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Fünf der Top 10: Hamburg hat meiste Staustraßen Deutschlands – das sind sie

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Von: Kevin Goonewardena

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Die Hälfte der zehn stauanfälligsten Streckenabschnitte Deutschlands liegen in Hamburg, ergab eine Untersuchung von Verkehrsdaten. Das sind sie Hamburger Staufallen.

Hamburg – Der Läufer, der, so die Legende, rund 40 Kilometer nach Athen lief, um die Botschaft des Sieges gegen die Perser zu überbringen, stand ganz sicher nicht im Stau. Und ausreichend stehen geblieben (Stau kommt von altgriechisch stassis und bedeutet „stehen“) dürfte er auch nicht sein, denn bekanntlich brach er am Ende des Laufes vor Erschöpfung tot zusammen. Den Hamburger Autofahrern dürfte das nicht passieren: Denn in nur zwei deutschen Städten steht der Verkehr so oft wie in der Hansestadt. Mehr noch: Fünf der zehn stauanfälligsten Strecken Deutschlands liegen in Hamburg – darunter auch ein extrem stauanfälliger Abschnitt der Autobahn A7.

Stadt:Freie und Hansestadt Hamburg
Fläche:755,2 km²
Einwohner:rund 1,9 Millionen
Stadtoberhaupt:Peter Tschentscher (Erster Bürgermeister)

Das ergab eine Erhebung des US-Dienstleisters Inrix, der weltweite Verkehrsdaten ausgewertet hat und anhand der Ergebnisse ein globales Ranking von Städten, die, die größten Verkehrsbehinderungen aufweisen, erstellt hat. Eines der wichtigsten Parameter ist dabei die Zeit, die Autofahrer durch Stau verlieren. Die Gesamtzahl dieser verlorenen Stunden wird dabei durch Inrix berechnet und mit denen der Stunden ohne Verkehrsbehinderungen verglichen.

Auf der A7 bei Hamburg staut es sich in Höhe Schnelsen.
Fünf der zehn größten Staufallen lauern in Hamburg. © Lars Berg/imago

Stau: Hamburg steckt weniger im Verkehr als München und Berlin

Während Hamburg in vergleichbaren Rankings des ADAC oder des Navigationsgeräteherstellers TomTom in den letzten Jahren regelmäßig die Negativ-Spitze belegte, landetet die Elbmetropole in der Inrix-Untersuchung auf Platz 3 der deutschen Städte. Dafür waren 33 Stunden Zeitverlust im abgelaufenen Jahr 2020 „nötig“.

Trotz Corona und den Auswirkungen der Pandemie auf sowohl den Individual-, als auch öffentlichen Nahverkehr – mussten sich Autofahrer in München mit 65 Stunden Zeitverlust im Jahr 2020 anfreunden. Das bedeutet umgerechnet: Mehr als zweieinhalb Tage verbrachten Münchner Autofahrer in ihrem Fahrzeug, ohne vorwärtszukommen.

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Stau Ranking: München Top 25 in Europa – mehr als fünf Tage Im-Stau-Stehen in Kolumbien

München belegt mit Rang 21 auch als einzige Stadt einen Platz unter den Top 25 weltweit. Angeführt wird die Liste von der kolumbianischen Hauptstadt Bogota mit sage und schreibe 133 Stunden Zeitverlust pro Jahr, das sind mehr als fünfeinhalb Tage und damit eine Arbeitswoche. Gefolgt von Bukarest, New York und Moskau.

„Streckenabschnitte mit den meisten Staus“: Hamburg stellt Hälfte der Top 10

Doch auch wenn Hamburg in dem Gesamtranking keinen Spitzenplatz belegt und in Europa beziehungsweise weltweiten Vergleich eher gut dasteht, eine unrühmliche Marke stellte die Hansestadt dann doch auf: Fünf der zehn deutschen Streckenabschnitte, auf denen Autofahrer die meiste Zeit im Stau verlieren, liegen in der Hansestadt.

Ratsmühlendamm/Fuhlsbüttler Straße12 Stunden im Jahr
B432 zwischen Heinrich-Plett-Straße/Flurstraße und Plöner Straße12 Stunden
B5 Tarpenbekstraße bis Königsstraße11 Stunden
A7 zwischen Eidelstedt und Waltershof11 Stunden
B431 zwischen Plöner Straße und Hardeweg10 Stunden

Angeführt wird diese Kategorie übrigens von dem Abschnitt Tempelhofer Damm/Mehringdamm (Zeitverlust 14 Stunden) in Berlin, gefolgt von München mit der Schleißheimer Straße (13 Stunden). Hamburger Streckenabschnitte belegen allerdings dann die Plätze 3 bis 5, 7 und 10. Ob sich die Lage in Hamburg in absehbarer Zeit bessert, ist fraglich: Verkehrssenator Anjes Tjarks beispielsweise prognostizierte für Hamburgs Verkehr eine noch jahrzehntelang anhaltende Belastung durch Baustellen und damit auch: Staus. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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