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Am Flughafen Hamburg droht aktuell Streik: Urlaub in Gefahr!

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Von: Christian Einfeldt

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Die verdi-Verhandlungen laufen auf Hochtouren. Erzielt man keine Einigung, droht pünktlich zu den Märzferien ein Streik am Flughafen Hamburg.

Hamburg – Am Wochenende starten in Hamburg die Märzferien. Viele Familien erwarten wohl sehnsüchtig den ersten Urlaub des Jahres. Auch die bisherigen Prognosen lassen vermuten, dass der Flughafen Fuhlsbüttel schon in wenigen Stunden zur Anlaufstelle für Urlauber und Reisende in ganz Norddeutschland werden könnte. Doch droht kurzfristig der große Ausfall des Flugbetriebs? Grund zur Besorgnis liefern die Verhandlungen der verdi, die bereits den Flugverkehr in Düsseldorf und in Köln lahmgelegt hatten. Die Gewerkschaft fordert mehr Geld für die Luftsicherheitskräfte – und könnte in Hamburg viele Ausfälle des Flugverkehrs verantworten.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Streik Hamburg Flughafen aktuell: Gefährden Tarifverhandlungen den Urlaub?

Nach Recherchen des Luftfahrt-Magazins „Austrian wings“ erwartet der Hamburger Flughafen in den Frühjahrsferien den ersten Reise-Boom 2022. Mitunter sollen sich bis zu 30.000 Menschen in Hamburg-Fuhlsbüttel aufhalten. Zumindest zeitweise könnte die Nachfrage auf einen Wert steigen, der zuletzt 2019 – vor der Corona-Pandemie – erfüllt werden konnte. „Anhand der steigenden Nachfrage spüren wir deutlich: Die Norddeutschen möchten nach einem langen Winter wieder raus und in die Sonne verreisen“, wird Katja Bromm, die Leiterin Kommunikation am Hamburg Flughafens, von austrianwings.info zitiert.

Hamburg wartet also voller Vorfreude auf den Start der Märzferien – und damit den langersehnten Urlaubsstart. Doch, was, wenn die Vorfreude vergebens ist, weil die Flugzeuge erst gar nicht abheben? Im Zuge der aktuellen verdi-Verhandlungen könnte dieses Szenario zur traurigen Wahrheit werden. Andere deutsche Flughäfen holte der Streik bereits ein. So etwa am vergangenen Freitag in Düsseldorf. Nach Berichten des Hamburger Abendblatts strich der Betrieb 160 von 280 Flügen. Ebenso betroffen war der Flughafen Köln/Bonn. Zuletzt legte die Polizei den Hamburger Flughafen wegen der Suche nach einer 90-jährigen Frau lahm. Rund einen Monat später könnte Hamburg ein weiteres Mal mit Verzögerungen und Ausfällen des Flugbetriebs rechnen.

Eine Frau wartet am Flughafen.
Der Streik der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (verdi) beeinträchtigte bereits den Flugverkehr in Düsseldorf und Köln/Bonn – schon bald auch in Hamburg? (Symbolbild) © dpa/Jonas Walzberg

Entgelt für Luftsicherheitskräfte Grund für möglichen Streik in Hamburg

Grund des drohenden Streiks am Hamburger Flughafen ist das Entgelt für Luftsicherheitskräfte. Was es damit konkret auf sich hat, verriet verdi-Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Pieper im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt. „Die Arbeitgeber müssen ein Angebot vorlegen, das wir als Basis für Verhandlungen akzeptieren können“. Sollte keine Lösung gefunden werden „gehe ich davon aus, dass wir weiter streiken werden“, heißt es weiter. Die Konsequenz wären dann Flug-Ausfälle, wie sie bereits zum Start der letzten Herbstferien für Ärger am Hamburger Flughafen gesorgt hatten.

Am 1. sowie 2. März 2022 fanden dahingehend bereits Gespräche der dritten Verhandlungsrunde in Berlin statt. Wie das Hamburger Abendblatt berichtete, fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (verdi) eine Lohnerhöhung von mindestens einem Euro sowie den Abbau von regionalen Unterschieden, hinsichtlich der Entlohnung. Des Weiteren steht die Forderung einer tariflichen Hochstufung von Frachtkontrolleuren im Raum.

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Flughafen könnte Streik bevorstehen: „Es bleibt bei dem völlig unzureichenden Angebot“

Was bedeutet dies nun für Reisende und Urlauber, die die kommenden Tage den Hamburger Flughafen aufsuchen wollten? Während in Düsseldorf und in Köln Konsequenzen in Form eines Streiks zu spüren waren, bleibt die Lage für den Hamburger Flughafen nach wie vor intransparent. Zunächst war die Tendenz, dass Hamburg wohl keine unerwarteten Ausfälle im Flugbetrieb zu verkraften hätte. „Bei den Bodenverkehrsdiensten ist eine Tarifeinigung hergestellt“, sagte Katja Bromm dem Abendblatt.

Wie nun einer aktuellen, am 3. März veröffentlichten Pressemitteilung zu entnehmen ist, endeten die Gespräche der dritten Verhandlungsrunde jedoch nicht mit dem von der verdi gewünschten Ergebnis. Wolfgang Pieper wird wie folgt zitiert: „Damit bleibt es bei dem völlig unzureichenden Angebot, das bereits Streikaktionen an mehreren deutschen Flughäfen provozierte. Die Arbeitgeber haben leider den Termin nicht genutzt, um ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, das die Preisentwicklung aufgreift“. Am 16. und 17. März sollen die Gespräche fortgesetzt werden. Bis dahin bleibt also offen, ob potenzielle Streiks der Gewerkschaft den Flugbetrieb in Hamburg-Fuhlsbüttel lahmlegen werden. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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