1. 24hamburg
  2. Hamburg

„Fahrradfahrer sind Hartz-IV-Empfänger!“: Netz hetzt gegen verletzten Radler

Erstellt:

Von: Elias Bartl

Kommentare

Ersthelfer und Sanitäter versorgen den verletzten Radfahrer.
Ersthelfer und Sanitäter versorgen den verletzten Radfahrer. © HamburgNews

Ein Fahrradfahrer fährt gegen eine Autotür und wird verletzt. Jetzt hetzen Fahrradhasser in sozialen Medien gegen den Verletzten.

Hamburg – Kurz vor dem Relegationsspiel zwischen dem HSV und Herta BSC, kracht es nur wenige hundert Meter vom Volksparkstadion entfernt. Auf der Randstraße im Hamburger Stadtteil Stellingen ereignet sich gegen 17:10 ein Unfall. Ein 28-jähriger Radfahrer befuhr die Randstraße in Richtung Warnstedtstraße. Als er in Höhe der Hausnummer 3 ein Auto passierte, öffnete dessen Fahrer (22) offenbar ohne Achtung der erforderlichen Sorgfaltspflicht gerade die Autotür.

Sei schneller informiert: die Blaulicht-News direkt aufs Handy – ganz einfach via Telegram

Polizeieinsatz in Hamburg: Fahrradfahrer bei Verkehrsunfall verletzt

Der Radfahrer konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren, krachte gegen die Autotür und stürzte verletzt zu Boden. Ersthelfer alarmierten Rettungskräfte und leisteten Erste Hilfe. Der Fahrradfahrer erlitt eine Kopfplatzwunde, die in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden musste.

User beschimpfen verletzten Radler
Mehrere User hetzen bei Facebook gegen den verletzten Radfahrer. Inzwischen hat ein Admin die Kommentare gelöscht. © Sebastian Peters & Screenshot/Facebook

Unfall in Hamburg: User im Internet hetzen gegen verletzten Radler

Während viele Nutzer auf sozialen Medien dem Radfahrer eine gute Genesung wünschten, hetzten andere Nutzer gegen den Verletzten. Neben Beleidigungen, bezichtigten mehrere User den Fahrradfahrer selber an dem Unfall schuld zu sein.

Fahrradfahrer sind Hartz-IV-Empfänger von der Straße, für sie ist alles erlaubt. Von wegen schwächerer Verkehrsteilnehmer...

Facebook-Nutzer

Lesen Sie weitere Blaulicht-Meldungen wie: Bombenfund in Eppendorfer Park – Kampfmittelräumdienst im Einsatz

Selber schuld, wenn sie drauflosfahren und meinen alle müssen Rücksicht auf sie nehmen und sie können machen, was sie wollen!!!!!!

Facebook-Nutzer

Immer wieder kommt es beim sogenannten „Dooring“-Unfällen zu teils schwer verletzten Fahrradfahrern. Erst vor wenigen Wochen wurde ein Mann auf der Sierichstraße durch so einen Unfall lebensgefährlich verletzt. Besonders um ungeschützte Verkehrsteilnehmer besser zu schützen, rief die Hamburger Polizei eine neue Kampagne ins Leben.

Auch interessant

Kommentare