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Grippeschutzimpfung Nebenwirkungen: Sind Kopfschmerzen normal?

  • Natalie-Margaux Rahimi
    VonNatalie-Margaux Rahimi
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Die Tage werden langsam kälter und feuchter. Der Herbst ist da und damit ist es höchste Zeit für die Grippeschutzimpfung. Aber welche Nebenwirkung hat sie?

Hamburg – Durch die Corona-Pandemie sind viele andere Krankheiten und Infektionen in den Hintergrund gerückt. Doch jetzt, wo Abstandsregeln und Maskenpflicht nach und nach gelockert werden, haben viele Menschen wieder Sorge an Grippe zu erkranken. Deshalb rufen auch Ärzte und Experten in diesem Jahr zur Grippeschutzimpfung auf. Aber wie sieht es bei diesem Vakzin mit den Nebenwirkungen aus? Wir klären auf.

Virus:Influenza-Virus (Grippe)
Familie:Orthomyxoviridae
Gattung:Alphainfluenzavirus bis Deltainfluenzavirus
Ordnung:Articulavirales

Grippeschutzimpfung: Diese Nebenwirkungen treten besonders häufig bei Geimpften auf – Kopfschmerzen sind normale Impfreaktion

Wie das RKI und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihren Internetseiten, sowie in zahlreichen Broschüren zur Grippeschutzimpfung vermelden, ist die Influenza-Impfung in der Regel gut verträglich. Selbst für Schwangere und deren ungeborene Kinder konnte in zahlreichen Studien die Sicherheit der Impfung bestätigt werden.

Grippeschutzimpfung: Diese Nebenwirkungen treten häufig auf. (24hamburg.de-Montage)

Unabhängig davon, welchen Impfstoff Sie erhalten, kann es jedoch zu kleineren Reaktionen kommen. Ähnlich wie bei der Corona-Impfung sind leichtes Fieber, Muskel- und Gliederschmerzen sowie Rötungen, Schwellungen und Schmerzen an der Einstichstelle zu erwarten. Auch Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwitzen können Reaktionen auf die Grippeschutzimpfung sein. Bei Lebendimpfstoffen tritt als häufigste Nebenwirkung außerdem eine laufende Nase auf. In der Regel klingen diese Beschwerden innerhalb weniger Tage nach der Impfung wieder ab.

Grippeschutzimpfung: Welche schweren Nebenwirkungen und Impfreaktionen sind bei der Influenza-Impfung zu erwarten?

Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind schwere Nebenwirkungen nach der Grippeschutzimpfung selten. Bei weniger als einem von 10.000 Fällen konnten allergische Reaktionen der Haut und in den Bronchien beobachtet werden. Außerdem können sich in seltenen Fällen kleinere Blutgefäße entzünden oder sich die Zahl der Blutplättchen, die für die Blutgerinnung verantwortlich sind, vorübergehend verringern, heißt es in dem Bericht.

Besondere Vorsicht gilt für Menschen mit einer schweren Hühnereiweiß-Allergie. Diesen Menschen wird dringend empfohlen, sich nur impfen zu lassen, wenn nach der Impfung eine klinische Überwachung und Behandlung gewährleistet werden kann. Es ist jedoch auch ein Impfstoff verfügbar, der ohne Hühnereiweiß hergestellt wurde. Menschen, die sonstige Allergien gegen Inhaltsstoffe der Vakzine haben, wird von einer Impfung abgeraten. Dies sollten Sie unbedingt mit ihrem Hausarzt abklären.

Außerdem kann der Lebendimpfstoff der Grippeschutzimpfung nicht an Personen mit Immunschwäche, schwerem Asthma oder bei einer Salicylat-Therapie verabreicht werden. Auch in diesem Fall sollten Sie mit ihrem Arzt über alternative Impfmöglichkeiten sprechen.

Grippeschutzimpfung und Corona-Impfung: In diesen Fällen sollten Sie sich impfen lassen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Grippeschutzimpfung nicht generell für alle Menschen. Die Empfehlung gilt lediglich für Menschen ab 60 Jahren, da sie ein erhöhtes Risiko für einen komplizierten Krankheitsverlauf haben. Außerdem für Schwangere ab dem vierten Schwangerschaftsmonat, sowie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung. Davon ist insbesondere auszugehen, wenn die Personen Erkrankungen der Atemwege, Herz, Leber oder Nieren aufweisen. Als weitere Risikofaktoren werden Diabetes, andere Stoffwechselkrankheiten, neurologische Krankheiten wie Multiple Sklerose oder HIV genannt.

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Ebenfalls für eine Grippeschutzimpfung entscheiden sollten sich, laut der offiziellen Empfehlung, Menschen, die durch viel Kontakt zu anderen Menschen einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Sowie Medizinisches Personal, Pflegepersonal und Menschen, die Kontakt zu Wildvögeln oder Geflügel haben.

Die Grippeschutzimpfung während der Corona-Pandemie wird darüber hinaus ausdrücklich empfohlen. Mit einer hohen Impfquote können laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung schwere Grippeverläufe minimiert und die Engpässe in Krankenhäusern vermieden werden. Außerdem steige in Coronavirus-Zeiten ansonsten auch die Gefahr für eine sogenannte Twindemic. *24hamburg.de und merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © MiS/imago & Margit Wild/imago

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