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Gemüse bis an die Haustür: Discounter lässt in Hamburg jetzt liefern

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Von: Steffen Maas

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Auch beim Discounter Penny haben Hamburger jetzt die Gelegenheit, sich ihren Einkauf bis zur Wohnungstür liefern zu lassen. Dafür sorgt ein Unternehmen aus der Hansestadt.

Hamburg – Nicht mehr selbst durch den Supermarkt tigern, sondern sich Toast, Milch oder frisches Gemüse bequem nach Hause liefern lassen – das ist mittlerweile keine Extravaganz mehr. Neben individuellen Bringdiensten mit eigenen Lagern wie Flink und Gorillas und den Haus-eigenen Services der großen Supermärkte, steigt jetzt auch Discounter Penny in Hamburg in das Geschäft ein. Die Kette tut sich dafür mit einem Hamburger Start-Up-Unternehmen zusammen.

Name:Bringoo
Art:Lieferdienst
Partner:Penny
Besonderheit:Kein Mindestbestellwert

„Bringoo“ liefert für Discounter Penny: Hamburger Start-Up mit Besonderheit

Denn „das breite Sortiment“ von Penny bringt seit Anfang November der Lieferdienst „Bringoo“ in die Hamburger Haushalte. Das 2020 gegründete Start-Up aus der Hansestadt bietet dafür ein etwas anderes Konzept, als man es von Konkurrenten wie Flink, Gorillas oder etwa dem Lieferdienst von Supermarkt-Riese Rewe gewöhnt ist, die in Hamburg bereits bekannt und beliebt bei Verbrauchern sind.

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Denn wer sich die App von „Bringoo“ herunterlädt und seine Auswahl tätigt, der kriegt nicht im Handumdrehen seinen Einkauf, wie es Mitbewerber versprechen, sondern „erst“ innerhalb einer Dreiviertelstunde. Für „Bringoo“-Gründer Hasib Khan kein Nachteil: „Den meisten Kunden geht es nicht um eine Zehn-Minuten-Lieferung, sondern um den Komfort und die Auswahl“, erzählte er schon Anfang des Jahres der Wirtschaftswoche.

Außerdem: Einen Mindestbestellwert – etwa wie beim Supermarkt Rewe, wo man für mindestens 50 Euro einkaufen muss, um eine Lieferung zu bekommen – gibt es nicht. Auf jeden Einkauf kommt lediglich eine Liefergebühr von 2,90 Euro obendrauf.

Lieferdienst und Discounter Penny Hamburg
Große Teile des Sortiments von Discounter Penny kann man sich jetzt bis nach Hause liefern lassen. Dafür sorgt der neue Partner „Bringoo“ – ein Hamburger Start-Up-Unternehmen. (24hamburg.de-Montage) © Westend61/Mix1/Imago

Augenmerk auf Arbeitsbedingungen: „Bringoo“ versichert, Mitarbeiter fair zu bezahlen

Dass die „Bringoo“-Mitarbeiter, die diesen Service (und den Einkauf) liefern, trotz dieser Preisstruktur fair bezahlt werden, versichert Mitgründer Khan und hinge damit zusammen, dass man bei jedem Einkauf eine Provision vom Discounter erhält. Die binden das Hamburger Unternehmen als offiziellen Partner zudem in Promo-Material ein und sorgen so für mehr Reichweite und Kunden – für beide Firmen. Doch luftige Versprechungen haben in den letzten Monaten und Jahren viele Firmen gemacht, die behaupteten, den goldenen Weg gefunden zu haben.

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Der Markt der Angebote für „Same-Day-Delivery“ oder „Quick-Commerce“ ist spätestens seit der Corona-Pandemie hart umkämpft. In Hamburg hatte zuletzt der Dienst „Frischepost“ Insolvenz angemeldet. Mittlerweile geht die Nachfrage nach den Blitzschnell-Lieferungen wohl schon wieder zurück. Platzhirsch „Gorillas“ – die ihre eigenen Probleme mit der fairen Bezahlung der Beschäftigten hatten – baute im Sommer bereits Stellen ab. Handelsforscher fragten sowieso bereits kritisch, „ob es ein funktionierendes Geschäftsmodell sein kann, einen einzelnen Joghurtbecher in fünfzehn Minuten an den Schreibtisch zu bringen.

Auch Penny bleibt im Discounter-Segment wohl nicht konkurrenzlos: Zuletzt gab es Meldungen, dass auch Aldi wohl eine Einführung eines eigenen Lieferservices im ersten Halbjahr 2023 plant.

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