Noch keine Absage

Gibt es Hoffnung für den Hamburger Sommerdom?

Ein Riesenrad steht auf dem Hamburger Dom. Im Vordergrund ist ein anderes Fahrgeschäft zu sehen.
+
Fahrt im Riesenrad: Auf dem Hamburger Dom steht traditionell das große Riesenrad. (24hamburg-Montage)
  • Joanna Abou Boutros
    vonJoanna Abou Boutros
    schließen

Volksfeste wie unser Hamburger Dom können derzeit wegen der Corona-Auflagen nicht stattfinden. Dennoch rät der Schaustellerbund von voreiligen Absagen ab.

Hamburg – Der Hamburger Dom gehört zu Hamburg wie der Hafen und die Alster. Dreimal im Jahr strömen Einheimische und Touristen auf das Heiligengeistfeld um Achterbahn oder Autoscooter zu fahren, um Liebesäpfel und Schmalzkuchen zu naschen. Eigentlich. Im vergangenen Jahr wurden alle drei Termine coronabedingt abgesagt, auch der Frühlingsdom durfte dieses Jahr nicht stattfinden.

Der Deutsche Schaustellerbund (DSB) schätzt, dass Volksfeste in der gewohnten Dimension erst wieder stattfinden können, wenn die sogenannte Herdenimmunität in der Bevölkerung erreicht ist. „Dass wir bei einer riesigen Besuchermenge, wie zum Beispiel der Cranger Kirmes, mit Schnelltests arbeiten, das wird nicht gehen“, sagte DSB-Präsident Albert Ritter der Deutschen Presse-Agentur.

Dennoch rät Ritter davon ab, Volksfeste voreilig abzusagen. Es seien auch abgespeckte Formen der Feste denkbar. „Wir haben mit kurzfristiger Planung kein Problem“, so Ritter. Die Branche hat für kleinere Volksfeste bereits Hygienekonzepte erarbeitet, die sich im vergangenen Jahr bewährt haben.

Ob der Hamburger Sommerdom in diesem Jahr stattfinden kann, ist bislang noch unklar. Terminiert ist das größte Volksfest des Nordens für die Wochen zwischen dem 30. Juli und dem 29. August. Eine offizielle Absage gibt es bislang nicht. Um die Herdenimmunität zu erreichen, müssten rund 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare