging eine Lagerhalle in Flammen auf. Gegen 0:20 Uhr meldeten Passanten eine Rauchentwicklung aus der Siedlung eines Schrottplatzes in der Billtalstraße. Die Feuerwehr war letztlich mit mehr als 150 Einsatzkräften vor Ort, wie 24hamburg.de/blaulicht berichtet. Am Nachmittag des 26. September 2021 wurde die Bevölkerung in einigen Stadtteilen in Hamburg dann gewarnt – vor der Geruchsbelästigung nach dem Brand.

Darüber hinaus gebe es keine Gefahr für die Bevölkerung, hieß es Die aber hat es für die Feuerwehr gegeben. Und zwar während des Einsatzes beim Großbrand. Wie am 28. September 2021, bekannt wurde, hat ein Giftalarm bestanden.

Stadtteil in Hamburg:Rothenburgsort
Bezirk:Hamburg-Mitte
Fläche:7,4 km²
Einwohner:9.187

Großbrand in Hamburg-Rothenburgsort: Asbest-Verdacht schon während des Einsatzes – dieses Amt sorgt für die Bestätigung

Dies hat die Feuerwehr Hamburg, die auch am 28. September 2021 noch vor Ort war und letzte Brandnester am Ort des Geschehens im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort gelöscht hat, in einer Mitteilung bekanntgegeben. Dem zufolge waren die Dachplatten der ausgebrannten, etwa 1000 Quadratmeter großen Lagerhalle asbesthaltig. „In der Halle befinden sich an einzelnen Stellen auch aktuell immer mal wieder aufflackernde Brandnester“, deswegen seien weiterhin Kräfte vor Ort, heißt es in der Mitteilung.

Bei dem Brand einer Lagerhalle in Hamburg-Rothenbugsort waren die Feuerwehrkräfte Asbest ausgesetzt.

„Bei der Dacheindeckung der brennenden Halle bestand der Verdacht, dass diese asbesthaltig sein könnte“, teilte die Feuerwehr Hamburg mit, dass schon während des Einsatz in der Nacht zum Sonntag ein erster Verdacht in diese Richtung bestanden habe. Entsprechend habe man schon im Laufe des Einsatzes an Lagerhalle als auch im Umfeld entsprechende Maßnahmen ergriffen. Die Bestätigung, dass die Dachplatten der Lagerhalle, in der es zu dem Großbrand kam, asbesthaltig sind, habe man dann am Montag, 27. September 2021, bekommen.

Großbrand in Hamburg-Rothenburgsort: Asbestfasern mit Rauch über die Stadt verteilt? Das ist der Stand der Dinge

Das Amt für Arbeitsschutz teilte der Feuerwehr Hamburg mit, dass die Dachplatten den giftigen Stoff enthalten hatten. Die eingesetzten Feuerwehrfahrzeuge- und Geräte müssen deshalb nun dekontaminiert werden, damit keine weitere Gefährdung durch Asbest mehr gegeben ist. Die Einsatzstelle sei, so die Feuerwehr, vorab bereits grob gereinigt worden.

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Darüberhinaus hat laut Hamburger Abendblatt am eine Sprecherin der Hamburger Umweltbehörde am Dienstag, 28. September 2021 bestätigt, dass Feuerwehr und Behörde das Eindringen von Löschwasser ins Grundwasser verhindern konnten. Ob Asbestfasern mit dem Brandrauch über die Stadt verteilt wurden, ist derweil bisher nicht bekannt, wie das Abendblatt berichtet. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sebastian Peters/24hamburg.de

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