Opfer muss sich in Zug retten

Metronom: Teenager drehen durch – Prügel für Schaffner

  • Fabian Raddatz
    vonFabian Raddatz
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Miese Tat in Hamburg: Zwei Jugendlichen ticken in einem Metronom völlig aus. Sie gehen mit Schlägen und Tritten auf den Schaffner los und verprügeln ihn.

  • Weil sie im Metronom beim Schwarzfahren erwischt wurden, attackieren zwei Jugendliche einen Bahn-Kontrolleur.
  • Sie prügeln und treten so dermaßen auf den Mann ein, dass dieser sich in den Zug retten muss.
  • Wenig später wird einer der Täter (16) am Bremer Hauptbahnhof festgenommen. Beide sind polizeibekannt.

Hamburg – So viel Aggressivität ist erschreckend: Weil er sie rauchend und ohne Fahrschein auf der Zugtoilette erwischte, gab es für zwei Jugendliche am Samstagabend, 30. Januar 2021, kein Halten mehr. Nachdem der Schaffner sie aus dem Metronom verbannt hatte, am Bahnhof Tostedt vor die Tür setzte, fielen die beiden über den Mann her: Schläge und Tritte prasselten auf den 35-Jährigen ein.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Der konnte sich glücklicherweise noch in den Metronom retten – schloss schnell die Türen hinter sich. Der Metronom-Mitarbeiter erlitt Prellungen, musste noch später am Abend ärztlich behandelt werden.

Gewalt-Orgie im Metronom: Täter sind 16 und 17 Jahre alt

Wie die Bundespolizei Bremen berichtet, nahmen die jugendlichen Schläger derweil einfach den nächsten Zug Richtung Stadt Hamburg. Am Hauptbahnhof nahmen Kameras die beiden Prügel-Schwarzfahrer auf. Es dauerte nicht lange, dann klickten die Handschellen: Zivilfahnder der Polizei nahmen einen der Täter (16) am Sonntag im Bremer Hauptbahnhof in Gewahrsam.

Zwei Jugendliche gingen auf einen Metronom-Mitarbeiter los, als sie auf dem Weg nach Hamburg waren. (Symbolbild/24hamburg.de-Montage)

Lange brauchten die Beamten nicht, um die Identitäten der Täter festzustellen: Der 17-jährige Marokkaner und der 16-jährige Algerier sind polizeibekannt – unter anderem, weil sie Taschen und Gepäckstücke am Bremer Hauptbahnhof geklaut haben. Nun könnte die Strafakte noch um einen Punkt erweitert werden: gefährliche Körperverletzung.

Dort, wo sich viele Menschen aufhalten, kann es öfters zu Gewaltausbrüchen kommen – so wie im Fall eines 22-Jährigen am Hamburger Hauptbahnhof. Er trat scheinbar grundlos auf einen Rentner ein. Für einen Polizeieinsatz sorgte auch die eklige Spuck-Attacke eines Briten. Nicht grundlos zählt der Hamburger Hauptbahnhof zu einem der gefährlichsten in Deutschland. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Bodo Marks/dpa

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