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„Fahrradfahrer sind Hartz-IV-Empfänger!“: Das Netz hetzt gegen verletzten Radler

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Von: Elias Bartl

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Ersthelfer und Sanitäter versorgen den verletzten Radfahrer.
Ersthelfer und Sanitäter versorgen den verletzten Radfahrer. © HamburgNews

Nachdem ein Fahrradfahrer am Montagnachmittag gegen eine Autotür fuhr und sich verletzte, hetzen jetzt Fahrradhasser in sozialen Medien gegen den Verletzten.

Hamburg – Kurz vor dem Relegationsspiel zwischen dem HSV und Herta BSC, kracht es nur wenige hundert Meter vom Volksparkstadion entfernt. Auf der Randstraße im Hamburger Stadtteil Stellingen ereignet sich gegen 17:10 ein Unfall. Ein 28-jähriger Radfahrer befuhr die Randstraße in Richtung Warnstedtstraße. Als er in Höhe der Hausnummer 3 ein Auto passierte, öffnete dessen Fahrer (22) offenbar ohne Achtung der erforderlichen Sorgfaltspflicht gerade die Autotür.

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Polizeieinsatz in Hamburg: Fahrradfahrer bei Verkehrsunfall verletzt

Der Radfahrer konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren, krachte gegen die Autotür und stürzte verletzt zu Boden. Ersthelfer alarmierten Rettungskräfte und leisteten Erste Hilfe. Der Fahrradfahrer erlitt eine Kopfplatzwunde, die in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden musste.

Unfall in Hamburg: User im Internet hetzen gegen verletzten Radler

Während viele Nutzer auf sozialen Medien dem Radfahrer eine gute Genesung wünschten, hetzten andere Nutzer gegen den Verletzten. Neben Beleidigungen, bezichtigten mehrere User den Fahrradfahrer selber an dem Unfall schuld zu sein.

Fahrradfahrer sind Hartz-IV-Empfänger von der Straße, für sie ist alles erlaubt. Von wegen schwächerer Verkehrsteilnehmer...

Facebook-Nutzer

Selber schuld, wenn sie drauflosfahren und meinen alle müssen Rücksicht auf sie nehmen und sie können machen, was sie wollen!!!!!!

Facebook-Nutzer

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Immer wieder kommt es bei sogenannten „Dooring“ Unfällen zu teils schwer verletzten Fahrradfahrern. Erst vor wenigen Wochen wurde ein Mann auf der Sierichstraße durch so einen Unfall lebensgefährlich verletzt. Besonders um ungeschütze Verkehrsteilnehmer besser zu schützen, rief die Hamburger Polizei eine neue Kampagne ins Leben.

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